Beim Europafestival warb Bürgermeister Frank Stein dafür, das Wahlrecht ernst zu nehmen. Foto: Markus Bollen

Die Korrektur der Wahlbenachrichtigungen kostet nun doch nicht wie zunächst angenommen 52.000 Euro, sondern deutlich weniger. Bürgermeister Frank Stein begründet noch einmal seine Entscheidung, die Schließung von fünf Wahllokalen zurück zu nehmen.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

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Am Sonntag, den 9. Juni ist Europawahl. In Bergisch Gladbach kam es zu Umplanungen bei der Öffnung von Wahllokalen, weshalb Mehrkosten für die Stadt entstanden sind. Nach Prüfung der Deutschen Post sind diese Mehrkosten nun aber deutlich geringer, als bisher angenommen.

Zwischenzeitlich war aus logistischen Problemen vorgesehen, fünf der etablierten Wahllokale in Bergisch Gladbach zu schließen. Nach einer öffentlichen Diskussion hat Bürgermeister Frank Stein jedoch entschieden, den Weg zum Wahllokal für Bürgerinnen und Bürger so kurz wie möglich zu halten und alle etablierten Wahllokale auch für die Europawahl zu öffnen.

„Wahlen sind der Grundstein unserer Demokratie, deshalb müssen wir den Gang zur Wahlurne für alle Wählerinnen und Wähler so niederschwellig wie möglich gestalten“, erläutert Bürgermeister Frank Stein seine Entscheidung.

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Benachrichtigungen zur Europawahl sind in der Post

Die Einscheidung, fünf Wahllokale doch nicht zu schließen, hat Folgen: Alle 85.000 Wahlscheine mussten neu gedruckt und frankiert werden. Daher sind sie nicht schon in der vergangenen Woche bei den Wählerinnen und Wählern eingetroffen, sondern erst jetzt in der Post. Trotz einer nahenden Frist ist die Stadt sicher, dass es keine Probleme geben wird. Die ursprüngliche Entscheidung zu den Wahllokalen wertet Bürgermeister Stein jetzt als Fehler.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Wahlbenachrichtigungen jedoch bereits gedruckt und an die Deutsche Post übergeben – jedoch noch nicht versendet. Der Auftrag wurde somit umgehend gestoppt und die Wahlbenachrichtigungen mussten mit Angabe des richtigen Wahllokals neu gedruckt werden.

„Da die alten Benachrichtigungen nie versendet wurden, sahen wir als Stadtverwaltung keinen Grund die Portokosten zu zahlen“, so Bürgermeister Frank Stein. Nach Prüfung der Deutschen Post wurde dies nun bestätigt.

Somit belaufen sich die entstandenen Mehrkosten statt 52.000 Euro nur auf 9.000 Euro, die aus den doppelten Druckkosten resultieren. Die doppelten Portokosten von 43.000 müssen nicht gezahlt werden.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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