Kinderschminken zum Jubiläumsfest - natürlich im Angebot: das Dreckspatz-Maskottchen. Fotos: privat

Die Schildgener Kita Dreckspatz hat ihr 30-jähriges Jubiläum mit einem großen Fest gefeiert. Unsere Reporterin hat selbst ein Kind in der Kita – und war beeindruckt, wie viele ehemalige Eltern und Kinder dem Dreckspatz noch immer verbunden sind.

Erst jetzt habe ich das Motto unserer Kita so richtig verstanden: „Einmal Dreckspatz, immer Dreckspatz“. 570 Menschen waren zu dem Fest im Schildgener Bürgerzentrum gekommen, das die Kita zu ihrem 30-jährigen Jubiläum veranstaltete. 570 Menschen oder 165 Familien – davon 45, deren Kinder aktuell in der Kita sind. Und 120, die mit dem Dreckspatz eigentlich gar nichts mehr zu tun haben.

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Ich habe gesehen, wie ein etwa achtjähriges Mädchen seiner ehemaligen Erzieherin um den Hals fiel. Ich habe beobachtet, wie ein Teenager beinahe im Erdboden versank, als er sich selbst auf die Wand projiziert sah, viele Jahre zuvor, auf einer Ferienfahrt der Kita.

Und ich habe ehemalige Dreckspatzen entdeckt, die zukünftige Dreckspatzen beim noch unsicheren Laufen (und Fallen) über die Wiese vor dem Bürgerzentrum begleiteten (der Abenteuergeist passt schon mal!).

Dass der Dreckspatz etwas Besonderes ist, darüber habe ich schon einmal an anderer Stelle geschrieben. Und das war auch auf diesem Fest deutlich zu spüren.

Viele Eltern halfen mit, vom Aufbau über die Getränketheke bis hin zur Aufsicht an der Hüpfburg. Das Kita-Team sowieso – hier war einmal mehr wahrzunehmen, wie viel Herzblut jede und jeder Einzelne in den Dreckspatz steckt. Allein die Organisation dieses Riesen-Events muss ein Wahnsinns-Aufwand gewesen sein. Und trotzdem waren alle vor Ort, alle gut gelaunt.

Jessica Häseler

„Ich bin total begeistert“, sagte Leiterin Jessica Häseler, „es ist ein grandioses Fest! Die Stimmung ist unfassbar schön.“ Gerade für die ehemaligen Eltern sei es großartig, sich, teilweise nach vielen Jahren, wiederzusehen. Und selbst Kinder, die in der Kita befreundet gewesen waren, sich in der Zwischenzeit aber aus den Augen verloren hätten, seien auf dem Fest ganz schnell wieder zusammen unterwegs gewesen.

Ein besonderer Moment war es, als so viele Menschen zusammen das Dreckspatz-Lied anstimmten. Da entdeckte ich bei dem ein oder anderen ein Tränchen in den Augen – auch bei Jessica Häseler.

Nach ungefähr 43 Runden auf der Hüpfburg (ich war beeindruckt, wie diszipliniert die Kinder nach jeder Runde die Burg verließen und geduldig wie die Spatzen, äh, Hühner auf der Stange auf der Bierbank warteten, bis sie wieder dran waren), ein paar ruhigen Minuten beim Ausmalen des Dreckspatz-Maskottchens, etlichen gerannten Runden durchs Bürgerzentrum, einer großen Portion Pommes (von Curry im Thal) und ein paar Kugeln Eis (vom Eiscafé Pol) ging ein wunderbarer Tag für uns zu Ende.

Jetzt haben wir auch ein Dreckspatz-Bild zu Hause hängen. So viel Zeit musste noch sein, als wir kurz vor der Schlafenszeit ankamen. Denn: Einmal Dreckspatz, immer Dreckspatz.

ist freie Reporterin des Bürgerportals. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg. Nach einem Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro glücklich zurück in Schildgen.

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