Ab Montag wird auch im Bereich vor der Schlosstreppe und vor der Schlossgalerie gearbeitet. Foto (Archiv): Thomas Merkenich

Ab Januar steht der Umbau des zentralen Bereichs der Bensberger Einkaufsstraße an, vom Emilienbrunnen bis zum Wendehammer. Geplant in Abschnitten und mit einer halbseitigen Sperrung. Doch jetzt kommt die Stadt mit einem neuen Vorschlag: Um Tempo zu gewinnen soll die Schlossstraße für Autos komplett gesperrt werden, für acht Monate. Die Händlerschaft reagiert entsetzt, nicht wenige sehen ihre Existenz bedroht. Sie haben viele Fragen – und einen anderen Vorschlag.

Zu einer „Information- und Austauschveranstaltung“ über den Bauverlauf hatte der Beigeordnete Harald Flügge die Eigentümer:innen und Händler:innen der Schlossstraße ins Rathaus eingeladen. Rund 50 von ihnen kamen, mit Vorahnungen. Die sich am Mittwochabend schnell bewahrheiteten und zu einer Stimmung zwischen Ungläubigkeit, Wut und Fatalismus führten.

Es gebe, so Flügge, einen neuen Vorschlag: In der nächsten Bauphase ab Januar soll die Schlossstraße zwischen Emilienbrunnen und Wendehammer für den Verkehr gesperrt werden. Alles weitere könne man jetzt an vier Thementischen in Ruhe besprechen.

Womit der Saal gar nicht einverstanden war. Welche Gründe es gebe, die bisherige Planung so kurzfristig über den Haufen zu werfen müsse in großer Runde geklärt werden.

Was sei aus der alten Zusage geworden, dass die Schlossstraße während der Bauarbeiten immer durchgängig befahrbar bleibe, bringt es Olaf Schmiedt, Vorstand der Bensberger Bank, auf den Punkt.

Es gehe um mehr als 40 Geschäfte. Wie sollen die beliefert werden, wie sollen die (oft betagten) Kundinnen und Kunden zu ihnen kommen, fragt ein Geschäftsinhaber. Wenn das so laufe wie im ersten Bauabschnitt dauere das zwei Jahre, dann seien die meisten Läden tot.

Argumente, Fakten und Details zum neuen Vorschlag

Götz Klose, der das Projekt für das Kölner Büro Club L94 betreut, ergreift das Wort und liefert einige Argumente, Fakten und Details, warum Stadt, Planer und Bauunternehmen den alten Plan umwerfen wollen: Beim ersten Abschnitt habe man gesehen, wie schwierig der Umbau sei, es müsse nun einfach schneller gehen.

Die Lösung dafür sei die komplette Sperrung der Straße, ohne Durchfahrtsverkehr. Denn dann könne man größere Maschinen und mehr Leute einsetzen – und deutlich an Tempo gewinnen. Bis August, so der Plan, könnte der Abschnitt fertig gestellt werden. Und damit vier Monate schneller als bei einer Teilsperrung.

Hintergrund: Ist der erste Abschnitt abgenommen?

Auf diese Frage antwortet Planer Klose direkt: Ja, der Abschnitt Schlossstraße 1 bis 16 sei abgenommen und abgerechnet worden. Allerdings sei ein Mängelprotokoll aufgenommen worden, dass jetzt abgearbeitet werde.

Die Pflasterung der Nikolausstraße soll bis Weihnachten fertig sein, dann könne der Unterbau abhärten und die Straße Anfang Januar für den Betrieb frei gegeben werden.

Im Detail würde das wie folgt aussehen: Anfang Januar wird die Schlossstraße oben am Emilienbrunnen und unten am Wendehammer abgebunden. Die Gehwege an beiden Seiten bleiben zunächst bestehen, werden aber abgezäumt und die Fahrbahn herausgerissen. Von der einen auf die anderen Straßenseite komme man dann nur noch über drei Querungen, oben, in der Mitte und unten.

Für Einsatzfahrzeuge der Polizei und Feuerwege werde immer eine Schottertrasse freigehalten, die (zu bestimmten Zeiten) auch vom Lieferverkehr genutzt werden könne. An drei Stellen sollen Lieferzonen eingerichtet werden.

Ab Januar werde die alte Straße zurück gebaut, mit großen Maschinen. Im Frühjahr werde dann eine neue Asphaltschicht als Unterbau gelegt und anschließend die Granitsteine verlegt, anders als bisher aber mit zwei Kolonnen.

Wenn die Fahrbahn fertig ist werde der Fußgängerverkehr in kleinen Etappen auf die Fahrbahn umgeleitet und auch die Randstreifen werden Schritt für Schritt umgebaut. Im August könne man dann fertig werden.

Ein Vorschlag, der bei den Händler:innen auf viel Skepsis und vehementen Widerspruch trifft. Und mehr Fragen.

Könne man nicht statt nur von Montag bis Donnerstag auch am Freitag und womöglich am Samstag arbeiten? Geht nicht, so der Bauunternehmer, aus tariflichen Gründen.

Sind Unterbrechungen wie für Radrennen oder den Karnevalszug wirklich nötig? Den Karnevalszug einmal über die Not-Trasse durchzulassen, wäre eigentlich kein Problem, so die Planer. Dennoch die einhellige Meinung der Anwesenden: in diesem Jahr solle man dann doch bitte auf den Karneval auf der Schlossstraße verzichten.

Das Team der Stadtplanung hat während der Veranstaltung Vorschläge, Wünsche und Hinweise gesammelt, wie der Umbau der Schlossstraße noch besser kommunikativ begleitet und die Folgen abgefedert werden können. Häufig genannt werden alternative Parkplätze und eine sehr gute Ausschilderung, Möglichkeiten eine zentralen Anlieferung, aber auch eine finanzielle Entlastung, etwa durch Aussetzung der Gewerbesteuer.

Der dritte Abschnitt

Wenn alles gut laufe und man mit den großen Maschinen rasch vorankomme, soll der verbleibende Abschnitt vom Wendehammer bis runter zur Straße Am Stockbrunnen direkt anschließen, damit man in den drei Monaten bis November möglichst weit komme, erläutern die Planer auf Nachfrage. Nach einer Pause im Advent werde die Baustelle dann in 2025 fertig gestellt.

In dieser Zeit gelte dann das gleiche Spiel: die Straße werde für die Durchfahrt gesperrt, Fahrzeuge können von oben bis zu Baustelle durchfahren, müssten dann aber wenden und im gegenläufigen Verkehr zurückfahren. Dafür werde ein Wendehammer eingerichtet und Schrittgeschwindigkeit verfügt.

Alternativ könne man ab September auch erst einmal ein Pause einlegen und erst in 2025 weitermachen.

„Die Leute kommen nicht mehr rauf zu uns“

Die Vorbehalte im Saal bleiben riesig. In Bensberg, mit der relativ betagten Kundschaft, sei es extrem wichtig, mit dem Auto bis vor den Laden zu kommen, argumentieren mehrere Händler:innen. Schon alleine die Aussicht auf Baustellen und Umleitungen reichten aus: „Die Leute kommen schon jetzt nicht mehr zu uns rauf“, ruft eine Modehändlerin.

Genauso wichtig: Die Anlieferung der Ware, zum Teil mehrmals täglich, zum Teil in großen, schweren Chargen. „Die Lieferanten kommen nicht, wenn sie nicht vor dem Geschäft halten können“, sagt Ulrich Zeuge, Inhaber des Bensberger Weinlädchens. 20 Kartons Wein auf einer Palette, die hole man nicht mal eben mit einer Sackkarre durch die Baustelle ins Geschäft. Für einen Radlader kein Problem, entgegnet der Bauunternehmer – für solche Fälle habe man immer eine Lösung gefunden.

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Dennoch lösen sich die Sorgen nicht auf. Mindestens ein Drittel der Geschäfte werde diese Sperrung nicht überleben, heißt es. Schon jetzt fänden die Vermieter keine Interessenten mehr für frei werdende Ladenlokale. In Troisdorf stünden jetzt, drei Jahre nach einem ähnlichen Umbau, immer noch sehr viele Lokale leer.

Die Alternative – und ein Stimmungsbild

Schritt für Schritt wird die Alternative erkennbar. Könne man nicht den anstehenden Abschnitt in drei Schritte unterteilen, und dann jeweils nur ein Drittel absperren, und zwar halbseitig, fragt Herrenausstatter Werner Stümper.

Klar, das gehe – weil genau das ja der alte Plan gewesen sei, antwortet Planer Klose. Dauert aber eben vier Monate mehr. Mindestens, denn verbindliche Angaben seien schwierig.

Damit liegen zwei Optionen auf dem Tisch. Und nach mehrfachen Forderungen aus dem Publikum fragt die Moderatorin ein Stimmungsbild ab:

Für die alte Variante (Umbau in Etappen, halbseitige Sperrung von jeweils einem Drittel des Bereichs) unter Inkaufnahme einer Verzögerung von vier Monaten sprechen sich 25 der Leute aus, die nach drei Stunden immer noch im Ratssaal sitzen.

Für den neuen Vorschlag (Vollsperrung, rund vier Monate schneller) stimmen zwei der Anwesenden.

Die überwältigende Mehrheit stimmt für den ursprünglichen Plan

Und jetzt?

Die Verwaltung sagt zu, das Stimmungsbild (wie viele weitere Vorschläge zur kommunikativen Begleitung der Baustelle) „mitzunehmen“. Auf die wiederholte Frage, wie es denn nun weitergehe, wer das endgültige Verfahren festlege, wann man davon erfahre, nimmt Stephan Dekker das Mikrofon, als Fachbereichsleiter u.a. für den Straßenbau zuständig.

Er habe verstanden, so Dekker, wie bedrohlich die Lage in der Händlerschaft empfunden werde. Darüber werde die Verwaltung in den nächsten Wochen intern diskutieren. Vielleicht sogar eine weitere Versammlung einberufen. Am Ende aber sei die Stadt der Auftraggeber, daher entscheide am Ende die Stadt.

Hinweis der Redaktion: Umfangreiche Informationen zur Schlossstraße und dem gesamten Integrierten Handlungskonzept Bensberg hält die Stadt auf ihrer Website bereit.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Hallo, ich bin für die erste Variante mit halbseitieger sperre.
    Gestern hätte ich, Gehbehindert, wegen enem EKG, zur Praxis von Dr. Heinz gemußt.
    Da lief ein junger Schnösel herum und ließ den Taxifahrer einfach nicht durch. Er verwies auf ein Schild “Durchfahrt Verboten”. Allerdings hat dieses Verkehrszeichen 2 Zusatzschilder (Keine Wendemöglichkeit und Lieferanten Frei) welche das ersgenannte Schild außer Kraft setzen. Wenn also Lieferanten, trotz Verbotsschild fahren dürfen, warum darf ein Taxifahrer keine Patienten zum Arzt bringen ?

  2. Wenn ich mir die Kommentare ansehe, wird mir bei vielen schlecht. Hier verstecken sich Leute hinter Pseudonymen. Die sollten doch besser schweigen! Wird doch einen Grund für das Pseudonym geben und nicht für die Sache. Dann gibts die Spezialisten, die Köln Innenstadt mit Bergisch Gladbach und dann mit Bensberg Innenstadt gleichsetzen und völlig am Thema vorbei argumentieren!
    Die meisten argumentieren aus rein egoistischen und oder ideologischen Gründen. Die wenigsten versuchen losgelöst von diesen Dingen, ernsthafte und den armen betroffenen Händlern helfende Lösungen vorzuschlagen.
    Die Stadtmitarbeiter zeigen sehr wenig Verständnis für die Händler. Und der Bauunternehmer- was will man von ihm erwarten? Er wird nur seine persönlichen Interessen in Sinn haben. Eine Gabe sich für die Sorgen von Betroffenen einzusetzen und seinem Gewinnstreben sind bei einem Bauunternehmer syntaktisch nicht in einen Zusammenhang zu bringen und sind ihm fremd.
    Ich hoffe endlich mal , dass die Beteiligten Auftraggeber die Sachlage richtig einschätzen und eine Lösung im Sinne der Händler finden!

    1. Warum sollte der Bauunternehmer die Sorgen der Betroffenen im Blick haben?
      Das ist Aufgabe des Bauherren, in diesem Fall die Stadt oder die Planungsfirma.

      Der Bauunternehmer macht Vorschläge, die Entscheidung über Teil- oder Vollsperrung kann dann nur die Stadt tätigen.

    2. „Die meisten argumentieren aus rein egoistischen und oder ideologischen Gründen.“ – Um diesem Vorwurf zu entgehen, bringen Sie vorsichtshalber gleich gar kein Argument.

  3. Folgende weitergehende Information ist dem heutigen Artikel des KStA zu entnehmen und erzeugt auch bei mir ziemliches Unverständnis und die Annahme einer rein “beißreflexartigen” Reaktion des Einzelhandels, wie er so mancher Orten üblich und weit verbreitet scheint.

    ” „Ich finde es schade, dass die Vorteile der Vollsperrung so untergegangen sind.“ Dekker führt an, dass bei einer Vollsperrung der Straße die Bürgersteige auf beiden Seiten erhalten werden könnten. Und – das ist wohl das Hauptargument: Auch bei nur halbseitiger Sperrung der Straße würden alle Parkplätze im Bereich der Baustelle wegfallen. „Welchen Vorteil vorbeifahrende Autos für die Geschäfte haben, leuchtet mir nicht ein.“ “

  4. Also ich kann die einzelnen Händler verstehen und ihre Gründe nachvollziehen.
    Aber für mich als Kunde ist die Schlossstraße schon immer ein graus gewesen. Nie kann ich mich als Fußgänger mit meinen Kindern frei bewegen. Ständig die z.T. schnellen Autos im Hinterkopf. Für mich ist diese Innenstadt NULL atraktiv. Nie im Leben würde ich mich dort irgend wo hinsetzten und Mittag oder Kaffee genießen. Wenn ich in die Stadt möchte, parke ich immer im Parkhaus und gehe zu Fuß. Allerdings sollten die Öffnungszeiten des neuen Parkhauses einmal überdacht werden.
    Da ich selber in der Baubranche tätig bin, kann ich die Baufirma gut verstehen. Eine Vollsperrung ist viel Effektiver und es kann schneller gebaut werden. Wenn dort Durchgangsverkehr stattfindet, musst man ständig gucken, damit immer alles gesichert ist und du hast unsägliche Diskussionen mit Falschparkern und Zulieferfahrzeuge. Wer es nicht glaubt, kann gerne einmal einen Tag auf so einer Baustelle live miterleben. Da erlebt man Dinge… .

  5. Ehrlich, die armen Händler, die darauf angewiesen sind, dass die Kundschaft bis vors Geschäft fahren kann … deshalb ist in Gladbach vermutlich auch die Hauptstraße restlos ausgestorben und in Köln Schildergasse, Hohe Straße und Severinstraße. Da darf auch niemand vor den Läden parken, also treibt es alle in die Pleite? Im Gegenteil.

    1. Hallo Drucker,
      genau den Gedanken hatte ich auch. Ich bin beruflich fast täglich in der Bergisch Gladbacher Innenstadt und Fußgängerzone unterwegs. Immer gut besucht und frequentiert. Vormittags ist die Befahrung zur Anlieferung erlaubt, ab Mittag füllen sich die Geschäfte und Cafes/Restaurants. Die Lauf- und damit Kaufkundschaft der großen Warenhausketten (H&M, C&A, P&C, …) und in den Einkaufszentren nimmt zu, der inhaberbetriebene Einzelandel stirbt aus.

      Vielleicht (wohl eher tatsächlich) ändert sich das Konsumverhalten der Menschen und es wird mehr Ware per Lieferdienst direkt in die Haushalte gebracht. Und damit gehen die Einnahmen der Einzelhändler vor Ort zurück.
      Die Händler in Bensberg haben Umsatzrückgänge und erklären diese mit den Umbaumaßnahmen.
      Möglicherweise wird durch die Sperrung der Fußgängerzone in Bensberg der Aufenthalt dort viel schöner und attraktiver und zieht somit neue Kundschaft an.

      1. Ich weiß jetzt nicht, wer hier von Handel wirklich Ahnung hat. Die Bensberger City mit Köln oder der Gladbacher Fußgängerzone zu vergleichen, sehe ich als nicht angemessen. Ich sehe auch nicht, dass der Aufenthalt in einer, wegen Baustelle gesperrten Straße, attraktiver und schöner wird. Es war kaum ein Zahnarztbesuch im KSK-Gebäude möglich, wegen des Baulärms an der Treppe. Unerträglich dort lange zu verweilen. Ja, es bestellen viele online, darum hat es der Stationäre Handel inzwischen unendliche schwer. Um den restlichen Einzelhandel dort endgültig zu vernichten, weiter so!

      2. Gerade die Belastung durch den Baulärm sollte doch dafür sprechen, die Sanierung mit Vollsperrung und damit schneller durchzuziehen.

        Übrigens finde ich schon, dass man die Hauptstraße und die Schlossstraße vergleichen kann – oder worin sollen sie sich wesentlich unterscheiden? Die Kölner Fußgängerzonen sind größer, das stimmt, aber gibt es da mehr als einen quantitativen Unterschied?

      3. Der Hinweis auf die Nichtvergleichbarkeit dient ja immer nur der Abwehr von empirisch basierten Argumenten. Egal ob die Studien in Großstädten oder Kleinstädten, in Deutschland, Holland oder Spanien, durch Befragung der Händler:innen oder durch Untersuchung der Mietpreise für Gewerbeimmobilien – alles ist nie mit dem jeweiligen Ort vergleichbar. Dass am Ende dann trotzdem viele unterschiedliche Studiendesigns zu ähnlichen Ergebnissen kommen wird dann mit dem “Bauchgefühl”, dass es “bei uns” ja ganz anders wäre, abgetan.

  6. Wenn der obere Teil der Schlossstr. für den Autoverkehr gesperrt wird, sollten nach Wiedereröffnung nur noch Behindertenparkplätze und Parkplätze für Lieferdienste eingerichtet werden. Es gibt genügend unausgelastete Parkhäuser in der Umgebung. Diese sollten von dem mobilen Personenkreis aus Rücksichtnahme zugunsten bewegungseingeschränkten, älteren Mitbürgern freigegeben werden. Das wäre dann einmal echte ehrliche Solidarität zwischen den Generationen. Wer aus Bequemlichkeitsgründen als mobiler Kunde einen direkten Parkplatz vor dem Geschäft wünscht sollte besser eine PrimeMitgliedschaft bei Amazon wählen und hierdurch noch einfacher im Wohnzimmer zu Hause ordern.

  7. Das ist Bergisch Gladbach. Eine vieljährige Planung ohne alle Probleme zu erkennen, mitzunehmen und zu lösen.

    Warum die Schlossstraße mit diesen Steinen belegen, warum kein Asphalt, wenn schon Durchgangsverkehr, warum überhaupt Plattenverlegung, wo man doch in GLs City das beste Negativbeispiel hat, warum der Wegfall vieler Parplätze, warum Bäume auf der schattenspendenden Seite fällen und gegenüber neue pflanzen, die zur wärmsten Zeit keinen Schatten spenden, warum erst gestern die Information zu dem Vorhaben, warum den Karnevalszug verlegen – es gibt keine von der polizei, den karnevalsbetreiben Verienen und den Zuschauern akzeptierte Alternative, nur weil das jremand meint, der nun gar keine Ahnung hat – der vor 23 Jahren mühsam auf den Samstag verlegt wurde, warum die Bensberger City wirtschaftlich vollends lahmzulegen, warum die unsägliche Vollsperrung, warum muss es 4 Monate schneller gehen, was man kaum galuben kann, wie hier schon angeklungen?

    Wer hat Nutzen von dem ganzen Unsinn? Der Tiefbauunternehmer, der schon einen neuen, lukrativeren Auftrag hat, den er im Hernst ’24 beginnen muss?

    Es ist zu lange her, dass ich erinnern könnte, ob beim Beginn und Fortdauer der Planung diese Probleme zuende diskutiert wurden. Ich halte alle, die maßgeblich an den Palnungen beteiligt waren, für nicht fähig, solch ein Gewicht zu stemmen.

    Vielen Händlern wird bei Vollsperrung die Möglichkeit zur Fortführung ihres Geschäftes entzogen, wir werden einen Leerstand erreichen, der Bensberg dort oben zur Geisterstadt macht. 8 Monate Vollsperrung wird Bensberg aus allen kaufwilligen Anfahrten aussperren und das weit über diese Zeit hinaus.

    Wie hier teiweise Zustimmung geschrieben wird, treibt einem die Haare zu Berge. “Das Gehirn einschalten” halte ich für eine absolut haltbar Forderung, was aber bereits in der Planung versäumt wurde, Bensberger (leidiges Pseudonym)! Und die Gründe ihrer Zustimmung basiern wohl auf Erlebnissen in einer fremden Welt. Außerdem haben sie von Karneval keine Ahnung, was nicht schlimm ist. Ein Ignorant wie sie sollte sich dann aber verbieten, darüber urteilen zu wollen.

    Ihre Ignoranz gegebüber älteren Menschen wird nur noch übertroffen von dem restlichen Unsinn, den sie absondern, Tomate (leidiges Pseudonym).

    Gezählt sind die Tage tatsächlich, Christian-Andreas, oder wie sie heißen, nur sind sie kaum in der Lage zu sagen, wann das ist. Sicher nicht in 10 Jahren, was ihr Stellungnahme stark relativiert.

    Die Verwaltung, Herr Nüm, hat die Politik oft genug an der Nase durchs Dorf geführt. Ich erinnere nur an den Kampf um den FNP, während dessen die Verwaltung Tatsachen schaffte, die nie im Rat beraten wurden. Man schlug vor, nahm das aber gleichzeitig als vorauseilenden Gehorsam, so es von Beigeordnetem oder Bürgermeiter (Flügge + Urbach damals) iniziiert wurde.

    Prüfer Michael (leidiges Pseudonym), vielleicht sollten sie vor allem prüfen, was sie geschrieben haben, bevor sie es losschicken.

    Ich vermute, N.Kraan, dass sie Grüner:in sind. Dass die Stadt jegliche Förderung für Rad- und ÖPNV-Verkehr vermissen lässt, meinen sie doch nicht wirklich ernst? Leider gibt sich niemand dafür her die Beträge zu nennen, die für völlig unsinnige Fahrradstraßen ausgegeben wurden, von der Planung über Canceln, Beginn der Maßnahme, deren Rücknahme etc., mit Straßenschildern, die es nur in GL gibt, mit 400 m langer und breiter Fahrradstraße, für die es auf einer Seite keine Forstsetzung gibt usw., brauchen sie noch mehr Beispiele? Den ÖPNV hat die Stadt nicht im Griff, kann sie auch nicht, da haben andere das Sagen, falls sie es noch nicht bemerkt haben.

    Ich hoffe mit den Händlern, dass Ihnen eine Vollsperrung erspart bleibt, damit Bensberg nach so langen Jahren und deren weiteren durch Planungen nicht fähiger, sogenannter Fachleute kaputtgelnat wird.

      1. Der Kommentar wirkt echt. Mit “die für völlig unsinnige Fahrradstraßen” kann doch nur die Laurentiusstraße gemeint gewesen sein.

      2. Das stimmt natürlich, da habe ich nicht mehr aufmerksam gelesen. Dann scheint es doch die Person zu sein, die vorgibt, Rolf Havermann zu heißen.

    1. Den Ölpreis in 10 Jahren kann niemand vorhersagen. Die demographische Entwicklung in Deutschland schon eher. Es werden immer mehr Leute zu gebrechlich sein, um sicher Auto zu fahren. Deswegen sind die Vorschläge von Tomate das genaue Gegenteil von Ignoranz.

    2. „Herr Nüm“ – Das war bisher mit Abstand die schönste Stilblüte nach all der leidenschaftlichen Pseudonym-Geißelung.

    3. Oje, hab ich ( und viele andere ) Sie getriggert, Herr Havermann?
      Es ist doch sehr spannend, dass Sie als Autor im Bürgerportal sich hier in der Kommentarsektion so abschätzig über viele ihrer Leser äußern, nur weil sie ein Pseudonym verwenden und Sie sich durch deren Meinungen angegriffen fühlen.
      “Unsinn” ist also, was Ihnen nicht in den Kram passt. Und die leidigen Pseudonyme! Schön, dann würde ich doch vorschlagen Sie führen einen Identitätsnachweis ein und sperren unliebsame Kommentare. :)
      Dann schreib ich aber hier nichts mehr, weil mir Anonymität im Internet und auch sonst wichtig sind. Wir leben schließlich nicht in Nordkorea oder China :)

    4. Hallo Herr Havermann,
      glauben Sie wirklich, dass alle politschen Wünsche (sagen wir eher Forderungen und Arbeitsaufträge) offengelegt werden.

  8. es fängt mit der Erziehung zum Verkehrsverhalten an…
    Und da gibt es in dieser Stadt wohl nur eine Fördermöglcihekti: baldmöglichst den Führerschein vom Kind bezahlen und auto fahren lassen.
    Und das tun die Kinder auch noch im hohen Alter.

    Leider läßt die Stat BG jedlgiche Förderung des Rad- und ÖPNV-Verkehres vermissen.
    Man könnte auch eine Busline durch die Fußgängerzone fahren lassen, statt die Autos. Also eine Ökospur durch Bensberg. Kein Individualverkehr mehr.
    Nur solche Revolutionen müssen kommunziert werden. Beworben werden.
    es ist aber eher so, dass bei dem kleinsten Gedanken einer Änderung der Verhältnisse im Verkehr reflexartig die Autoverfechter aufspringen und sich wehren…
    Eine Lieferspur ohne Zietfenster für die Geschäfte ist schon unabdingbar.
    doch wie manch anderem Bauprojekt setzt sich der Bauunternehmer durch und spannt den Auftraggeber vor seinen Karren.

    1. Es gibt doch den kleinen Stadtbus,
      Stadthüpfer genannt, der vom Busbahnhof hochfährt. Wird dieser denn genutzt?

  9. Zu der Frage ob jetzt eine Komplettsperrung oder die bisherige Variante mit den Teilsperrungen besser ist, da enthalte ich mich.
    Einerseits kann ich die Händler sehr gut verstehen, andererseits zieht sich so die Dauer der Baustelle in die Länge.

    Kritisch anmerken möchte ich aber zwei Sachen zum “fertigen” Abschnitt und den im Umbau befindlichen.
    Ich finde es sehr schade das die Baustelle gefühlt in Zeitlupe vorran kommt.
    Besuche die Baustelle einmal wöchentlich und man sieht meist nur geringe Fortschritte.
    Die Frosttage sind ausgenommen, da hier Arbeiten nicht möglich sind.

    Der Kritik von Irmgard kann man nur zustimmen.
    Bei der Qualität der erledigten Arbeiten ist noch definitiv Luft nach oben.

    Gruß aus Bensberg

  10. Nach längerer Zeit bin ich gestern über die untere Schloßstraße gegangen. Die neu verlegten Gehwegfliesen sind derart schlecht und uneben verlegt, dass es eine Stolperfalle nach der anderen gibt. Eine Bekannte, die etwas Probleme mit dem Sehen hat, konnte ich gerade noch auffangen. Wie soll das erst werden, wenn die Bürgersteige langjährig genutzt und der Witterung ausgesetzt sind. .. Profiarbeit sind anders aus. Und das bei den immens hohe Kosten.
    Irmgard Frankowsky

  11. Was soll eigentlich die Aussage bzgl. Tarif und Arbeitszeit?
    Wenn meine Arbeiter nicht mehr arbeiten dürfen, muss ich mehr Arbeiter einstellen, die dann an anderen Zeiten arbeiten.
    Die Baustelle müsste von Mo-Sa von 7:00 bis 22:00 laufen.

    Unverständlich, dass dies nicht bereits in den Ausschreibungen verlangt wird.
    Aber klar, der wirtschaftliche Schaden schreibt keine Rechnung, da wird nur auf die Kosten der Baumaßnahme geachtet.

    1. Hallo Dr. Alban,
      schonmal davon gehört, dass es in Deutschland einen Fachkräftemangel gibt.

      Und durch anstehende Änderung im Sozialbereich wird sich das mit Sicherheit noch verschlimmern.

  12. Zum einen passt es zum üblichen Vorgehen der Stadt bei solchen Vorhaben, die Betroffenen erst sehr spät einzubeziehen, oft auch zu spät, um am Ende alleine zu entscheiden. Wir werden sehen, ob das gestern eine Alibiveranstaltung war und der vorgestellte Plan de facto schon beschlossen ist und durchgezogen wird. Angesichts des Stimmungsbilds von 25:2 gegen den neuen Vorschlag dürfte es ja ansonsten keine Frage sein, dass dieser Plan verworfen wird – wenn diese Abstimmung denn überhaupt irgendeine Relevanz hat. Wir werden sehen.

    Ansonsten finde ich noch interessant, dass laut dem Bericht die acht Monate Umbauzeit bei Vollsperrung als unverrückbare Tatsache hingestellt wurden, bzgl. der zwölf Monate bei Teilsperrung aber angedroht wird, dass die auch mehr werden könnten. Bei neutraler Betrachtung besteht diese Gefahr natürlich auch für die acht Monate! Und wenn man sich Prognosen im Baugewerbe allgemein und in Bergisch Gladbach im besonderen ansieht, wäre man wohl kaum überrascht, wenn aus den acht Monaten deutlich mehr werden – und am Ende sogar das Weihnachtsgeschäft 2024 betroffen ist.

  13. Wie vernichtet man unsere Wirtschaft? Gut gelernt von Berlin, achne da sitzen die selben an der Macht wie hier.

    1. Ich denke, mit Parteipolitik hat das Ganze nun wirklich nichts zu tun. Unter Bürgermeister Urbach haben die Händler:innen in der Schloßstraße auch nicht jeden Tag das Hohe Lied auf die Großartigkeit der Verwaltung gesungen. Die Verwaltung und ihr Verhalten ändern sich nicht mit den Mehrheitsverhältnissen im Rat.

  14. Die Händler können sich bei den Eigentümern bedanken, die sich gegen die Parkpalette an der Steinstraße gestellt haben.

    Dann hätte man jetzt in jeder Himmelsrichtung Parkmöglichkeiten und selbst die “betagten Kunden” hätten kurze Wege, als würden sie in der Schloßstraße parken.

    Außerdem wäre dadurch eine autofreie Fußgängerzone noch einfacher zu realisieren.

    Null Weit- und Einsicht, schade.

  15. Selbst wenn die Umgestaltung der Schlossstrasse ab sofort mit zwei Arbeitskolonnen in dem gleichen Tempo und in der gleichen Art und Weise fortgeführt wird wie im ersten (relativ kurzen) Abschnitt, dann sehe ich den Abschluss der Arbeiten weit jenseits von 2025! – Irgendwie erinnert mich das Ganze an den Umbau der Kölner Oper!

  16. Was mit den armen Geschäftsleute n und den Bürgern aus Bensberg gemacht wird ist haarsträubend.
    Dann auch noch zu sagen , also liebe Bürger und Gastronomen verzichtet doch dieses Jahr mal auf den Karneval in der Schlossstrasse , nach den Coronajahren, unfassbar.
    Dem Bürger wird alles abgesprochen was vielleicht mal für ein paar Stunden die schlimmen Situationen vergessen lässt. Arbeiten und Abgaben und Belastungen dürfen immer mehr werden.
    Ich rate der Stadt, dem Rat und den Verantwortlichen dringend den ersten Plan zu verfolgen . Es ist alles nicht schön aber besser als der jetzige Vorschlag auf jeden Fall.

    1. Wo steht denn, dass auf den Karneval verzichtet werden soll? Es geht um den Karnevalszug und nicht um die Abschaffung des Karnevals mit dessen Veranstaltungen. Die vielfältigen Karnevalsgesellschaften in unserer Stadt werden doch wohl nicht auf das Feiern mit der Bürgerschaft verzichten? Für den Karnevalszug wird sich ein anderer, gangbarer Weg finden! Da wird das Festkomitee Bensberger Karneval doch sicher kreativ tätig werden und in Absprache mit der Stadt, den Sicherheitskräften etc. eine durchführbare Lösung finden.

    2. „Dennoch die einhellige Meinung der Anwesenden: in diesem Jahr solle man dann doch bitte auf den Karneval auf der Schlossstraße verzichten.“

      Wenn ich das richtig lese, war das kein Vorschlag der Stadtverwaltung. Also bitte nicht auf den falschen schimpfen.

  17. Hey – zur Schloßstrasse 1 Teil,, man hält den Lärm nicht mehr aus – der erste Teil – da fehlen Mülltonnen – überall in den Fugen Zigarettenkippen und unter den Tannenbäumen Müll !
    Ameli hat wieder mehr Zulauf und die Laternen seien aus wie Zündhölzer – brennen auch tagsüber ??? Passen nicht gut zur alten kadettenstrasse – na ja moderne auf alt ! Ich finde 4 Monate sind nix im Vergleich zu den aufgezählten Problemen ,ist eine Straße wichtiger ? Als die Existenz der einzelnen Bürger ? Der Dhl käme ja auch nicht mehr durch und die haben’s auch schwer ,,,

  18. “In Bensberg, mit der relativ betagten Kundschaft, sei es extrem wichtig, mit dem Auto bis vor den Laden zu kommen”
    Die Tage von Geschäften, die von einem nicht-nachhaltigen Verkehrsmittel abhängig sind, sind ohnehin gezählt.

    1. Ich hab noch einen besseren Vorschlag. Die Parkgarage an der Schlossgalerie wird zu beinahe 100% für die betagte Kundschaft und Familien reserviert (also nur noch Senioren- und Familienparkplätze). Ein Restkontingent Behindertenparkplätze von mir aus auf der Schlossstraße. Danach wird die Schlossstraße komplett für Autos gesperrt und wird den Fußgängern überlassen. Und zwar für immer :D
      Die zentrale Parkmöglichkeit ermöglicht das Erreichen aller Geschäfte für “betagte Kunden” in sage und schreibe 250m (!!!!) und es gibt einen Fahrstuhl, sprich keine Kletterleistung ist mehr zu erbringen.
      Sorry aber echt, man wird ja wohl noch diese paar Meter gehen können. Wenn das nicht mehr geht, sollte man auch kein Auto mehr fahren aus Sicherheitsgründen.
      Und die gesunden und jungen Leute sollen gefälligst ihre Beine bewegen, die sind ja nicht nur zur Betätigung von Gas- und Bremspedal gedacht …

      1. Wie so oft werden von den Händlern nur die “relativ betagten” PKW-Fahrer als Kunden wahrgenommen. Die betagten Kunden OHNE PKW gibt es nicht? Es gibt so viele Personen in dem Alter ohne PKW.

      2. Sehr gute Antwort! Schlossstrasse sperren = gute Idee; bringt Ruhe und evtl. mehr Außengastronomie und die dann ohne Abgasegestank. Den Hinweis, dass Menschen mit eingeschränkter Gehfähigkeit Behindertenparkplätze haben sollen, deckt auch diesen Personenkreis ab. Aber die Bemerkung, dass man aus Sicherheitsgründen kein Auto fahren soll, wenn man die paar Meter nicht gehen kann, ist nicht richtig: Es gibt auch jüngere Menschen, die gehbehindert sind und keinen Anspruch auf einen Behindertenparkplatzausweis haben. Aber auch denen steht die Parkmöglichkeitkeit in der Schlossgalerie zur Verfügung! Älteren und jüngeren Menschen in unserer Stadt schadet es in der Tag nicht, wenn sie sich zum bummeln oder einkaufen “fußgängerisch” bewegen :-)

  19. Ist die Stadt Bergisch Gladbach total verrückt geworden. Die Geschäfte kämpfen jetzt schon um ihre Kunden, wie soll das denn werden bei einer Vollsprerrung der Schloßstraße. Sollten die Verantwortlichen vielleicht erst einmal ihr Gehirn einschalten bevor sie solche Beschlüsse veranlassen.

    1. Solche beleidigenden Bemerkungen (“Gehirn einschalten”) zeugen von einer Ungezogenheit sondergleichen und sollten von der Redaktion gelöscht werden! Es handelt sich dabei schließlich nicht um konstruktive oder sonstige Kritik, sondern nur um kindliches Wutverhalten, das hier nicht hin gehört.

      1. Haben Sie die Ironie nicht erkannt? (Klutsteiner bezog sich auf eine Aussage von Robert Habeck aus dem vergangenen Jahr.)