Die Grundsteinlegung für den neuen Nordtrakt war im Mai gefeiert worden. Foto: Thomas Merkenich

Wie rasant die Kosten öffentlicher Bauprojekte steigen lässt sich an der neuen Prognose für die Teilsanierung des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums ablesen. Es sind aber nicht nur die explodierenden Baukosten, die für eine Anstieg um weitere zehn Millionen Euro verantwortlich sind.

Je weiter ein öffentliches Bauprojekt voranschreitet, desto klarer wird, wieviel Geld es eigentlich verschlingen wird. In der aktuellen Zeit explodierender Baukosten mehr denn je – wie das Beispiel NCG zeigt. Zunächst waren Teilabriss und Teilneubau des Gymnasiums in Hebborn auf 25 Millionen Euro veranschlagt worden.

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2020 lag das Budget schon bei 27,4 Millionen Euro. Jetzt, 2,5 Jahre nach dem Baustart ist ein großer Teil der Aufträge vergeben worden – und die prognostizierten Kosten sind auf 37,382 Millionen Euro geklettert.

Für diesen erneuten Aufschlag um zehn Millionen Euro sind, das teilt die Stadtverwaltung in einer Vorlage für die nächste Sitzung des Schulausschusses mit, zum einen die Baukostensteigerungen in Folge von Ukrainekrieg und Pandemie verantwortlich.

Aber auch die Erkenntnis, dass Klimawandel und Starkregen andere Bauweisen erfordern, schlage sich nieder. Zudem habe es ein paar veränderte Nutzerwünsche gegeben und wie so oft spielt der Brandschutz mit Mehrkosten von über drei Millionen Euro eine sehr große Rolle.

Wie sich die Mehrkosten verteilen, das stellt diese Tabelle anschaulich dar:

Über die Kostensteigerungen hinaus ist auch eine Verzögerung der Fertigstellung nicht ausgeschlossen, deutet die Verwaltung an. Für die Brandschutzmaßnahmen im Mitteltrakt werden rund ein Jahr Zeit benötigt; idealerweise soll das parallel zu den laufenden Neubaumaßnahmen laufen.

Dokumentation:

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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1 Kommentar

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  1. Es ist schon sehr interessant, wie hier versucht wird mit den virulenten Themen KLIMAWANDEL und UKRAINEKRIEG und CORONA versucht wird zu Kostenexplosion bei dei NCG Sanierung begründen.
    Das alleine Mehrkosten beim Brandschutz von (bisher !) 3,2 Mio. entstanden sind, weil man die Brandschutzauflagen zum Zeitpunkt der Planung nicht berücksichtigt hat nicht unbedingt ein Zeichen von sehr solider Kostenplanung.
    Da ist das Aufführen von Nachträgen und Mehrkosten aus Vergaben von auch wieder bisher ! ( 1,3 + 0.575 Mio ) ja fast günstig. Gleiches zeugt auch hierbei wieder wierder nicht für eine übersorgfältige Vergabevorbereitung bzw. Kostenermiitlung.
    Wenn dann dazu noch eine Kostenüberschreitung von ( wieder bisher !) 37,4 Mio. € als akzektabel (+/- 20%) als normal angesehen wird, frage ich mich : Warum wurde denn die damalige Kostenermittlung als Basis der Finanzierung nicht direkt um 25% erhöht. Garnicht möchte ich Mehrkosten aus Nutzerwünschen nachfragen.