Schon 2019 hatten Klimafreunde und Fridays for Future auf dem Marktplatz mobilisiert. Foto: Klaus Hansen

Auf große Zustimmung ist die Veröffentlichung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Bergisch Gladbach beim Klimafreunde Rhein-Berg e.V. gestoßen. Begründung, Recherche, Datenerhebung, Analyse und Maßnahmen seien zielführend und hilfreich im Kampf um die Klimarettung. Allerdings würden sich die Klimafreunde mehr Tempo wünschen.

Auf 250 Seiten wird in den zwei Bänden des Klimaschutzkonzeptes detailliert und höchst kompetent ein großes Spektrum an Zustandsbeschreibungen, Notwendigkeiten und Handlungsfeldern inklusive Klimaanpassung geboten, die zudem in zwei zusammenfassenden Kapiteln auf den Punkt gebracht werden.

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Die Ergebnisse aus der im Vorjahr erfolgten Bürgerbeteiligung in Form von Workshops sind eingeflossen, so die dringende Forderung nach klimagerechter Stadtentwicklung, Umbau der Mobilität und Installation weiterer Photovoltaik auf städtischen Liegenschaften, um die Klimaziele 2030 und 2045 zu erreichen, wobei die von den Klimafreunden initiierte BürgerEnergie Bergisch Gladbach eG ein wesentlicher Baustein ist. Eine sehr wichtige kommunale Aufgabe wird dabei die Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung sein, wozu es im Klimaschutzkonzept ebenfalls deutliche Aussagen gibt.

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Mit dem Entwurf für das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Bergisch liefern die Klimaschutzmanagerinnen eine gründliche Bestandsaufnahme, spüren Verbesserungspotenziale auf, entwickeln eine Strategie und listen jede Menge konkreter Maßnahmen auf. Jetzt geht der Entwurf in die Beratung der Ausschüsse – wir haben schon einmal einen Blick hinein geworfen. Dabei fällt auf: den größten Teil der Einsparungen müssen die privaten Haushalte liefern.

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Am 5.9.2023 soll das Klimaschutzkonzept dem Rat der Stadt Bergisch Gladbach zur Verabschiedung vorgelegt werden. Der Klimafreunde Rhein-Berg e.V. würde die Verabschiedung ohne Abstriche begrüßen, damit die im Konzept vorgesehenen Maßnahmen zügig durchgeführt werden können.

Mehr noch: Die Klimafreunde plädieren dafür noch einen Zahn zuzulegen und die notwendigen Maßnahmen besser so früh wie möglich umzusetzen, anstatt so spät wie gerade noch gesetzlich zulässig. Die Klimaneutralität bis 2030 -spätestens 2035- zu erreichen, ist ein erstrebenswertes und durchaus nicht unrealistisches Ziel.

Die „Klimafreunde Rhein-Berg“, 2019 als Bürgerinitiative ins Leben gerufen, sind seit 2021 ein gemeinnütziger Verein. Gemäß dem Grundsatz „Global denken – lokal handeln“ wollen die Mitglieder vor Ort möglichst viele Menschen für das drängende Thema Klimaschutz sensibilisieren und fürs...

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  1. Jede Maßnahme, die jetzt durchgeführt wird, braucht später nicht mit wesentlich höheren Kosten bezahlt werden. Mir geht es auch nicht schnell genug. Aber ich merke, daß immer mehr Menschen das einsehen und zunehmend ihr Verhalten (Konsum, Urlaub, Mobilität) ändern. Und nun schafft Politik und Verwaltung die richtigen Rshmenbedingungen. Das macht Mut.

  2. Danke für den Zuspruch!
    Nach den ersten orakelhaften Aussagen des CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Metten hier im Bürgerportal, dass das Kimaschutzkonzept zum Millionengrab für die Stadt werden könne und der ablehnenden Haltung der FWG (können wir uns finanziell nicht leisten), befürchte ich, dass es selbst für dieses Minimalkonzept knapp werden könnte oder aber das Konzept erhebliche Streichungen erfährt.
    Die Beratung im Hauptausschuss im Rathaus Bensberg am 30.8. um 17h wird interessant werden. Kommen Sie zahlreich vorbei!

    Vorher lade ich alle Bürger*innen, die sich tiefergehend mit dem Integrierten Klimaschutzkonzept beschäftigen wollen ein, unsere Informationsveranstaltung am nächsten Dienstag den 15.8. um 19h in der FHDW zu besuchen.

    Alternativ kann natürlich auch jede*r die 268 Seiten des Konzepts lesen und sich eine eigene Meinung bilden.

    Klar ist eins, unsere Stadt muss Verantwortung übernehmen und aufzeigen wie wir machbar bis 2045 klimaneutral werden wollen!