Die „Schieflage“ wird reduziert, die Fläche vor der Treppe und der Schlossgalerie mit Naturstein gepflastert. Foto: Thomas Merkenich

Parallel zur Umgestaltung der Schlossstraße baut die Stadt auch den Platz vor der neuen Schlosstreppe noch einmal um. Das starke Gefälle des sogenannten Stadtplatzes soll etwas gemildert und die Fläche vor der Schlossgalerie mit Naturstein neu gepflastert werden. Der Verkehr wird davon nicht zusätzlich belastet.

Die Neugestaltung der Schlossstraße in Bensberg zur „Straße der vielen Begegnung“ nimmt Fahrt auf. Seit Mitte März wird der zweite Bauabschnitt, zwischen Kölner Straße und Nikolausstraße völlig neu gestaltet. In der ersten Maihälfte wird parallel dazu auch der erste Bauabschnitt vor der Schlosstreppe und der Schlossgalerie überarbeitet, teilt die Stadt jetzt mit.

Der Vorplatz der Schlossgalerie war schon 2020 provisorisch gepflastert worden, damit das Einkaufszentrum rund um den Rewe-Markt die Türen öffnen konnte. Ebenso die „Stadtplatz“ getaufte Fläche vor der neuen Schlosstreppe, die dem Wochenmarkt und Veranstaltungen dienen soll – vor allem aber durch ihre Schieflage mit einem Gefälle von bis zu 7,5 Prozent für Aufsehen sorgte.

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Bei der endgültigen Pflasterung der Fläche mit dem Naturstein, der in der gesamten Schlossstraße verlegt wird, soll das Gefälle ein Stück weit abgemildert werden. Aufgrund der Hanglage und einigen „Zwangspunkten“, an denen die Höhe der Fläche nicht veränderbar ist (z.B. Hauseingänge), lasse sich das Gefälle nicht ganz ausgleichen, erläutert die Stadt noch einmal.

Der Planungsausschuss hatte bereits 2021 eine Variante beschlossen, die ein zusätzliches Treppenpodest vor dem Bereich der Eisdiele und öffentlichen Toilette vorsieht (Details und Skizze siehe unten).

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Die Bauarbeiten sollen nach Angaben der Stadt in der ersten Maihälfte beginnen; das genaue Datum werden noch bekannt gegeben.

Verkehr und Markt nicht beeinträchtigt

Der Verkehr auf der Schlossstraße werden von den Bauarbeiten nicht betroffen. Der Markt könne weiterhin donnerstags stattfinden – und rückt ein Stück weiter in die Schlossstraße. Die alternative Aufstellung werde gerade erarbeitet und vorab kommuniziert.

Unabhängig von diesem Abschnitt wird zur Zeit zwischen den Hausnummern 1 und 16 der Schlossstraße gearbeitet. Danach rückt die Baustelle abschnittsweise von West nach Ost, bis sie laut Planung „nach den circa 3 Jahren Bauzeit“ an der Einmündung „Am Stockbrunnen“ endet.

Alle Geschäfte der Straße bleiben während der gesamten Bauzeit erreichbar. Eine Vollsperrung von Teilstücken sei nach Abschluss der Arbeiten zwischen den Hausnummern 1 und 16 sowie während der Arbeiten in der Nikolausstraße nicht mehr vorgesehen, betont die Stadt.

Dokumentation

Die am 22. Juni 2021 beschlossene Variante zur Reduzierung des Gefälles am Stadtplatz (Planungsbüro Club L 94)

Die Details: Entlang des Absatzes entlang der nördlichen Straßenfront der Schlossstraße vor dem Eiscafé und der Toilettenanlage soll ein neuer, leicht geneigter Absatz mit einigen Stufen entstehen (links oben in rot). Die Außengastronomie des Cafés bleibe (eingeschränkt) möglich.

Von diesem Absatz geht es über drei oder vier Stufen einen halben Meter hinab auf den großen Stadtplatz vor der Dreieckstreppe – der dadurch nicht wie bisher um 7,5 Prozent, sondern nur noch um rund fünf Prozent in Richtung des Anbaus der Schlossgalerie abfällt. Von der neuen Treppe zur Schlossstraße geht es dann nur noch 2,7 Prozent bergab. 

Allerdings: Das Quergefälle entlang der Dreieckstreppe bleibt unverändert. Das Gefälle am Übergang zum oberen Stadtplatz (zwischen Toilettenhaus und Dreieckstreppe) erhöht sich sogar um einen Prozentpunkt.

Weitere Informationen: Die Stadt informiert in einem Bautagebuch über den Fortgang der Bauarbeiten.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Wenn kein Markt ist, könnte man den Platz doch auch wunderschön als Parkplatz nutzen.
    Etwas Farbe und Linien. Daran könnten sich die Marktbetreiber und SUV’s gleichermaßen ausrichten.
    Ironiemodus aus

  2. Bensbergs “Rodelbahn” wir begradigt, um 4,8%, wobei man dieser Angabe glauben muss, die ja von dieser Stadt kommt, die schon mal falsch misst und aussagt. Von oben kommend ein Treppchen, aber die anschließende Ebene nur von 7,5% auf 2,7% bringend. Warum nicht auf 0%, wonach man nur noch mit einer Schräge kämpfen muss. Wegen Hauseingängen etc.? Ja wo sind die denn in diesem Abschnitt, oder soll da auch noch gebaut werden?

    Die 15 Jahre Planung für diesen Teil Bensbergs sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Die gr0ße Treppe Richtung Markt hätte weiter nach unten gezogen werden müssen, womit ein Gefälle verschwunden wäre. Der Bürgersteig ab Eiscaffee und Toiletten mit Stufen und Rampe auf 0% gebracht, ergäbe eine Ebene, über die sich niemand beschweren könnte. Aber wir sind ja in Bergisch Gladbach, auch Schilda genannt!

  3. Ob gerade oder schräg: Die beharrliche Zuneigung der Stadt und ihrer Architekten zu flächendeckendem Beton und Stein (gerne auch mehrfach verlegt) wird in den Bildern in jedem Fall gut deutlich. Dies ist/war ja im Zentrum von Bergisch Gladbach ja ähnlich.

    Hier bleibt man sich treu, während die städtische Klimakarte insbesondere für diese Areale in dunkelroter Farbe „Alarm“ ruft, und die Bürgerschaft wohl bald wieder nach Schatten und Abkühlung suchen wird.

    Es ist zu wünschen, dass zumindest die Betreiber des Wochenmarktes mit unserem neuen Stadtplatz gut zurechtkommen.

    1. Das ist vollkommen richtig, der Platz hat keine Aufenthaltsqualität. Was gibt es doch für einfallslose Planer, die nur auf glatte, wohl pflegeleichte Betonflächen setzen.

  4. Ave Maria,
    irgendwie wird angeblich verbessert und gewurschtelt..armes Bensberg! Es bleibt hässlich,kalt und nüchtern..wer will so etwas..?
    Wer hält sich da gerne auf??
    Warum zieht es die Deutschen in italienische Städte( z.B. weil sie dort begeistert sind, von eben solchen Plätzen,die einladend sind und nicht abstoßend!

    1. Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Ich lebe seit knapp 50 Jahren in Bensberg. Es gibt hier nichts liebens- und lebenswertes mehr. Stückweise wurde alles zerstört. Eine so unfähige Behörde, die für die Stadtplanung zuständig ist, sucht ihresgleichen. Eine Bezeichnung wie „Straße der Begegnungen“ ist einfach lächerlich. Ich habe Bensberg für mich abgeschrieben. Gehe lieber nach Refrath oder Schlebusch. Von Schlebusch sollten sich die Bensberger Planer mal beraten lassen. Da gibt es Lösungen für Fußgängerzone inclusive Parkplätze und kurze Wege vom Auto in die Fußgängerzone. Außerdem liebenswerte Cafés, Restaurants und hübsche, einladende kleine Geschäfte.

      1. Nun lasst es doch erstmal fertig werden. Vergleiche mit anderen Städten sind schon deswegen schwierig weil, wie der Name schon sagt, Bensberg nicht eben ist. Als Schlossstadt sollte schon ein bisschen mehr auf Attraktivität in der Schlossstraße gelegt werden.

      2. Wundert es Sie, Frau Denner? Seit der Kommunalreform 1975 scheint die Bergisch Gladbacher Stadtspitze die optische Annäherung Bensbergs und seiner Stadtteile ans sprichwörtliche „Schäbich Gläbbich“ zu betreiben.