Infostand des Seniorenbüros auf dem Wochenmarkt

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Zwei Mitarbeitende des städtischen Seniorenbüros gehen in den Ruhestand. Ein Teil ihrer Aufgaben war vom Kreis übernommen werden – dennoch muss das Büro seine Präsenz ein Stück weit zurückfahren. Eine Entwicklung, die offenbar über das Seniorenbüro hinausgehen wird.

Auf dem Papier wird das Seniorenbüro der Stadt Bergisch Gladbach zum Jahresende halbiert: Mit Alexander Grothe und Martina Odenthal gehen zwei lang gediente Beschäftigte in den Ruhestand. Fachbereichsleiterin Sabine Hellwig hatte bereits im Sozialausschuss mitgeteilt, dass nur eine Stelle intern neu ausgeschrieben werden soll. Die zweite falle aber weg – weil die Pflegeberatung inzwischen wieder vom Kreis übernommen worden war.

Jetzt gibt die Stadt bekannt, dass diese Veränderung unmittelbar zur Einschränkung der offenen Sprechstunden führt. Sie fallen ab sofort freitags aus, und ab Mitte Dezember voraussichtlich auch montags. Dennoch gehe der Service weiter: mittwochs und donnerstags stehen die verbliebenen Beraterinnen für Fragen und Anliegen der Senioren von 9 bis 12 Uhr zur Verfügung.

Verwaltung „neu orientieren und anpassen“

Auch in Zukunft soll die offene Sprechstunde erhalten bleiben, betont Hellwig. Allerdings schränkt sie ein: „Im Rahmen der Möglichkeiten“. Sie lobt die „starke Serviceorientierung des Seniorenbüros“. Odenthal und Grothe spricht sie ihren „herzlichsten Dank aus für die gute Arbeit, die sie lange Jahre geleistet haben.“

Hellwig weist zudem auf den übergeordneten Charakter dieser Entscheidung hin: „Aufgrund der zahlreichen Krisen und Veränderungen in der Gesellschaft werden auch einige Bereiche der Verwaltung sich neu orientieren und anpassen. Bei solchen Überlegungen kann das Seniorenbüro nicht außen vor bleiben.“


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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Seniorenbüro, Jugendamt, Feuerwehr, Abfallwirtschaftsbetriebe… Nicht nur dass die Städte für mehr Personal einfach kein Geld mehr haben, nein, wir werden zukünftig auch kein Personal mehr finden. Diese Entwicklung ist, mit Blick auf die Alterspyramide in Deutschland, seit mehr als 50 Jahren bekannt. Wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den verdienten Ruhestand gehen, wird die ganze Thematik weiter eskalieren. Wir werden uns auf Personalmangel, auf allen Ebenen, einstellen müssen. Dinge werden nicht mehr wie gewohnt funktionieren. Da dürfen wir uns nichts vormachen. Eine entlastende Digitalisierung steckt, nicht nur bei der Stadtverwaltung, noch in den Kinderschuhen. Warteschlangen, schleppende oder gar keine Bearbeitung, überforderte Ansprechpartner, etc. werden in Deutschland ein Normalzustand werden. Auch in der freien Wirtschaft: „Kasse 2“ wird im Supermarkt nicht mehr geöffnet werden können. Und der Paketbote kommt dann auch nicht mehr. Denn auch hier gibt es zukünftig kein Personal mehr. Bitte nehmen sie sich die Zeit und schauen sich die Alterspyramide in aller Ruhe an. https://www.bib.bund.de/DE/Fakten/Bevoelkerungsentwicklung/Altersstrukturen.html

    1. Wenn die soziale Hängematte zu gemütlich ist…
      Ein komplett aus dem Ruder laufender Sozialstaat und Verwaltungsapparat wird irgendwann zusammenbrechen.
      Die Alterspyramide wäre kein Problem. Man müsste 10-20 Jahre überstehen. Leider ist aktuell der Geburtenstarke Jahrgang in seiner Hochphase der Beitragszahlungen und das Sozialsystem bereits an seinen Grenzen. Überschreiten die Jahrgänge nun das Rentenalter, werden wir uns noch die Augen reiben, was dann passiert.