Bürgermeister Frank Stein mit Viktor Krupp (r.) und einem weiteren Abgesandten aus Butscha. Foto: Feuerwehr GL

Nach indirekten Kontakten über die gemeinsame polnische Partnerstadt Pszczyna festigt sich die Beziehung zwischen Bergisch Gladbach und der ukrainischen Stadt Butscha rasch: Bürgermeister Fedoruk bedankt sich erneut für die Hilfe und bietet eine direkt Partnerschaft an. Dafür will sich Bergisch Gladbachs Bürgermeister Stein jetzt stark machen.

Butschas Bürgermeister Anatolij Fedoruk hat sich noch einmal für die rasche Hilfe aus Bergisch Gladbach bedankt. Zwei Konvois hatte die Feuerwehr GL bereits mit wertvollen Hilfsgütern in die von russischen Angriffskrieg schwer gezeichnete Stadt im Nordwesten von Kiew geschickt.

In einem Brief an Bergisch Gladbachs Bürgermeister Frank Stein geht Fedoruk noch einen Schritt weiter – und bietet Bergisch Gladbach eine direkte Städtepartnerschaft an. Butscha baue gerade ein Netzwerk mit europäischen Städten auf – und würde Bergisch Gladbach gerne als Vertreter Deutschlands aufnehmen.

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Fedoruk schreibt: „Wir glauben an die Möglichkeit einer schnellen Genesung und Perspektiven für die Zusammenarbeit zwischen unseren Gemeinden in verschiedenen Bereichen – Wirtschaft, Bildung, Humanität, Kultur. Butscha baut derzeit aktiv ein Städtepartnerschaftsnetzwerk mit verschiedenen europäischen Städten aus, daher würden wir uns sehr freuen, Bergisch Gladbach als Partnerstadt von Bucha in der Bundesrepublik Deutschland zu sehen. Wir sind offen für gemeinsame Aktivitäten und Projekte, und die Abgeordneten des Stadtrats von Butscha initiieren derzeit einen Vorschlag zur Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens.“

Stein will Stadtrat Beschluss vorlegen

Bürgermeister Frank Stein antwortete umgehend: „Ihr Wunsch, Bergisch Gladbach als Partnerstadt von Bucha in Deutschland zu sehen, hat uns alle sehr berührt. Es ist mir eine Ehre, eine solche Städtepartnerschaft zu begründen und ich werde dem Rat unverzüglich einen entsprechenden Beschluss vorschlagen.“

In seinem Brief gibt Fedoruk auch einen Eindruck, wie hart die Stadt vom russischen Angriff getroffen wurde: „416 Zivilisten wurden in der Stadt getötet, d.h. etwa jedes dritte Opfer des Kiewer Gebietes stammt aus Butscha. Mehr als 1150 Häuser, 55 km Stromleitungen, 75 km Gas- und 10 km Wasserversorgung wurden beschädigt, ein Kraftwerk und Wasserversorgungsanlagen bombardiert.“ 

„Zuversicht in einer schweren Zeit“

Die Hilfe auch aus Bergisch Gladbach sei ein wichtiger Beitrag beim Wiederaufbau: „Der Feind will uns brechen, aber er erfährt erbitterten Widerstand. Die Ausrüstung und die humanitäre Hilfe, die Sie Bucha zur Verfügung gestellt haben, ermöglichen es uns, uns schneller zu erholen und effizienter zu arbeiten.“

Stein wertet Fedoruks Worte als „große Zeichen der Zuversicht in einer schweren Zeit“ und bietet ein rasches Treffen an: „Jederzeit bin ich gerne bereit, nach Bucha zu reisen, um Sie persönlich kennen zu lernen und über unsere zukünftige Zusammenarbeit zu sprechen.“

Stein hatte den zweiten Hilfskonvoi der Feuerwehr bis in das ukrainische Grenzgebiet hinein begleitet und dort Kontakt mit Fedoruks Mitarbeiter Viktor Krupp aufgenommen, der die Feuerwehrfahrzeuge aus Bergisch Gladbach in Empfang genommen hatte.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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