Die ehemalige Pferdewiese ist bei starken Regenfällen häufig überschwemmt, der Grundwasserspiegel ist hoch. Foto: Thomas Merkenich

Nach den Grünen und der FWG hat auch die Fraktion der SPD entschieden, gegen eine Fortführung des Bebauungsplan-Verfahren Alte Marktstraße zu stimmen. Damit besteht für die Investoren kaum noch eine Chance, ihr Bauprojekt „Benesfeld“ mit 20 Einfamilienhäusern, einem Mehrfamilienhaus und einer Kita auf der ehemaligen Pferdewiese in Refrath zu realisieren.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Waldschmidt. Foto: Thomas Merkenich

Die SPD-Fraktion ist in ihrer Sitzung am Montagabend nach ausführlicher Debatte der Empfehlung der Stadtverwaltung gefolgt und hat für die Beendigung des Bebauungsplan-Verfahrens Alte Marktstraße in Refrath gestimmt. Das teilte der Fraktionsvorsitzende Klaus Waldschmidt am Dienstag auf Anfrage des Bürgerportals mit.

Seine Fraktion bedauere „außerordentlich, nach sorgfältiger Abwägung und unter Berücksichtigung der Fakten nicht für eine Fortführung des Verfahrens stimmen zu können, insbesondere da der vorhabenbezogene B-Plan die Errichtung von 8 Wohnungen im geförderten Wohnbau sowie einer Kita vorsieht“. Darüber hinaus waren 20 Einfamilienhäuser geplant.

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Drei Optionen für die Alte Marktstraße

Auf den ersten Blick erscheint die neue Beschlussvorlage aus dem Dezernat von Ragnar Migenda zur Bebauung der Pferdeweise am Alten Marktweg offen: drei Varianten lassen der Politik die Wahl. Allerdings gibt die Verwaltung eine klare Empfehlung ab – und warnt vor ernsten Konsequenzen, sollte sich die Politik anders entscheiden.

Bei den angeführten Fakten bezieht sich Waldschmidt auf die vom Investor WvM /WFM vorgelegten und von der Stadtverwaltung bewerteten hydraulischen Gutachten – die „erhebliche Risiken“ aufzeigten, vor allem bei der Ableitung von Starkregen. Selbst wenn ein rechnerische Nachweis der Starkregenableitung zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Wohngebietes gelinge müsse man auf Dauer mit Änderungen der Geländeoberfläche durch die Nutzung, Pflanzenwachstum und andere Faktoren rechnen, erläutert Waldschmidt.

So hatte auch die Stadtverwaltung argumentiert, auf ein Haftungsrisiko für die Stadt hingewiesen und mit Nachdruck dafür plädiert, das arbeitsintensive B-Plan-Verfahren nun ohne weitere Prüfungen zu beenden.

Grüne und FWG hatten bereits zuvor ihre Ablehnung des Bauprojektes bekräftigt, gemeinsam mit der SPD verfügen sie über eine knappe Mehrheit im Stadtrat.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. So so, die Verwaltung droht mit Konsequenzen.
    Das ist doch ganz eindeutig eine Erpressung !
    Da hoffe ich doch, das WvM gute Juristen diese unglaubliche Ablehnung untersuchen lässt.
    Zukünftig werden sich Investoren sehr zurückhalten mit dem bauen von bezahlbarem Wohnraum und jegl. Engagement auf dem Bausektor.