Der Intermelodie Seniorenchor Dreiklang hat sein 15-jähriges Bestehen mit einem großen Aufgebot gefeiert. Der Chor blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, sein Konzept ist weltweit einzigartig, hat Chorleiter Babrak Wassa recherchiert. Natürlich freut sich der Chor auch über neue Mitglieder.

Wir dokumentieren eine Mitteilung der Max-Bruch-Musikschule.

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Zur Feierstunde am 28. November 2023 hatte der Intermelodie Seniorenchor Dreiklang zur Probenzeit – dienstags um 10:30 Uhr – in den mit Fotos, Plakaten und Zeitungsartikeln dekorierten Probenraum des Kammermusiksaals der Städtischen Max-Bruch-Musikschule am Langemarckweg eingeladen.

Und zwar: selbstredend die Choristen, einige mit Begleiterin, Friedrich Olpen (allseits liebevoll Friedel genannt), Urgestein, Ursprungsgründer und die „Seele“ des Chores; Babrak Wassa, Komponist, Dirigent und Chorleiter, der als erster Leiter des Seniorenchors diesem musikalisches Einfühlungsvermögen nahegebracht und den Chorgeist auf diese Weise fundamental geprägt hat; Friedrich Herweg, ehemaliger Musikschulleiter, welcher die Idee der Gründung sofort befürwortete und den Chor stets öffentlich gelobt und präsentiert wie propagiert hat; Oliver Firl, der den Chor seit zwei Jahren leitet; Agnes Pohl-Gratkowski, derzeitige Schulleiterin und Leiterin des Fachbereichs Gesang; sowie Gudrun Armbruster, mehrmalige Begleiterin des Chors am Klavier.

Die Festrede hielt Paul Robert Braun, seit Langem Chorsprecher des ISD.

Zur Geschichte und zum Konzept

2008 trat Herr Olpen an Herrn Herweg heran mit der Idee der Intermelodie, seiner Erfindung und seiner Methode der Bearbeitung vieler Chorsätze. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von ihm komponierter Werke. Es war eine glückliche Fügung, dass beide sich bereits kannten, und zwar durch die Gitarrenbegleitung des Mela-Contamus-Terzetts.

Friedrich Herweg erkannte den pädagogischen Wert des Systems: Mit der Intermelodie müssen „ältere“ Stimmen nicht mehr die Höhe der Hauptstimme erreichen, die Melodiestimme liegt in der Mittellage, wodurch viele Lieder für die Zielgruppe singbarer werden.

Der Chorleiter Babrak Wassa konnte für das außergewöhnliche Projekt gewonnen werden und leitete den Chor bis Juni 2020.

Der Chor hatte zur Gründungszeit 19 Teilnehmer, von denen heute noch 8 dabei sind. Von Herrn Braun gefragt, wie sie damals auf die Neugründung aufmerksam wurden, erzählen mehrere: „Meine Gattin las es in der Zeitung und schickte mich.“ (In Klammern: Zurzeit singen hier 20 Herren, das Durchschnittsalter liegt bei 73, der Chor freut sich auf/über neue Sänger!)

Was macht den Chor aus?

Das Gefühl „Hier gehöre ich hin.“ hat sich bei den Chormitgliedern verbreitet. Die Uhrzeit am Vormittag ist dankbar. Das Alter der Mitsänger bringt einen Wohlfühleffekt mit sich. Man duzt sich. Auch der jugendliche Schwung des neuen Chorleiters Oliver Firl ist willkommen. Firl gestaltet Lieder mit improvisatorischem Geschick und dirigiert stets vom Klavier aus.

Im Laufe der Feierstunde werden einige Glanznummern vorgetragen, so das von F. W. Olpen komponierte Mottolied „Das Lied der alten Knaben“ auf einen Text von Wilm Frings.

Einzelne Chormitglieder heben choreographiert Verdienste von Herrn Olpen hervor, unter anderem seinen Einsatz in der Zeit der Pandemie für den Zusammenhalt und die Weiterführung der gemeinsamen Tätigkeit durch digitale Chortreffen mit Jamulus.

Weitere Stimmen:

B. Wassa sagt, dass das Prinzip des Intermelodie-Gesanges seiner Recherche nach weltweit einmalig ist. Er freute sich immer über den hohen Anspruch des Chores und die enge Zusammenarbeit mit Herr Olpen.

Wolfgang Müller, dessen Engagement als wesentlicher Unterstützer des Chorlebens, langjähriger Chorsprecher und Impulsgeber Herr Braun persönlich würdigt, hält noch eine Laudatio auf Herrn Wassa mit Witz und Lebendigkeit. Unter anderem überreicht er ihm eine Urkunde.

Die Feierstunde endet, nachdem einige Dankespräsente übergeben worden sind, mit einem von der Musikschule gestifteten Umtrunk, einer Bilderschau mit Fotos und Einspielungen auf dem hauseigenen Smartboard und der Begutachtung diverser Zeitungsartikel aus den vergangenen Jahren. Mit Bildern und Berichten z. B. von Wanderungen ist dokumentiert, dass die Chormitglieder durch mehr als eine Singgemeinschaft (mit)einander verbunden sind.

ist die Musikschule der Stadt Bergisch Gladbach, beheimatet im Haus der Musik, Langemarckweg 14. Kontakt: musikschule@stadt-gl.de. Hompage: musikschule-gl.de

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