Foto: Martin Miseré

Zum Start des Kultursommers 2025 zeigt die Tänzerin und Choreographin Britta Lieberknecht die Tanzperformance „Leise schäumt das Jetzt #2“. In der Begegnung von zwei beiden Tänzerinnen mit zwei herausragenden Musikerinnen gewinne die Beziehung von Tanz und Musik immer neue Facetten, heißt es in der Ankündigung.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Studios für Tanz und Feldenkrais

Britta Lieberknecht zeigt seit 2013 Vorpremieren in Bergisch Gladbach mit freiem Eintritt, um den zeitgenössischen Tanz bekannter zu machen. Sie ist spezialisiert auf Tanz zu Alter, Neuer und Improvisierter Musik und auf die performative Interaktion von Tänzer*innen mit Musiker*innen.

+ Anzeige +

In diesem Jahr zeigt sie zur Eröffnung des Kultursommers der Stadt Bergisch Gladbach am 10. August das Stück „Leise schäumt das Jetzt #2“: Klanglandschaften entströmen dem Akkordeon und das Pulsieren der Geige bringt die Akteure zum Tanzen. Mit ihren Bewegungen verwandeln zwei Tänzerinnen die Atmosphäre.

Im Energieaustausch der herausragenden Musikerinnen Eva Zöllner (Akkordeon) und Hannah Weirich (Violine, Ensemble Musikfabrik) mit den Tänzerinnen Neus Barcons Roca und Britta Lieberknecht entsteht ein poetisches Werk, in welchem die Beziehung von Tanz und Musik immer neue Facetten annimmt.

Zur Person: Britta Lieberknecht, Tanz

BRITTA LIEBERKNECHT TANZ

„Mein Ansatz ist seit Beginn aus der Konfrontation und Verbindung von Tanz mit einem anderen Medium Funken zu schlagen. Tanz aus der Begegnung heraus zu formulieren.“

Britta Lieberknecht studierte an der Merce Cunningham School und bei Protagonisten des postmodernen Tanzes in NYC. In Brüssel war sie Tänzerin bei PLAN K/ Frédéric Flamand.

Anschließend arbeitete sie mit dem physical actor Reinhard Gerum als „Britta Lieberknecht & Technicians“ zusammen- ab 1992 in Köln. Sie entwickelte eine enge Zusammenarbeit mit Musiker*innen als interagierende Performance Partner*innen.

Seit 2007 Choreografie/Co-Regie für das Kinder- und Jugendtheater Theater Monteure. Seit 2012 interpretiert sie mit „Britta Lieberknecht & Company“ choreografisch Alte und Neue Musik.

Seit 2018 forscht sie an Improvisation als Performancekunst und performt u.a. mit dem Aktionslabor PAErsche, dem Improvisatorium (Kölner Freejazz Formation) und dem Chaos Orchester des Ensemble Musikfabrik. 2020 Mitbegründerin der interdisziplinären Performancegruppe PML.

2024 startete sie die Performance Serie LEISE SCHÄUMT DAS JETZT, ein Format für improvisierte Tanz- und Musikperformances.

Ihre Stücke, Installationen, Filme und Zeichnungen wurden auf vielen internationalen Festivals im In- und Ausland gezeigt, u.a. zur documenta 9, Akademie der Künste Berlin, Skulpturenmuseum Marl, Viper Luzern, The Place Theater London, Opera de Lille , Dies de Dansa Barcelona, Charleroi Danse Belgien, Theaterzwang, Tanzhaus NRW, ACHTBRÜCKEN I Musik für Köln. 2009 gewann sie den Kölner Tanztheaterpreis mit BERÜHREN – ZERREISSEN. 

www.britta-lieberknecht.de

Zur Person: Neus Barcons Roca, Tanz

Neus Barcons Roca schloss 2007 am EESA/CPD des Theaterinstituts Barcelona ihr Studium des zeitgenössischen Tanzes ab. Sie war Stipendiatin bei Jennifer Muller in NYC. 2012 graduierte sie in ihrer zweiten zeitgenössischen Tanzausbildung am SEAD (Salzburg) und nahm am BHODI PROJECT teil. Sie nahm am Research Programm von Ultima Vèz, Wim Vandenkeybus, teil und tanzte u.a. für Jelka Milic, Nigel Charnok und Ivan Schauvliege.

Seit 2014 lebt sie in Brüssel. Sie choreografiert und unterrichtet gemeinsam mit Matevz Dobaj in Brüssel, Gent, Barcelona und Slowenien.

Neus arbeitet mit Künstler*innen des Tanzes, Videotanzes, und der bildenden Kunst. Sie tanzt bei Britta Lieberknecht seit 2015, bei Mouvoir, Stephanie Thiersch seit 2019 in mehreren Produktionen, u.a. „Bilderschlachten“ und „Archipel“ sowie u.a. mit Karen Bößer, Nazanin Fakor und Isabella Soupart.

Zur Person: Hanna Weirich, Violine

Hannah Weirich erhielt ihren ersten Geigenunterricht mit 6 Jahren. 1992 wurde sie Jungstudentin bei Prof. Agostini, an der HfM Stuttgart studiert sie 1999-2004 bei Prof. Turban. Sie besuchte Meisterkurse u.a. bei Gulli, Neamann, Ozim und Zsigmondy.

1992 gründete sie mit ihrer Schwester Anna Weirich und Silvia Nitschke das Trio Fridegk. Das Trio gewann nationale (Berlin 2003) und internationale Preise (Hradec 2000) und kam 2007 in die Endrunde des Melbourne international Chamber Competition, konzertierte in ganz Europa und Asien und war 2002 artist-in residence an der UC Davis in Kalifornien. Als Solistin konzertierte sie u.a. mit dem Nürnberger Symphonikern, der

Staatsphilharmonie Krakau und dem Philharmonischen Orchester Hagen. Sie erhielt mehrere Preise, u.a. den 1. Preis beim Jakob-Stainer-Violinwettbewerb und den Förderpreis des Landes NRW 2011. Hannah Weirich arbeitet u.a. mit dem Ensemble Resonanz, ascolta, ensemble plus, Neue Vocalsolisten Stuttgart, Contemporaneartensemble (Florenz) und der Jazzformation Shreefpunk.

Seit 2005 ist sie Mitglied des Ensemble Musikfabrik, mit dem sie bei wichtigen nationalen und internationalen Festivals gastiert. Neben ihrer regen Konzerttätigkeit wirkt sie als Dozentin des Bundesjugendorchesters und des Jugendensembles für Neue Musik Studio Musikfabrik.

Zur Person: Eva Zöllner, Akkordeon

Eva Zöllner studierte Akkordeon an der HfMT Köln und am Königlich Dänischen Konservatorium in Kopenhagen. Sie zählt zu den aktivsten Akkordeonistinnen ihrer Generation und widmet sich mit Leidenschaft der zeitgenössischen Musik.

Als international gefragte Künstlerin präsentiert sie Projekte, die von experimentellen Solo-Performances bis zur Zusammenarbeit mit namhaften Ensembles reichen (musikFabrik, HR-Sinfonieorchester, Ensemble Modern, NDR-Elbphilharmonieorchester, Royal Opera House Covent Garden u.a.).

Sie ist regelmäßig auf Festivals für Neue Musik zu Gast (IMD Darmstadt, Gaudeamus, Achtbrücken, Biennale di Venezia, Huddersfield Contemporary Music Festival u.a.). 2019 wirkte sie als Solistin im Großprojekt „Anders Hören“ von Marina Abramovic in der Alten Oper in Frankfurt mit. Die Zusammenarbeit mit Komponis*innen auf der ganzen Welt ist ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit.

Daneben beschäftigt sie sich in verschiedenen Konstellationen mit improvisierter Musik und ist besonders interessiert an spartenübergreifenden Projekten.

Zuletzt trat sie in diesem Zusammenhang im Juni 2023 in der Multimedia-Produktion „slanted silhouettes“ in Ghana mit westafrikanischen Tänzer*innen in Erscheinung. 2023 erschien ihre mit dem Deutschlandfunk eingespielte Solo-CD „voces, señales“ mit zeitgenössischer Musik aus Kolumbien bei Label GENUIN  classics. 

Eva Zöllner lebt im Westerwald und ist oft auf Reisen, um ihr Instrument in unterschiedlichsten Kontexten und Kulturen zu erkunden.

Mit reizvoller Ausdrucksstärke entfaltet das erfahrene Team seine filigranen Improvisationen. Durch den Verzicht auf einen vorgefassten Plan tritt das Wesentliche hervor: die intuitive Kommunikation der Performerinnen.

Leise schäumt das Jetzt #2
Tanz- und Musikperformance, Vorpremiere
So 10.8.2025 um 16 Uhr

Studio für Tanz und Feldenkrais
Britanniahütte 25a, 51469 Bergisch Gladbach

Hannah Weirich: Violine
Eva Zöllner: Akkordeon
Neus Barcons Roca, Britta Lieberknecht: Tan

Eintritt frei, begrenzte Platzzahl, Reservierung erbeten

Vor den Augen und Ohren des Publikums, in der informellen Atmosphäre des Studios für Tanz und Feldenkrais, der Produktionsstätte von Britta Lieberknecht an der Brittaniahütte, entsteht ein unwiederholbares Werk.

Die Premiere findet am 13. und 14.12.2025 in der Alten Feuerwache Köln statt.

Weitere Beiträge zum Thema

Something went wrong. Please refresh the page and/or try again.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.