Foto: Thomas Merkenich

Die FDP greift nach ihrem Austritt aus dem Ampel-Bündnis die bisherigen Partner Grüne und SPD scharf an. Die im Verkehrsausschuss gefassten Beschlüsse – insbesondere zur Laurentiusstraße – ließen für alle Verkehrsteilnehmer in Bergisch Gladbach nichts Gutes erahnen.

Nach Auffassung der FDP ist vor allem bemerkenswert, dass Grün und Rot ohne Rücksicht auf die Bürger ihr Lieblingsprojekt Fahrradstraße Laurentiusstraße durchsetzen wollen. Fraktionsvorsitzender Jörg Krell: „An Patienten und Besucher des Marienkrankenhauses wird nicht gedacht. Bürger, die auf ein Auto angewiesen sind, um das Krankenhaus zu erreichen, werden bewusst auf ellenlange Irrwege rund um die Innenstadt geschickt!“

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Die FDP ist für eine vernünftige Verkehrspolitik in der Stadt. Sie fordert ein Gesamtverkehrskonzept, das den Fakten Rechnung trägt.

In naher Zukunft werden durch die Neubaumaßnahmen ca. 1.000 zusätzliche Einwohner in Bergisch Gladbach wohnen. Laut Statistischem Bundesamt kommen in NRW 578 Autos auf 1.000 Einwohner. 42 Prozent davon nutzen es täglich.

Hinweis der Redaktion: Das Bürgerportal steht als Plattform für alle Vereine, Initiativen, Parteien und Einrichtungen der Stadt zur Verfügung. Dieser Beitrag stammt vom Ortsverband der Grünen.

Für solche Realitäten benötigen wir ein schlüssiges Konzept mit intelligenter Vernetzung aller Verkehrsträger und keine ideologischen Ablenkungsmanöver für einzelne Straßenzüge.

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FDP

Hier veröffentlichen die Ratsfraktion und der Parteivorstand der FDP Bergisch Gladbach ihre Beiträge. Kontakt: Dorothee Wasmuth. Mail: dorothee.wasmuth@fdp-bergischgladbach.de

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25 Kommentare

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  1. Sehr geehrter Herr Hansen,
    ich bin mir recht sicher, dass auch Sie für einen nachhaltigen Wohlstand sind. So, wie viele, die sich engagiert für Nachhaltigkeit und Umweltschutz einsetzen.
    Nur würde ich Sie bitten, die in diesem Sinne kaum erklärlichen Verstöße gegen diese Zielsetzungen zur Kenntnis zu nehmen.

    Um diese freundlich gemeinten Hinweise kurz zu halten, darf ich Ihnen drei wissenschaftlich nachweisbare Fehleinschätzung aufführen:
    1.) Deutschland hätte schon längst auf fossile Kraftstoffe verzichten können, wenn die Große Koalition dies gewollt hätte. Solche CO2 reduzierte und auch CO2 neutrale stehen seit Jahren zur Verfügung.
    Es war der Wille des SPD- geführten Umweltministeriums, solche Kraftstoffe entgegen jeder Vernunft zu verbieten (BIMSchV). Das UBA lieferte getürkte Begründungen dazu.
    Der Verkehr könnte ohne diese „Fehlentscheidungen“ schon längst CO2 neutraler fahren.
    Als CDU-Mitglied darf ich nicht unterdrücken, dass Frau Merkel als Kanzlerin ein gewichtiger Teil dieser Verfehlungen anzurechnen ist. War das Inkompetenz oder der Plan auch Sie zu desinformieren? Gut 40 Millionen der Bestandsflotte wäre heute schon – je nach politischem Klimaehrgeiz bei 10 bis 95 % CO2-Freiheit.
    Fragen Sie sich; Warum verstoßen Politiker gegen Klimaziele? Wirklich nur Inkompetenz? Geht es um die Durchsetzung „All-Electric“? Und warum das?

    2.) Die Abgas-Rohemissionen sinken bei Nutzung synthetischer Kraftstoffe signifikant. Allerdings reinigen EU 6 Fahrzeuge bereits heute die städtischen Immissionen, wie mehrere Untersuchungen belegen. Und das mit fossilen Kraftstoffen. Batterie-Fahrzeuge sind nur emissionsneutral.

    3.) Die Politik (alle Parteien und die EU) haben die CO2 Anrechnungen so „optimiert“, dass wichtige CO2 Fußabdrücke nicht bilanziert werden. Aus Inkompetenz oder zur Fake-Begründung für Klimaschutz? Die Herstellung das Recycling und die Fußabdrücke der Infrastruktur werden z.B. unterschlagen. Machen jedoch einen wesentlichen Teil aus. Es ist auch hier ein erfolgreicher Schwindel, den wenige Journalisten durchschauen.

    Zusammenfassend würde ich mir wünschen, dass Nachhaltigkeit und als Teil davon, der Klimaschutz, in unserer Stadt ehrlich mit sämtlichen Wahrheiten umgesetzt werden könnte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Maus

  2. Sehr geehrter Herr Maus,

    Die Entscheidung, künftig auf fossile Energien zu verzichten und schonender mit den Ressourcen und unserem Planeten umzugehen, ist eine zukunftweisende Entscheidung.

    Temporeduzierung: Es geht eben nicht nur um CO2 und die bisherigen Kraftstoffe.

    Die Umstellung auf Elektroautos haben Sie bei Ihrem Einsatz für Benzin völlig unberücksichtigt gelassen.

    Wir müssen das komplexe Thema aber vor allem ganzheitlich und unter Nachhaltigkeitsaspekten betrachten.

    Temporeduzierung bringt neben der Verringerung von CO2 die Verminderung von Feinstaub (der Verkehr ist der größte Emittent), bringt die Reduzierung von (vor allem schweren) Unfällen, von Schäden, von Verletzungen, von Leid, von Arbeitsausfällen. Wir alle gewinnen Sicherheit, Entspannung und Ruhe. Und die Schonung (fossiler) Ressourcen.

    Das gilt für Städte und Autobahnen.

    Über 300 Städte fordern mit ihren Bürgermeistern jeglicher Couleur und vielen Initiativen die Einführung von Tempo 30 für ihre Gemeinden. Eine weise Forderung.

    Diese Weisheit besitzen große Teile der FDP zur Zeit noch nicht. Hoffen wir, dass wir nicht wieder Abgleiten in eine merkwürdig missverstandene „Freiheitsdiskussion“.

  3. Herr Santillàn sieht sich fern von Ideologien und lastet eine Nähe dazu der FDP an. Welch ein Witz.

    Christian-Andreas (leidiges Pseudonym), was ist ein „sein-sollen-Trugschluss“, wenn er „sogenannt“ ist, wie Sie behaupten?

    Dann besteht die gesamte Politik aus Ideologien, Herr Hansen. Es sind auch schon mal Überzeugungen und Tatsachen dabei.

    Niemand kann mir Nähe zur FDP vorwerfen, aber was Krell über die Verkehrspolitik in GL meint, scheint mir nicht aus der Luft gegriffen. Ein Verkehrs-Konzept blieb seit dem 2. Weltkrieg jede Verwaltung samt jeweiligen Rat schuldig. Es ist zum größten Teil richtig, Herr Richter, was Sie schreiben, aber für eine klimaaffine und generationsgerechte Zukunft ist ein solches Konzept nach meiner Meinung unerlässlich, und das ist mit einer Laurentius- und evtl. später weiteren Fahrradstraßen wahrlich nicht getan.

    Ich möchte Herrn de Lamboy heftig zustimmen, was die peinlichen Pseudonyme anbelangt. Entweder steht man für seine Meinung oder man lässt sie weg.

    1. Sehr geehrter Herr Hansen,
      Ihren kritischen Bemerkung zur FDP, zu Tempolimits von 30 km/h in Städten und Geschwindigkeitsbegrenzungen von 100 km/h auf Autobahnen, zeigen, dass Ihnen ggf. noch notwendige Faktenkenntnisse fehlen — was Ihnen nicht vorzuwerfen wäre. Diese liefere ich Ihnen gerne nach und darf Ihnen aufzeigen, dass die FDP faktengerecht handelt:
      1.) Tempo 30 km/h:
      Mehrere einschlägige, seriöse Studien zeigen, dass durch Einführung des „Tempo 30“ (von z.B. 50 km/h) der Energieverbrauch durch Verhehrs-Zähfluss ansteigt (CO2-Emissionen) und auch der Schadstoffausstoff zunimmt.
      Bei Tempo 30 als Lärmschutz oder Gefahrenabwehr (Schulen, Kindergärten) kann/muss man ggf. die Umweltnachteile in Kauf nehmen.

      2.) Tempolimit auf Autobahnen
      In den Ausschüssen AMV und AUISO war bislang von der physikalischen Wohlstandsweisheit unserer Vorgenerationen nicht immer viel zu vernehmen: „Zeit ist Geld“!
      Entsprechend würde ein solches Tempolimit auf BABs lt. IfW Kiel 150 Milliarden BIP-Verluste bedeuten. Die Frage ist doch, wollen wir uns das leisten? Meinen Sie wirklich, ja?
      Aber warum? Wegen Klimaschutz? Dann kämen Sie beim Studium der Fakten zu bemerkenswerten staatlichen Klima-Schwindeleien:
      Bereits die Große Koalition, also auch meine Partei verbot per Verordnung (BIMSchV) die Nutzung von CO2-neutralen Kraftstoffen. Warum wohl? Wegen „All-Electric“?
      Das Umweltbundesamt (UBA) erlaubte sich den politisch opportunen Klimaschwindel in eine medial vielzitierte Studie zu kleiden: Ohne zu lügen, behauptet man Tempo 130 spart ca. 3% und Tempo 100 ca. 5% CO2 ein. Welch ein plumper Besc..ss
      Hätte man nur den umweltfreundlichen Kraftstoff R33 unterstellt, wäre die CO2-Reduktion im Mittel ca. 10% gewesen. Mit dem verbotenen Kraftstoff HVO100 sogar im Mittel ca. 50% CO2-Emissionsabnahme.
      Und wenn seinerzeit die Union mit der SPD die Entwicklung von eFuels nicht behindert hätten, was die „Klimapartei“ die Grünen und SPD törrichter Weise beharrlich fortsetzen, könnte Deutschlands Verkehr komplett CO2-neutral fahren. Selbst Lindners Porsche Oldtimer.

      Sagen Sie bitte jetzt nicht, das sei zu teuer. Bereits 2010 habe ich Berechnungen veröffentlicht, dass der Liter (vor Steuern) 70 €ct beträgt.

      Sehr geehrter Herr Hansen, was können Sie und ich tun, um die Unweltfakes aufzudecken? Sollte Klimaschutz nicht ehrlich angegangen werden?
      Und können wir der FDP nicht positiv anrechnen, dass diese Partei die einzige war, die schon in der Vergangenheit ehrlich mit Verkehr, Wohlstand und Klimaschutz umgegangen ist? Das sagt, wie Sie wissen, ein CDU Mitglied.

      1. Lieber Herr Maus, den Vorwurf des Mangels an Fachwissen möchte ich gern an Sie zurückgeben. Beachten Sie hierzu:
        1. Wenn man die Todeswahrscheinlichkeit für Unfälle PKW/Fußgänger gegen die Geschwindigkeit aufträgt sieht man, dass bei 30 km/h noch passable Überlebenswahrscheinlichkeiten bestehen, wohingegen bei 50 km/h der Fußgänger sicher tot ist. Allein das könnte einen guten Grund für 30 km/h darstellen.
        2. Anders als Zeit ist Geld keine physikalische Größe. Alles was Sie aus dem Axiom ableiten, dass Geld eine physikalische Größe sei, ist daher falsch.

      2. @Wolfgang Maus Wie Sie als sachkundiger Unionspolitiker sicher auch wissen, ist alles eine Frage der Interpretation. Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass alle Zahlen zum Thema Tempolimit Spekulationen sind. Um aus diesem Dilemma heraus zu kommen gibt es nur eines: die Wirklichkeit. Ich schlage daher vor, für zwölf Monate einen Großversuch zu machen, in dem das Tempo auf Autobahnen auf 130 km/h begrenzt wird.
        Ja, der Aufschrei von unserem aktuellen Verkehrsminister klingelt mir noch in den Ohren:“Kein Blech für die Beschilderung!!!“. Fürwahr ein starkes Argument – ziemlich ausnahmslos alle haben sich dem gebeugt. Warum eigentlich? Das generelle Tempolimit in Ortschaften beträgt 50 km/h, die Anzahl der Schilder hierfür: Null (außer nach Beschränkungen). Noch Fragen?

  4. Die alte Ampelkoalition, vielleicht ja jetzt ohne die FDP hatte Tatsachen geschaffen und schafft sie immer mehr. Die Ideologiedenkweise der Grünen und auch der SPD schaffen Tatsachen in der Laurentiusstrasse und auch auf der Odenthaler Strasse, die den Stadthaushalt enorm belasten. Wie will der Bürgermeister und auch der Vorstand der Grünen mit ihrem Machtmenschen Migenda als Stadtverordneter das eigentlich den Bürgern klarmachen. Ist da zu viel Geld in der Stadtkasse, das für ideologische Spielereien verschleudert werden kann. Ich glaube, da gibt es bessere Projekte, z.b. die Pflege und Sauberkeit sowie die Sicherheit in der Stadt. Wie sieht es eigentlich mit der erhöhten Umweltbelastung durch die neue Strassenführung der Ampelkoalition. Wo dürfen den ältere Bewohner noch sich in der Stadt bewegen, wenn sie das Fahrrad nicht nutzen können. Verteilt Herr Stein und Herr Migenda Taxifreifahrtscheine für die ältere Bevölkerung, die auf ein Auto angewiesen sind. Ach so, wir brauchen die älteren Mitmenschen ja nicht, die produzieren ja nur Kosten!!

    1. Viele ältere Menschen sind auf den Rollator angewiesen. Der Rollator ist das Verkehrsmittel der Zukunft! Deswegen muss man beim ruhenden PKW-Verkehr endlich mal die Regeln durchsetzen und Gehsteige freihalten. Leute mit Kinderwagen würden auch profitieren, insofern wäre das eine generationenverbindende Maßnahme.

      Das Thema wird aber bei praktisch keiner Partei, schon garnicht bei der CDU, angesprochen.

    2. Es ist schon bemerkenswert, wie der Begriff „Ideologie“ als Kampbegriff verwandt wird. Jede Partei hat ihre Ideologie, deretwegen wird sie gewählt. Man kann auch Parteiinhalte dazu sagen. Dass diese sich unterscheiden entspricht ihrer Natur; sonst wären ja alle einer Meinung. Wo also liegt hier das Problem wirklich?

      Richtig: „In der mangelnden Kompromissbereitschaft “ – und die kann man sich natürlich gern gegenseitig vorwerfen und zur Beendigung einer Koalition anführen. Womit wir wieder im normalen politischen Alltag angelangt wären.

      Was ich als Bürger erwarte? „Ja, es kommen fürwahr schwierige Zeiten auf uns zu, also rauft euch zusammen! Ich erwarte auch keine Patentlösungen. Versprochen!“ .

    3. Das ist voll auf die Zwölf getroffen! Dem schliesse ich mich voll und ganz an.

      Die Alten haben uns bis hierhin gebracht, mit all ihrer Kraft und unermüdlichem Kämpfen unsre Stadt zu ein Grossstadt zu machen, und jetzt wird nur noch für die neue Ideologie: Umweltschutz durch Fahrradfahren, Autofreie Innenstadt, alles für die Kinder, Hauptsache ein Grüner Anstrich für alles was jetzt mit unser aller Steuergeld passiert. Wir, die Alten haben versucht eine Stadt mit einem vielfältigen Angebot an Läden und endlich auch Aussengastronomie in die Innenstadt zu bekommen, damit Leben für die gesamte Bürgerschaft in die 3 Stadtzentren kommt.

      Die ideologisch getriebene Ampel setzt alles dran das alles wieder ins Wanken zu bringen. Alle sollen gezwungen nur noch mit dem Fahrrad zu fahren.

      Und jetzt hat diese desaster Koalition keine Mehrheit mehr. Jetzt fehlt nur noch die Einsicht der Verwaltungsspitze, dass auch verdiente ältere Bürger ab 60 ( und die sind ganz eindeutig in der Überzahl ) ein Recht auf Berücksichtigung beim Einsatz der Steuergelder haben, auch, wenn diese Bürger nicht permanent auf Durchsetzung ihrer Rechte pochen.

      1. @Bernd de Lamboy Wen meine Sie mit „Wir Älteren, ab 60 usw.“? Ich bin 72 und erlebe seit meiner Zeit als verantungsvoller Vater von zwei Kindern in vollem Bewusstsein, wie unsere (!) Generation Natur und Umwelt mit Rekordtempo ausbeutet und dass diese Rechnung von den nachfolgenden Generationen bezahlt werden muss. Von wem sonst?

        Wollen Sie diese Rechnung tatsächlich noch weiter in die Höhe treiben, indem Sie jedem Lösungsansatz widersprechen? Wo bleiben die Reparaturvorschläge für unser Klima von „Ihrer“ Generation?

      2. Das Denken in Generationen ist eher denk- und erkenntnisbehindernd als irgendwas befördernd. Ansonsten müsste man ja darüber reflektieren, dass frühere Generationen maßgeblich zum Klimawandel beigetragen, sich nicht für den Klimaschutz eingeschränkt haben und dies zum Teil auch weiterhin nicht tun wollen, während sie selbst und künftige Generationen – also alle in den kommenden Jahrzehnten geborenen Menschen – mit einem deutlich knapperen CO2-Budget wirtschaften müssen, um das Zwei-Grad-Ziel einzuhalten. Hinzu kommt: junge Menschen müssen nicht nur stärkere Einschränkungen ihrer persönlichen Freiheit in Kauf nehmen, sondern sind heute schon stärker von den Folgen des Klimawandels betroffen als frühere Generationen.

      3. @Dieter Richter auch ich bin mit meinen 69 Jahren in der Senioren Union, gehöre also zu den von mir erwähnten Ü 60. Ihre Aussage, dass unsere Generation „Natur und Umwelt ausbeutet“ verstehe ich nicht. KönnenSie das bitte erläutern!

      4. @Bernd de Lamboy, sie fragen mich nach dem Anteil unserer Generation an der Ausbeutung von „Natur und Umwelt“. Die Nachkriegsgeneration hatte eine große Wiederaufbauleistung erbracht und durch Fleiß und Ausdauer die Basis für Wohlstand geschaffen. Sie hat sich jedoch nicht mit guten Lebensbedingungen begnügt, sondern Luxus zum selbstverständlichen Allgemeingut erhoben. Freie Fahrt für freie Bürger in immer schnelleren und größeren Fahrzeugen, Reisen in ferne Länder mit Kreuzfahrtschiff und Düsenjet zum Billigtarif. Naturflächenvernichtung und CO2-Anreicherung nahmen die Ausmaße an, die uns täglich in allen Medien vorgeführt werden.

        Nicht nur das… Wir Deutschen haben die übrige Welt mit einer Technik versorgt, die sie befähigt, dieselben Fehler im großen Stil mit zu vollziehen – und sind auch noch stolz darauf. Ist das Elend in der Welt dadurch zurück gedrängt worden? Das Gegenteil ist der Fall.

        Der angestrebte Unterstützungsfond für klimageschädigte Entwicklungsländer ist m.E. ein Schuldeingeständnis und eine Gewissensberuhigung zugleich. Mehr aber auch nicht.

      5. @Bernd de Lamboy: ihre Aussage „Alle sollen gezwungen nur noch mit dem Fahrrad zu fahren.“ verstehe ich nicht. Können Sie das bitte erläutern.

    4. Auch wenn mir die Polemik und wiederkehrende sachinhaltslose Kritik einiger Kommentare vorwiegend aus dem CDU- und FDP-Lager hier ganz mächtig aufstößt, möchte ich zumindest versuchen auf das Thema „ältere Mitmenschen“ einzugehen, welches Ihnen Herr Kickuth als Mitglied der Seniorenunion so am Herzen liegt.

      Es ist richtig, dass es mobil eingeschränkte Personen gibt – im Übrigen in allen Altersklassen – für die Mobilität mit einem normalen Fahrrad – es gibt auch geeignete Dreiräder – nicht möglich erscheint.

      Einige davon sind daher u.U. tatsächlich aufs Auto angewiesen. Viele andere suchen aber in der Nutzung des ÖPNV oder auch als Fußgänger*in und/oder mit entsprechenden Hilfsmitteln wie Rollator oder auch Rollstuhl eine alternative Option für die Nahmobilität. Weitere Mitbürger möchten auch als Senior*in gerne mit dem Fahrrad fahren, vermissen aber geeignete und vor allem sichere (Rad-) Wege. Sie wollen nicht gezwungen sein, dass KFZ nehmen zu müssen, sondern freuen sich über eine Wahlfreiheit. Diese aber kann nur durch eine Flächengerechtigkeit im Angebot der verschiedenen Verkehrsarten erlangt werden.

      Für Schildgen wurde daher nun auf Vorschlag der Radverbände und per Änderungsantrag der Fraktion „BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN“ einstimmig von allen Fraktionen beschlossen, dass Schildgen bis 2024 zwischen Schlebuscher und Leverkusener Str. bergauf einen neuen, ausreichend breiten und barrierefreien gemeinsamen Geh- und Radweg bekommen soll. Dabei sind neben der technischen Machbarkeit auch die finanzielle Förderfähigkeit (80%) durch Landesmittel Voraussetzungen. Hier wurde ein klarer Kompromiss gefunden.

      Ich hoffe, ich kann Ihnen unter einer differenzierten Sichtweise zumindest an diesem Beispiel Ihre Bedenken nehmen. Die Stadtverwaltung und auch die Politik berücksichtigt neben vielen anderen Interessengruppen, die sie gleichermaßen zu vertreten haben, auch die älteren Mitmenschen.

      1. Herr Funcke, Sie also absoluter Fahrrad-Ideologe ( hier muss ich einfach das böse Wort benutzen) sprechen hier davon, dass es älteren Menschen NICHT MÖGLICH ERSCHEINT ein Fahrrad zu nutzen ! Wissen Sie eigentlich was Sie hier sagen? Ich wünsche Ihnen nicht, dass Sie im Alter zwar immer noch gerne Fahrrad fahren wollen, wie Sie ja selbst sagen, aber sie können es einfach aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr. Und noch etwas: wer nicht sicher ist auf einem Fahrrad, sollte überhaupt nicht am öffentlichen Strassenverkehr teilnehmen und damit auch die anderen Verkehrsteilnehmer nicht Gefahr bringen.
        Sie sprechen auch von Gleichberechtigung unter den Verkehrsteilnehmern, ja , aber die Verhältnismäßigkeit der Verkehrsteilnehmer spielt da auch eine Rolle. Auf allen vorhandenen Fahrradwegen und Streifen kann man nur einen Bruchteil aller Verkehrsteilnehmer sehen. Auf geschätzt 100 PKWs kommt vielleicht 1 Radfahrer. Auf der Laurentiusstrasse zählen Anlieger ca 70 Radfahrer pro Tag, aber dafür müssen ungezählte PKWs einen riesigen Umweg durch die Stadt nehmen, sehr Umweltfreundlich ist das nicht.
        Zum Thema Schildgen ist noch nichts entschieden. Einen Kompromiss hat man zwar vorgeschlagen- aber nur für den Teil zwischen der Leverkusener und Schlebuscher Strasse, für den Hauptdurchgangsverkehr zwischen Kempener- und Leverkusener Strasse ist noch nichts entschieden.
        Auch in diesem Bereich wird ausschliesslich für die, ganz vereinzelt festzustellenden Radfahrer geplant. Ältere oder körperbehinderte Mitmenschen, die nur noch mit dem PKW einkaufen können, bleiben dann eben zuhause, oder fahren mit dem Taxi!?
        Zu Ihrem letzten Satz: Die aktuelle Ampel berücksichtig ganz entgegen ihrer Aussage, nur die rot-grüne Politik der Umerziehung, weg vom PKW etc.

  5. @Redaktion Herr Watzlawek , aufgrund der hier unter den diversen Pseudonymen geschriebenen Einlassungen zu allen Themen, die ja durchaus informativ und auch schlau sein mögen, hätte ich den Wunsch, die richtigen Namen zu erfahren. Es ist nicht richtig, das hier Vorwürfe und Anschuldigungen gegen Diskutanten erhoben werden, die nicht zu feige sind ihren Namen zu nennen.

    Es ist in jeder Diskussionsrunde üblich und auch richtig, dass man sich zuerst vorstellt, bevor man redet. Der Hinweis, das Ihnen, als Redakteur alle Namen und e mail Adressen vorliegen ist mir in der hier aktuell vorliegenden hitzigen, aber durchaus sehr notwendigen Diskussion nicht ausreichend.Wer etwas zu sagen hat, soll das offen sagen, nicht aus einem anonymen Hinterhalt.

    Das o.g. bezieht sich auf die gesamten Diskussionen, nicht nur auf dieses Laurentius – FDP – …. Thema
    In der Gesamtübersicht zu allen Themen gibt es R.L. s, Bensberg, etc. die anonym ihre Meinung posten, das ist m.E. feige.

    1. Sehr geehrter Herr de Lamboy, wir teilen Ihr Meinung über anonym oder unter Pseudonym abgegebene Kommentare. Wir legen aber gleichzeitig Wert auf eine möglichst freie Meinungsplattform und wissen, dass sich viele Menschen, ihren Namen im Internet zu hinterlassen.

      Daher bestehen wir zwar nicht auf die Klarnamen-Pflicht, legen aber an anonyme Kommentare schärfere Kriterien an, was zum Beispiel persönliche Angriffe oder unbelegte Tatsachenbehauptungen angeht.

  6. Was heißt denn „eine vernünftige Verkehrspolitik“? Etwa die stufenlose Weiterentwicklung des PKW-Verkehrs? Mir fehlen tatsächlich in den Ausführungen des Herr Krell, wie er das unter Berücksichtigung von Klimakrise, Bevölkerungsentwicklung und den Lebensbedürfnissen der nachfolgenden Generation hinbekommen will. Wenn man das alles ausklammert, kommt man dem Wunschdenken der FDP allerdings schon sehr nahe.

  7. Es hat etwas Erheiterndes, wenn die FDP anderen Parteien ideologie-geprägte Politik vorwirft. Ich denke dann z. B. ihren Kampf für niedrige Parkgebühren, an ihre Haltung zum Tempolimit von 30 km/h in unserer Gemeinde, ganz zu schweigen von der Verweigerung der Forderung (auch aus Klimaschutzgründen) von Tempo 100 auf Autobahnen. Eine Partei ist aus der Zeit gefallen. 4,99% bei der nächsten Wahl sind doch auch ganz schön.

  8. 1000 neue Einwohner bedeuten 578 neue Autos. Das ist ein typischer Fall eines sog. sein-sollen Trugschlusses.

  9. Ich bin sehr gespannt auf die „ideologiefreie und bürgerorientierte Kommunalpolitik, insbesondere bei allen Fragen der Verkehrsführung“, die die FDP in Zukunft mit ihren 5 % machen wird.

      1. Gewiss ist Autoverkehr hier und da störend aber, die Automobil Industrie ist auch eine der Schlüsselindustrien der wir den wirtschaftlichen Aufschwung der letzten Jahrzehnten zu verdanken haben.