Foto: Thomas Merkenich / Archiv

Der ehrgeizige Plan der Demontage-Firma, die riesige PM 3 auf dem Zanders-Areal noch vor Weihnachten abzubauen, zu verpacken und auf den Weg in die Türkei zu schicken, hat nicht funktioniert – eine Verlängerung ins neue Jahr hinein ist erforderlich. Darüber hinaus stehen bis zur geplanten kompletten Räumung des Geländes Ende April komplizierte Abrissarbeiten an.

Anhaltende logistische Schwierigkeiten verzögern den Abbau der Papiermaschine PM 3 auf dem Zanders-Gelände, teilt die Stadtverwaltung mit. Es stehen einfach nicht ausreichend Schwerlastwagen zur Verfügung, um die Einzelteile bis zum Bahnhof Eifeltor in Köln zu bringen, von wo aus sie in die Türkei transportiert werden.

Die an den Arbeiten beteiligten Unternehmen hätten der Projektgruppe Zanders-Areal mitgeteilt, dass der ursprünglich angesetzte 17. Dezember 2022 nicht einzuhalten sei. Nach jetzigem Stand werde die letzte der insgesamt rund 450 LKW-Ladungen das Gelände Ende Januar verlassen.

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Wie ein Koloss klein gemacht wird

5500 Tonnen ist die Papiermaschine PM 3 von Zanders schwer, 200 Meter lang, acht Meter hoch. Das heißt, sie war es. Ein Besuch vor Ort zeigt, dass der Koloss in den letzten drei Monaten in seine Einzelteile zerlegt wurde, ein großer Teil ist bereits auf dem Weg in die Türkei. Bis zum 17. Dezember soll das Herzstück der ehemaligen Papierfabrik Zanders ganz aus Bergisch Gladbach verschwinden.

Nachdem in der geleerten Halle weitere Sicherungsmaßnahmen durchgeführt wurden, werde die Halle voraussichtlich im Laufe des ersten Quartals 2023 an die Stadt übergeben, heißt es jetzt.

Wir hatten die Abbauarbeiten im November beobachten können; Fotos dürfen nach Vorgabe des Insolvenzverwalters und des neuen Eigentümers der Papiermaschine aber erst nach dem Abschluss der Demontage veröffentlicht werden. Für knapp fünf Millionen Euro war die gigantische Maschine verkauft worden, in der Türkei soll sie wieder Papier produzieren.

Gelände soll bis zum 30.4. komplett geräumt sein – eigentlich

Der ursprüngliche Zeitplan, den die Stadt mit dem Insolvenzverwalter vereinbart hatte, sah zunächst eine Räumung des gesamten Geländes bis Ende November 2022 vor, allerdings mit zwei Verlängerungsoptionen. Beide Optionen hat Marc d’Avoine inzwischen gezogen. Offiziell soll das geräumte sowie gesäuberte Areal nun bis zum 30.4.2023 übergeben werden.

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Allerdings müssen dafür die sogenannte „Farbküche“, ein Teil der Kläranlage und ein Teil des Kraftwerk abgerissen werden. Dabei handele es sich um besonders schwierige Vorhaben, erläutert das Zanders-Projektteam in einer Vorlage für den Zanders-Ausschuss, „da hier teilweise mit chemischen Stoffen umzugehen ist oder aufgrund von angrenzendem denkmalgeschützten Bereichen sehr kleinteilige Absprachen erfolgen müssen“.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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