Rund 3000 Gräber gibt es auf dem Evangelischen Friedhof auf dem Quirlsberg, davon haben Peter Lückerath und Michael Werling in ihrem neuen Buch 61 historisch besonders wichtige Grabstätten detailliert in den Blick genommen. Und gehen auf viele der dort begrabenden Persönlichkeiten ein, die für die Geschichte Bergisch Gladbachs eine große Bedeutung haben.

Die Autoren Peter Lückerath und Prof. Michael Werling sind sehr stolz darauf, dass ihnen innerhalb von gut zwei Jahren das zweite Friedhofsbuch für Bergisch Gladbach gelungen ist. Das neue Buch behandelt den Evangelischen Friedhof Quirlsberg in Bergisch Gladbach, auf dem die beiden Historiker von den ca. 3000 Grabstellen 61 in den Blick genommen haben.

+ Anzeige +

Eine subjektive Auswahl, die vor allem darauf gründet, dass es sich in der Hauptsache um historische Grabmäler handelt, die großteils noch vorhanden sind und sich in den Archiven entsprechende Informationen über diese Anlagen zusammentragen ließen, um über die dort Bestatteten bzw. ihre Familien pietätvoll berichten zu können.

Buchvorstellung: Das Buch „Evangelischer Friedhof Quirlsberg in Bergisch Gladbach – Menschen • Gräber • Geschichte“ wird am Mittwoch, den 9. November 2022, um 17 Uhr im Gemeindesaal „Engel am Dom“ der Evangelischen Gnadenkirche vorgestellt. Die Veröffentlichung ist 500 Seiten stark, ist mit 1320 großteils farbigen Abbildungen und neun Lageplänen versehen.

Das Buch verstehe sich aber auch als Anregung, sich künftig mehr um die „kleinen Denkmäler“ zu kümmern, sagt Ko-Autor Michael Werling. Es gelte, sie vor dem Verfall zu bewahren, weil sie erkennen ließen wie die Gemeindemitglieder zu unterschiedlichen Zeiten mit Tod und Trauer umgegangen seien.

Zanders-Gedächtnishalle nimmt besondere Rolle ein

Das Buch ist in sieben Kapitel unterteilt und berichtet zu Beginn sowohl über die Anfänge der Protestanten in Bergisch Gladbach, als auch über die gut 150-jährige Geschichte dieses Bestattungsplatzes.

Thematisiert werden ebenso die innerhalb des Areals vorzufindenden Gebäude, wobei die Zanders-Gedächtnishalle einen besonderen Stellenwert einnimmt, da sie von dem berühmten Münchener Bildhauer und Architekten Adolf von Hildebrand entworfen wurde.

Umfangreicher Katalogteil

Im 4. und 5. Kapitel werden die Kriegsopfer-Gedenkstätten betrachtet und die Entwerfer und Hersteller der Grabmäler vorgestellt. Der umfangreichste Teil der Veröffentlichung ist der Katalogteil, in dem die 61 ausgesuchten Grabstätten vorgestellt werden.

Das Buch kann entweder direkt beim Verlag „ratio-books“ in Lohmar oder im gut sortierten Buchhandel erworben werden.

image_pdfPDFimage_printDrucken

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

2 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Eine ungeheure Fleißarbeit, leider sehr auf die Schnelle. Man hätte sich die Zeit oder eine Hilfe zum Lektorieren nehmen sollen und vielleicht auch einen Bildredakteur, der den Autoren Unnötiges und Unsinniges und Dopplungen vor Drucklegung hätte nahebringen können. Dann hätte der Frust beim Lesen z. B. von verschiedenen Tempora in unmittelbar aufeinaderfolgenden Sätzen vermieden werden können. Leider sind auch die eigens für dieses Werk aufgenommenen Fotos nicht sorgfältig gemacht/ausgewählt/bearbeitet. Man hätte für diesen stolzen Preis mehr Engagement erwarten können.

  2. Interessantes Thema und sicher ein gutes Buch. Warum so viele Bücher über meine Geburtsstadt aber auch 2022 immer noch nicht als eBook erscheinen, mag für den Stand der Digitalisierung stehen. Dabei werden die meisten Bücher ohnehin in elektronischer Form bestehen. Kaum jemand schreibt Bücher noch mit der alten Schreibmaschine. Ich bin oft unterwegs und kann leider keinen Bücherschrank mitnehmen. Schade, ich würde gerne mehr Bücher dieser Art kaufen. Aber in Papierform geht das leider nicht. :-(