Foto: Thomas Merkenich

Sonja Nanko ist seit 1. Mai neue Leiterin der Papiermühle Alte Dombach. Sie übernimmt das LVR-Museum von Sabine Schachtner, die das Haus seit der Gründung 1987 geführt hat. Sonja Nanko bringt umfassende Erfahrung als Museumsleiterin mit. Im Fokus ihrer Arbeit steht die Neueinrichtung der vom Hochwasser beschädigten Dauerausstellung, die um aktuelle Papierthemen ergänzt werden soll.

Ende April hat das LVR-Industriemuseum nach 34 Jahren Dr. Sabine Schachtner in ihren Ruhestand verabschiedet. Sie leitete die Papiermühle Alte Dombach seit ihrer Gründung.

Sonja Nanko, Leiterin des LVR-Industriemuseums Papiermühle Alte Dombach
© LVR-Industriemuseum

Gleichzeitig mit der Übertragung der Alte Dombach durch die J.W. Zanders KG und die Zanders Feinpapiere AG an den Landschaftsverband Rheinland im Dezember 1987 nahm sie ihren Dienst auf. Im Rahmen ihrer Tätigkeit hat sich Dr. Sabine Schachtner nicht nur um die hiesige Papiergeschichte verdient gemacht, sondern auch national und international für die Alte Dombach einen Ruf erarbeitet.

Stationen im Kulturmanagement

Nahtlos hat Sonja Nanko die Nachfolge zum 1. Mai angetreten und ist nun für die Papiermühle in Bergisch Gladbach sowie die zugehörigen Standorte, das Kraftwerk Ermen & Engels und den Oelchenshammer in Engelskirchen, zuständig.

Die gebürtige Rheinländerin ist dem LVR-Industriemuseum bereits seit 2016 verbunden und hat zunächst als Wissenschaftliche Referentin im Engelskirchener Teil des Museums die Vermittlung und den wissenschaftlichen Bereich übernommen.

Seit 2018 leitete sie das Kraftwerk Ermen & Engels und betreute auch den zugehörigen Oelchenshammer. Zuvor war die Kulturwissenschaftlerin und Historikerin bereits seit 2008 in verschiedenen Positionen und Museen tätig, u.a. als Leitung des Schulmuseums Friedrichshafen am Bodensee.

Erfahrung in Museumspädagogik

Im Kraftwerk Ermen & Engels lag neben dem Ausstellungsbetrieb unter anderem die museumpädagogische Vermittlung in Sonja Nankos Fokus. Sie stieß neue Angebote und Programme an, konzeptionierte die Begleitprogramme der großen kulturhistorischen Ausstellungen oder aktiven Jahresthemen und vernetzte das Museum in der lokalen und regionalen Bildungs- und Kulturlandschaft. 

Sonja Nanko will im Papiermuseum u.a. Forschungsansätze für zukünftige Alternativen in der Papierproduktion zugänglich machen

Zuletzt übernahm Sonja Nanko mit dem Großprojekt FUTUR21 in Engelskirchen die museumsseitige Betreuung für den Schwerpunkt Energie beim Zusammentreffen von Industriekultur und digitaler Medienkunst. Die sich aus FUTUR21 ableitenden Fragen nach der zukünftigen Nutzung von Ressourcen wie Energie und Wasser beschäftigen sie bereits seit der Einrichtung der „Stromwerkstatt“ 2018, einem nach wie vor hochaktuellen Angebot für Schulklassen und Bürger:innen zum Thema Strom, Energiegewinnung und Energiewende. 

Wiederaufbau, neue Themen

Den Fragen nach dem zukünftigen Konsum wird Sonja Nanko mit dem Team der Papiermühle Alte Dombach auch bei den anstehenden Projekten wie der Neueinrichtung der vom Hochwasser 2021 teilweise zerstörten Dauerausstellung nachgehen.

Dabei ergibt sich auch die Chance, die Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit der Papierproduktion aufzuzeigen und aktuelle Aspekte wie Papiermangel im Globalen oder auch Forschungsansätze für zukünftige Alternativen in der Papierproduktion für die Besucher:innen zugänglich zu machen.

Im Rahmen der Erneuerung werden auch Schutzmaßnahmen grundlegend sein, um die Alte Dombach bestmöglich vor zukünftigen Hochwasserereignissen und steigendem Grundwasser zu bewahren.

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