Harald Weyel in der WahlArena des Bürgerportals. Foto: Thomas Merkenich

Erst haben wir unsere Leser:innen nach ihren wichtigsten Themen zur Bundestagswahl befragt, auf dieser Basis haben wir dann den lokalen Kandidat:innen neun Fragen. Die Antworten von Harald Weyel, Abgeordneter und erneuter Kandidat der AfD zeigen eine klar Positionierung.

Welche Ideen haben Sie, den Klimaschutz voranzubringen ohne die Akzeptanz der Menschen zu verlieren?
Der Klimaschutz-„Hoax“ (Anmerkung der Redaktion: „Falschmeldungen“) ist klar von sinnvollem Umweltschutz zu scheiden. Während der Plastikmüll zu 100 Prozent menschengemacht ist, sind beim Co2 etc. diverse andere Logik- und Relevanz-Ebenen betroffen.

Was schlagen Sie vor, um mehr (bezahlbaren) Wohnraum zu schaffen?
Runter mit den überzogenen Klima/Umwelt-Auflagen in der Bauwirtschaft, weg mit Grund(erwerbs)steuer für selbstgenutzte Immobilien. Mehrere hunderttausend ausreisepflichtige Personen belegen außerdem knappen Wohnraum in Alt- und Neubeständen.

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21 Fragen an Harald Weyel (AfD)

Harald Weyel ist ehemaliger Hochschulprofessor und bereits zweimal über die Landesliste der AfD in den Bundestag eingezogen. Jetzt bewirbt er sich ein drittes Mal für das Direktmandat im Rheinisch-Bergischen Kreis. Wir stellen den Kandidaten der AfD Rhein-Berg mit Hilfe unseres bekannten Fragebogens vor.

Durch welche Maßnahmen wollen Sie die Chancengleichheit in der Bildung verbessern, beginnend mit der Kita?
Nicht Geld für die Familien, sondern gezielte Angebote (auch musische) für die Kinder direkt sind hierbei Trumpf.

Welche Vorschläge haben Sie, um die deutsche Wirtschaft wieder nach vorne zu bringen?
Energiekosten und Berichtspflichten substantiell und dauerhaft runterfahren. Mit der Genehmigungsbürokratie auf allen Ebenen genauso verfahren. Schluß mit EU- und US-Sanktionen gegen die halbe Welt.

Sie wollen die Antworten aller acht Kandidat:innen auf einen Blick vergleichen? Dann werfen Sie mal einen Blick in unseren analogen Wahl-O-Mat. Die lokale WahlAgenda mit den Themen und Fragen, die unseren Leser:innen wichtig sind, finden Sie hier.

Wie wollen Sie Migration steuern und Zugewanderte besser in den Arbeitsmarkt integrieren?
Es ist nicht hiesige Staats- oder Wirtschaftsaufgabe, schwer- bis unvermittelbare und illegal eingereiste Personen (oder gar Kriminelle) ohne echtes Bleiberecht im untersten Segment des Arbeitsmarktes zu „integrieren“. Der Staat als solcher hat hier für qualifizierte Einwanderung zu sorgen und Einwanderung in den Sozialstaat zu unterbinden. Der Zurück- bzw. Ausweisungsbedarf ist dramatisch gewachsen!

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So stehen Bergisch Gladbachs Politiker zu Migration und Brandmauer

Wie positionieren sich die Politiker:innen aus Rhein-Berg im heftigen Streit zwischen CDU und FDP sowie SPD und Grünen über die Begrenzung der Migration sowie zur AfD? Wir haben sie in Bund, Land und Stadt gefragt – und dokumentieren die zum Teil sehr deutlichen Antworten.

Mit welchen Mitteln lässt sich der öffentliche Nahverkehr verbessern?
Attraktivität im ÖPNV hat (neben allen Verfügbarkeitsfragen) zunehmend auch mit dem Sicherheitsaspekt zu tun, der zunehmend im Argen liegt.

Wie wollen Sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und die Demokratie schützen?
Demokratie muss wohl von der Pike auf neu gelernt werden. Meinungs- und Oppositionsunterdrückung, die „Rechtsbeugungen“ in wichtigen Bereichen des Parlamentarismus, der internationalen Verträge (EU etc.), dem Arbeitsmarkt und Beamtenrecht, haben eine schreckliche Tendenz und Dynamik erreicht.

Foto: Thomas Merkenich

Wie lässt sich der Frieden in Deutschland sicherstellen?
Innere Sicherheit durch echte Rückendeckung statt Behinderung der Polizeiarbeit und Justiz. Weniger bis keine „rein politischen Urteile“ und „Täterschutz“.

Was wollen Sie für den Rheinisch-Bergischen Kreis im Bundestag erreichen? 
Sich auch auf der regionalen/lokalen Ebene wehren gegen die negativen Folgen übergriffiger Fehlentscheidungen in Land, Bund und EU.


Hintergrund: Die Aktion „Deine Stimme, Deine Themen“ haben wir gemeinsam mit dem Recherchezentrum Correctiv und fünf weiteren lokalen Medien durchgeführt. Auf der Basis des Konzepts der „CitizenAgenda“ haben wir zunächst die Leser:innen befragt. 2193 Personen haben sich an dieser von Correctiv koordinierten Aktion beteiligt, alleine in Bergisch Gladbach waren es 433 Bürgerinnen und Bürger.

Die Antworten haben wir zu einer WahlAgenda zusammengeführt, zur Basis unserer weiteren Berichterstattung sowie der Gespräche mit den Politiker:innen im BürgerClub und bei der WahlArena gemacht.

Die Antworten der Kandidatin und der sieben Kandidaten listen wir in dieser Serie auf – und haben sie im analogen Wahl-O-Mat in einer großen Synopse zusammengeführt. Sie erhalten den Wahl-O-Mat in gedruckter Form bei uns in der Redaktion oder können ihn hier runterladen:

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. So sprechen echte Demokraten! Demokratie heisst u. a. auch Freiheit.
    Für uns nicht ein typischer AfD-Politiker (Anm.: Es gibt überall “Gute” und “Schlechte”.), sondern jemand der durchaus auch parteilos antreten könnte – und hohen Zuspruch finden würde.
    Genau! Wer spricht denn endlich vom Plastikmüll und über Umweltschutz? Wir hören zu jeder Stunde: “Klima!” (Selbst das Wetter gibt es schon länger nicht mehr.) So schmutzig wie die letzten drei Jahre waren wir schon lange nicht mehr. (Beispiele bitte selber nachschauen.)

      1. Das ist wohl einer der größten Fehler der AfD: Dass sie sich immer wieder Leute ins Boot holt welche in der Öffentlichkeit nicht zu 100% akzeptiert werden (Helferich? Namen schon mal gehört – wissen nichts Näheres).
        Vielleicht kann sie es – wie alle anderen Parteien, die in ihrer Anfangszeit genau auch diese Probleme hatten – irgendwann besser machen.

      2. „Vielleicht kann sie es – wie alle anderen Parteien, die in ihrer Anfangszeit genau auch diese Probleme hatten – irgendwann besser machen.“ – Die AfD ist jetzt zwölfeinhalb Jahre alt. Das hat nichts mehr mit Anfangszeit zu tun. Hinzu kommt: Seit ihrer Gründung ist die Partei immer radikaler und extremer geworden, gemäßigte Kräfte haben sie verlassen, extreme Figuren haben das Ruder übernommen, für eine Reihe von Parteigliederungen wurde die Verfassungsfeindlichkeit festgestellt. Was wollen Sie eigentlich noch?

    1. Kein typischer AfD-Politiker? Der Mann betet die kruden Phrasen des AfD-Grundsatzprogramms runter und biedert sich auf übelste Weise dem Stammtisch an. Das hält man wirklich nur dann aus, wenn man sich vorher „Bildungsferne“ auf die Stirn tätowieren lässt.

      1. Von Beleidigungen (evtl. sogar strafbaren… Redaktion?) wäre besser abzusehen.
        Die unsäglichen Unterstellungen eines “Druckers” sind in diesem Forum hingegen schon gewohnter Alltag.
        Warum die Redaktion selber hier meinungsgefärbte (?) Kommentare verfasst ist nicht bekannt. Aber angeblich gibt es ja die Meinungsfreiheit. Nur wäre die neulich getätigte Aussage der Neutralität der Hauptschreiber hier somit hinfällig.
        Diese Frage könnte überflüssig sein: “Wissen Sie wer Höcke ist?” Das weiss das ganze Land. Eine Person derentwegen Viele die AfD verlassen haben, weil so ein Auftreten in Deutschland nicht gut ankommt und auch nicht angemessen ist – selbst wenn einige seiner Aussagen sich als wahr herausstellen sollten. Auch er hat sich immer wieder durch äusserst unpassende Sprüche hervor getan.
        Dieser “Helferich” ist in der Allgemeinheit eher weniger bekannt. Nur sollte auch hier bei der Wahrheit geblieben werden: Das Zitat “Das freundliche Gesicht des NS” stammt nicht vom ihm selber, sondern wurde von Journalisten erfunden, und danach wurden diese Journalisten von ihm zitiert. Natürlich macht es das nicht besser – nur der Ordnung halber.

      2. Helferich hat die Selbstzuschreibung zuerst in einem internen Chat geäußert, der veröffentlich worden ist.