Der kleine Levi aus Bergisch Gladbach leidet an einer therapieresistenten Epilepsie. Er hat jeden Tag epileptische Anfälle und muss häufig ins Krankenhaus. Seine Familie setzt nun alle Hoffnung auf eine Stammzellentherapie in den USA. Um die zu finanzieren, hat sie nun einen Spendenaufruf gestartet.

Täglich erleidet Levi epileptische Anfälle. Sie gehören zu seinem Alltag und bedeuten für seine Familie sehr große Herausforderungen. Levi leidet seit seinem 5. Lebensmonat an schwerer Epilepsie. Inzwischen ist der Junge aus Bergisch Gladbach acht Jahre alt, aber auf dem Entwicklungsstand eines Babys. Er kann weder sprechen noch gehen.

+ Anzeige +

Levis Eltern wollen nichts unversucht lassen, um ihrem Sohn ein besseres Leben zu ermöglichen. Sie haben auf der Online-Crowdfunding-Plattform „GoFundMe“ einen Spendenaufruf für eine Stammzellentherapie in den USA gestartet. 

„Hallo, ich bin die Mutter vom 8-jährigen Levi, und wir sammeln Spenden für eine Stammzellentherapie in den USA für unseren mehrfach körperlich und geistig schwerbehinderten Sohn“, beginnt der Spendenaufruf.

Häufige Krankenhausaufenthalte

„Leider werden die Anfälle immer schlimmer, sodass wir in den letzten Wochen mehrfach im Krankenhaus waren und jedes Mal kurz vor der Intensivstation mit künstlichem Koma standen, um die Anfälle zu stoppen“, schreibt Levis Mutter. 

Nach Aussage der Ärzte sei Levi „so gut wie austherapiert“ und die EEGs, die die Hirnaktivitäten messen, seien „katastrophal, sodass er sich so voraussichtlich gar nicht mehr weiter entwickeln wird“, schildert die Mutter. „Wir haben viele Medikamente ausprobiert und auch eine jahrelange ketogene Diät, aber seine Anfälle lassen sich nicht kontrollieren.“

Als Levi ein Jahr alt war, wurde den Eltern eine Hemisphärektomie, also die Entfernung der kompletten linken Gehirnhälfte, empfohlen. Es gab den Verdacht, dass die Anfälle alle der linken Hirnhälfte entspringen. Dieser Verdacht habe Levis Mutter zufolge widerlegt werden können: „Die Anfälle kommen eindeutig aus beiden Hirnhälften und wir sind froh diesen Eingriff abgelehnt zu haben.“

Stammzellentherapie per Infusion

Hoffnung machen der Familie „erfolgsversprechende Studien“ zu Stammzellentherapien für neurologische Krankheiten. Von dem Verfahren, das in den USA angewandt wird, verspricht sich die Familie die größte Wirkung.

Die Stammzellentherapie würde per Infusion erfolgen. Wie hoch die Kosten genau sein werden, weiß die Familie bisher nicht. Sie seien abhängig von der der Menge der Stammzellen, die der Arzt für Levi empfehlen würde. Aufgrund der Schwere der Epilepsie werde aber „sicherlich eine größere Menge benötigt“, vermutet die Mutter.

„Es wäre toll, wenn ihr uns unterstützen und so Levi vielleicht helfen könntet“, bittet die Mutter im Spendenaufruf. Nach einer Woche sind bereits über 13.000 Euro gespendet worden. Spendenziel sind 43.000 Euro. 

Hier findet sich der Aufruf von Levis Familie.

ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

2

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Liebes Team des Bürgerportals,
    ich finde es großartig, dass Sie über das Schicksal von Levi berichten und so jedem, der diesen Bericht liest, die Chance geben, einen kleinen Beitrag zu leisten! Mögen der Spendenaufruf und vor allem die Stammzellentherapie erfolgreich sein!!!
    Mit dankbaren Grüßen
    Gereon Wagener

  2. Die Daumen sind gedrückt. Als Vater möchte man sich nicht vorstellen, wie es beim eigenen Kind wäre.

    Wurde bereits Kontakt zu Elon Musks Neuralink oder Neuropace mit ihrem RNS System aufgenommen?

    Vielleicht gibt es ja eine technische Lösung anstatt medizinische.