Vertreter:innen der Belkaw, der Verbraucherzentrale und der Kommunen präsentieren die Kampagne. Foto: Belkaw

Unter dem Motto „Gemeinsam durch die Energiekrise“ hat die Belkaw ein großes Bündnis mobilisiert, um in den kommenden Monaten ein weit gefächertes Programm an Veranstaltungen zum Thema Energiesparen anbieten zu können – im Internet und vor Ort. Die fachliche Kompetenz kommt von der Verbraucherzentrale, alle Kommunen in RheinBerg unterstützen in der Fläche.

Ist Energieberatung heute, nach monatelanger Nachhilfe durch Politiker:innen und Medien, wirklich noch notwendig? Unbedingt, sagt Heike Hirschmann, die Leiterin der Energieberatung bei der Verbraucherzentrale NRW. Bis heute wüssten viele Menschen nicht, wie man richtig heizt und lüftet.

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Und über diese vermeintlich einfachen Dinge hinaus gebe es viele komplexe Themen, von der Nutzung der Photovoltaik über Wärmepumpen bis zur energetischen Sanierung, die einen riesigen Beratungsbedarf verursachen. Zwar habe die Verbraucherzentrale in NRW 147 Energieberater, aber die seien völlig überbucht. Der einzige Ausweg sei es daher, Beratungen in größeren Gruppen anzubieten – und dahin zu gehen, wo die Leute sind.

Veranstaltungen auf Zoom und vor Ort

Genau das will die Belkaw mit ihrer Initiative machen. Zwar kann auch der Energieversorger die finanziellen Belastungen der Bürger:innen nicht ausgleichen. „Aber wir stehen in der Verantwortung, unseren Teil dazu beizutragen, die schwierige Situation so gut zu gestalten wie es geht“, sagte Manfred Habrunner, Ko-Geschäftsführer der Belkaw bei der Vorstellung der Aktion – zu der auch viele Bürgermeister aus dem ganzen Kreis angereist waren, um ihre volle Unterstützung zuzusagen.

Konkret soll es eine ganze Serie von Onlineveranstaltungen geben, in denen Experten der Verbraucherzentrale über die einzelnen Themen allgemein informieren. Danach sollen die Teilnehmer die Möglichkeit haben, ihre persönlichen Fragen in einem Eins-zu-eins-Dialog mit den Berater:innen zu klären. Dabei gehe es der Verbraucherzentrale immer nicht nur um die Energieeinsparung, sondern auch um die CO2-Vermeidung, betonte Hirschmann.

Das Beratungsprogramm der Verbraucherzentrale NRW zum Thema Energie finden Sie hier.

In Bergisch Gladbach ist die Verbraucherzentrale mit einer eigenen Beratungsstelle in der Grünen Ladenstraße vertreten. Öffnungszeiten und Angebote finden Sie hier.

Darüber hinaus sollen ab Januar auch in den Kommunen in Rhein-Berg dezentrale Präsenzveranstaltungen angeboten werden, um auch die Menschen zu erreichen, die mit dem Internet und Videokonferenzen nicht vertraut sind oder keinen Zugang haben.

Ein Format, dass die Klimaschutzmanagerinnen der Stadt Bergisch Gladbach zusammen mit der Verbraucherzentrale Bergisch Gladbach im Wohnpark Bensberg bereits erfolgreich erprobt haben.

Das vorläufige Programm

Kostenlose Videovorträge mit anschließender Beratung auf der Internetplattform Zoom

  • 28. November, 17 bis 19 Uhr: Energiesparen im Alltag
  • 7. Dezember, 11 bis 13 Uhr: Sonnenenergie richtig nutzen – Solarstrom, Stecker-Solar und Batteriespeicher
  • 13. Dezember, 19 bis 21 Uhr: Sprechstunde zur Wärmepumpe
  • 19. Dezember, 11 bis 13 Uhr: Energetische Gebäudesanierung

Anmeldung und mehr Infos auf der Website der Belkaw, dort werden auch die weiteren Termine angekündigt.

Dritter Baustein sind „Mittagsgespräche“, die die Verbraucherzentralen in den kommunalen Verwaltungen anbieten wollen, um die Mitarbeiter:innen am Arbeitsplatz zu informieren. Solche Angebot seien auch für größere Firmen denkbar, sagte Hirschmann.

„Preise wieder senken, keine Mitnahmeeffekte“

Die Kommunen stellen Räume bereit und wollen vor allem dafür sorgen, dass das Angebot breit bekannt wird.

Gute Kommunikation sei sehr wichtig, betonte Robert Lennerts, Bürgermeister von Odenthal. Das beziehe die Frage ein, warum eigentlich auch die Strompreise so exorbitant steigen – er könne das seinen Bürger:innen auch nicht ganz erklären. Versorger wie die Belkaw müssten alles tun, damit die Preise auch wieder nach unten gehen und jegliche Mitnahmeeffekte vermeiden.

Einen Punkt, den der neue zweite Belkaw-Geschäftsführer Harry Gersabeck klarstellte: Die Belkaw verdiene an den erhöhten Strom- und Gaspreisen nichts, sondern geben lediglich die erhöhten Einkaufspreise an die Kunden weiter. Es gebe keinerlei Mitnahmeeffekte, die Belkaw sei einfach nicht „Herr des Geschehens“, ergänzte sein Kollege Habrunner.

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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