Der künftige Bürgermeister Marcel Kreutz mit dem alten und neuen SPD-Fraktionsvorsitzenden Klaus Waldschmidt am Wahlabend. Foto: Thomas Merkenich

Die Fraktion der SPD hat sich für die kommende Ratsperiode konstituiert und einige Personalentscheidungen getroffen. Klaus Waldschmidt bleibt Fraktionsvorsitzender, bekommt aber zwei neue Stellvertreterinnen. Corvin Kochan soll stellvertretender Bürgermeister werden.

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Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bergisch Gladbach hat sich am Montag für die kommende Ratsperiode konstituiert. Neben erfahrenen Ratsmitgliedern werden in der sozialdemokratischen Fraktion auch junge Menschen sitzen, die erstmals in das Kommunalparlament gewählt worden und neue Impulse setzen werden. 

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Klaus W. Waldschmidt wurde einstimmig als Fraktionsvorsitzender wiedergewählt und startet damit in eine weitere Amtszeit an der Spitze der Fraktion. 

Unterstützt wird er künftig von zwei stellvertretenden Vorsitzenden. 

Neu in dieses Amt gewählt wurde Dr. Barbara Lübbecke, die erstmals dem Stadtrat angehört. Die promovierte Finanzexpertin leitet bei der NRW.BANK den Bereich Zuschussförderung und bringt umfassende wirtschaftliche und finanzpolitische Erfahrung mit. Sie ist zudem im Landesvorstand der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) aktiv und gilt als engagierte Stimme für eine sozial gerechte Stadtentwicklung. 

Ebenfalls zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde Christine Leveling, die bereits über langjährige kommunalpolitische Erfahrung verfügt und sich besonders im Bereich Städtepartnerschaften und als Vorsitzende des Kinderschutzbundes einen Namen gemacht hat. 

„Mit diesem Team sind wir bestens aufgestellt für die kommenden Aufgaben. Nach einem intensiven Wahlkampf gehen wir nun an die Arbeit. Wir wollen Bergisch Gladbach mit unserem neuen Bürgermeister Marcel Kreutz auch in der kommenden Ratsperiode sozial, nachhaltig und zukunftsfähig gestalten“, so Waldschmidt nach der Wahl.

Angesichts der Mehrheitsverhältnisse im zersplitterten Rat und dem Erstarken des rechten Randes müssten die Entscheidungen für die Menschen in unserer Stadt in der demokratischen Mitte des Rates getroffen werden. 

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Der neue Bürgermeister ist gewählt, am 1. November wird Marcel Kreutz die Nachfolge von Frank Stein übernehmen. Auf welche Mehrheiten er sich dabei stützen kann, bleibt vorerst offen, ebenso wie der Zeitplan für Verhandlungen. Die CDU sieht den Ball im Spielfeld von Kreutz und der SPD – und schließt erst einmal gar nichts aus.

Bergisch Gladbachs Stadtrat zersplittert

Wer Bergisch Gladbachs nächster Bürgermeister wird, ist noch völlig offen. Klar ist jedoch schon am Wahlabend, dass die Mehrheitsbildung im Stadtrat sehr schwierig wird. Das städtische Parlament wird mit 72 Mandaten noch einmal deutlich größer und umfasst neun Fraktionen bzw. Gruppen. Die CDU ist klar die stärkste Kraft, kann aber eigentlich nur mit SPD oder Grünen eine Mehrheit bilden.

Corvin Kochan (rechts) soll einer der ehrenamtlichen Vertreter von Marcel Kreutz werden. Foto: Thomas Merkenich

Im Zuge der anstehenden Besetzung der stellvertretenden Bürgermeisterämter schlägt die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bergisch Gladbach den 26-jährigen Corvin Kochan für das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters vor. 

„Corvin Kochan gehört der jungen Generation an und bringt genau das mit, was es in der heutigen Zeit braucht: politische Klarheit, Nähe zu den Menschen – gerade den Jüngeren – und den Mut, Dinge neu zu denken“, so Fraktionsvorsitzender Klaus W. Waldschmidt. 

Corvin Kochan erklärt dazu: „Ich bin in Bergisch Gladbach geboren und aufgewachsen – diese Stadt ist meine Heimat. Es wäre für mich eine große Ehre, als stellvertretender Bürgermeister Verantwortung übernehmen zu dürfen. Ich möchte Brücken bauen zwischen Jung und Alt und dazu beitragen, dass junge Menschen hier sichtbar sind und ihre Themen – von Sport bis Jugendkultur – gehört und ernst genommen werden.“ 

Mit der Nominierung Kochans setzt die SPD ein bewusstes Zeichen für den Generationswechsel und die politische Teilhabe junger Menschen in der Stadtgesellschaft. 

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