Seit Januar ist die Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße dicht, seit Mai ist auch der Reuter-Kreisel ein Nadelör. Fotos: Redaktion

Die RheinNetz hat angekündigt, bis zum 18. Dezember die seit Jahresanfang gesperrte Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße vorläufig und den Kreisverkehr zur Reuterstraße endgültig frei zu geben. Im kommenden Jahr sollen Restarbeiten erledigt werden, erst dann kann die Stadt den Bürgersteig erneuern.

Seit Januar ist die Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße und damit die direkte Zufahrt zum Parkplatz am S-Bahnhof gesperrt, weil die RheinNetz GmbH dort Gas- und Wasserleitungen erneuert. Seit Mai wird zudem im Kreisverkehr zur Reuter- und Paffrather Straße gearbeitet, mit massiven Auswirkungen auf den Verkehr. Doch nun kommt offenbar Bewegung in die komplizierte Baustelle.

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Es sei mit der Stadt Bergisch Gladbach abgestimmt worden, dass „die gesamte Baustelle zum 18.12.2025 für die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel geräumt wird“, teilte ein Sprecher der RheinNetz auf Anfrage mit. Das gelte auch für den Kreisverkehr.

Zur Sache: Die RheinNetz GmbH …

… ist eine Tochtergesellschaft der RheinEnergie und von der Belkaw auch in Bergisch Gladbach mit Betrieb und Instandhaltung der Versorgungsnetze beauftragt.

Zwar würden die Arbeiten im unteren Teil der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße Mitte Januar wieder aufgenommen werden. Dabei soll jedoch, so der Sprecher, der Verkehr an der Baustelle vorbei geleitet werden. Damit wäre auch die direkte Zufahrt zum S-Bahnhof, zur Jakobstraße, zum Theas Theater und zum Isotec-Gelände weiterhin möglich.

Viele Gründe für heftige Verzögerung

Der Kreisverkehr werde wieder in den alten Zustand zurückversetzt. Zwar fehle dort immer noch ein vor vielen Wochen bestelltes Bauteil, das werde aber später im Innenbereich des Kreisels eingebaut, ohne weitere Behinderungen des Verkehrs.

Probleme mit den Bauteilen im Zusammenspiel mit einer Reihe von nach und nach entdeckten Schäden an den Leitungen im Untergrund sowie die schwierige Abstimmung mit den beauftragten Baufirmen seien auch der Grund für die vielen Verzögerungen, erläutert der Sprecher. Im Hintergrund sei stetig an der Baustelle gearbeitet worden – auch wenn das auf der Straße nicht immer erkennbar gewesen war.

Neuer Park-, Grün- und Radschutzstreifen

Im nächsten Schritt will die Stadt nun die bereits 2023 geplante Umgestaltung der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße in Angriff nehmen. Dazu soll der Fußweg auf der östlichen Seite (stadtauswärts) um 2,5 Meter in Richtung der neuen Wohnbebauung verlegt werden. Damit macht er Platz für einen kombinierten Park- und Grünstreifen – hier sollen sich jeweils zwei Stellplätze und Grünflächen mit jeweils zwei Bäumen abwechseln.

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Einen genauen Zeitplan gibt es laut Stadtverwaltung für dieses Projekt noch nicht. Je nach Fortgang der Arbeiten der RheinNetz sei es für Februar oder spätestens März/April geplant, sagte ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage. Bis zur Jahresmitte, so die Hoffnung der Stadt, soll dann auch der untere Teil der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße endgültig fertig gestellt sein.

Für den Radverkehr wird dann auf der Fahrbahn stadtauswärts und damit bergauf ein 1,60 m breiter Schutzstreifen markiert werden sowie ein 75 Zentimeter breiter Schutzstreifen zu den Parkplätzen. Die Fahrbahn werde sich dann an der schmalsten Stelle auf 5,15 Meter verengen.



Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. …Eine Weihnachtsüberraschung ..
    Moment! Ach…, es geht danach noch weiter. Sorry überlesen!