Knapp 100 Seniorinnen und Senioren haben sich vor Beginn der Ratssitzung vor dem Bergischen Löwen versammelt, um lautstark gegen die Kürzung von städtischen Mitteln im Seniorenbereich zu protestieren, zuvor hatten sie 1600 Unterschriften gesammelt. Mit Erfolg.

Der Protest richtete sich vor allem gegen einen Passus im sogenannten Haushaltssicherungskonzept, mit dem die Stadtverwaltung den städtischen Haushalt retten will – und langfristig die Schließung einer der fünf Seniorenbegegnungsstätten der Stadt vorsah. Angesichts der stetig wachsenden Gruppen der in der Regel höchst aktiven Seniorinnen in der Stadt vielleicht kein kluger Gedanke.

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Das hatten auch Grüne und SPD erkannt und bereits zuvor einen Änderungsantrag eingebracht, der als einen von vier Punkten auch den Erhalt aller Seniorenbegegnungsstätten beinhaltete. Dem hatte sich schon im Finanzausschuss auch die CDU angeschlossen – und damit war dieser Vorschlag vom Tisch.

Foto: Karl-J. Gramann

Dennoch liefen die Senior:innen zur Ratssitzung, bei der am Dienstag endgültig über den Haushalt 2023 entschieden wurde, noch einmal auf. Um auch im Gespräch mit Bürgermeister Frank Stein deutlich zu machen, dass sie sich als kräftige Interessenvertretung finanziellen Kürzungen im Seniorenbereich entgegenstellen werden.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Wie finden Sie meine Überlegung: wenn die Senioren (zu denen auch ich gehöre), die, wie auf den Bildern zu erkennen, nicht so aussehen, als ob sie am Hungertuch leiden würden, auch einen Mitgliedsbeitrag leisten würden für ihre ausgewählte Begegnungsstätte, wie es Eltern für ihre Kinder, die man in Vereinen anmeldet, auch müssen?
    Für diejenigen, die wenig zum Leben haben: Beitragsfrei!

  2. Ich bin froh und ein bisschen Stolzbdas sich die Senioren und Seniorinnen zusammentun
    Sie haben ein Recht auf Begegnungsstätten.
    Sie haben ein Recht auf eine Analoge Bearbeitung ihrer Angelegenheiten bei Behörden. Z.b. Bürgerbüro, Finanzamt….
    Sie haben ein Recht auf Barrierefreiheit

    Finde Ich toll und Mutig. Älteren Menschen wird das Leben oft schwer gemacht.
    Und sie haben es oft schwer.Und ja ich habe natürlich auch Unterschrieben und das obwohl ich in meinen zwanzigern Bin

    Der Finanzhaushalt sollte nie an Sozialen Dingen sparen und an der Sicherheit.

    1. Hallo Herr Flosbach,
      ich stelle Ihnen nochmal die Frage, was Sie beruflich machen. Wir können natürlich alles über den Staat (also die Allgemeinheit) regeln und finanzieren lassen. Aber irgendwer muss es auch bezahlen über Steuern und Abgaben. Welchen Beitrag leisten Sie dazu und sind Sie bereit höhere Steuern zu zahlen?