Bis in das kommende Jahr bleibt die Johann-Wilhelm-Straße gesperrt. Foto: Redaktion

Bevor die Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße saniert werden kann, erneuert RheinNetz seit Jahresbeginn Rohre und Anschlüsse. Das dauert deutlich länger als zunächst gehofft. Zudem muss jetzt für einige Wochen im Kreisverkehr Reuterstraße / Paffrather Straße gearbeitet werden – mit voraussichtlich erheblichen Beeinträchtigungen des Verkehrs.

Seit Mitte Januar ist die Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße und damit auch die direkte Zufahrt zum Parkplatz am S-Bahnhof gesperrt. Die Stadt will die Straße und Fußwege, nach dem Neubau des Wohnviertels an den Kalköfen sowie der Isotec-Firmenzentrale auf dem Köttgen-Areal, sanieren. Wie häufig muss im Vorfeld zunächst das Wirrwarr von alten Leitungen und Anschlüsse im Untergrund untersucht, repariert und oft auch erneuert werden.

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So auch in der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße. Zunächst hatte die RheinNetz GmbH (eine Tochter der RheinEnergie, die die Arbeiten im Auftrag der Belkaw ausführt) mit rund zwei Monaten gerechnet. Inzwischen erwartet das Unternehmen jedoch, dass sich die Arbeiten (und damit die Sperrung) bis Ende Oktober hinziehen. Frühestens dann könnte die Stadt mit der eigentlich Sanierung der Straße beginnen.

Als Grund für die Verzögerungen verweist die RheinNetz auf einen Mehraufwand bei den Verlegearbeiten und weiteren Auflagen der Behörden.

Kurze Straße mit wichtiger Funktion: Die Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße. Foto: Screenshot Open Street Map

Zudem habe sich während der Arbeiten herausgestellt, dass drei alte Wasserarmaturen unterhalb des Kreisverkehrs nicht mehr dicht schließen und ausgetauscht werden müssen.

Dafür wandern die Bauarbeiten in diesen Tagen in den Kreisverkehr hinein. Der Verkehr soll in dieser Zeit (voraussichtlich sechs bis acht Wochen) durch eine temporäre Ampelanlage geregelt werden. Vor allem in den Hauptverkehrszeiten ist daher mit Rückstaus auf der Reuterstraße und der Paffrather Straße zu rechnen.

Das Bürgerportal verfolgt die Entwicklung der großen Bauprojekte in der Innenstadt von 2019 bis 2024 in Form einer 360-Grad-Panoramatour. Die Fortschritte lassen sich mit Hilfe eines Zeitstrahls nachvollziehen. Mit einem Doppelklick öffnet sich die Tour in einer großen Ansicht. Guten Flug!


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  1. Diese Baustelle steht stellvertretend für zu viele Baustellen in diesem Land. Wann immer man dort vorbei kommt, scheint niemand zu arbeiten und es ist unfassbar, dass auch diese Baustelle mit erheblichen Verkehrsbehinderungen bald Geburtstag feiert. Nachdem ursprünglich ca 1/2 Jahr geplant war.

    Als Bürger interessieren mich die Erklärungen für die Verzögerungen eher wenig – ich möchte es nicht erklärt bekommen, ich möchte, dass es voran geht.

    Und frage mich, ob irgend jemand ultimativ verantwortlich ist und für eine offensichtlich sehr suboptimale Planung zur Rechenschaft gezogen wird. Es entsteht stattdessen der Eindruck, dass der schwarze Peter zwischen RheinEnergie, Subunternehmern und Stadt fröhlich weitergereicht wird und am Ende wieder einmal niemand verantwortlich ist.

    In der freien Wirtschaft sind Unternehmen mit diesem Output schnell insolvent und ich habe in meinem Berufsleben gelernt: wenn es für ein Projekt keinen namentlich benannten Verantwortlichen gibt, wird dieses Projekt nicht erfolgreich bearbeitet. Ich schlage daher vor, dass in der Stadtverwaltung in den zuständigen Bereichen jede Baustelle im Stadtgebiet namentlich einem Verantwortlichen zugeordnet wird. Dafür soll es kein zusätzliches Personal geben, die geeigneten Personen in den betroffenen Bereichen müssten diese Verantwortung zusätzlich zu ihrem Aufgabengebiet übernehmen. Natürlich kann diese Person eine Baustelle nicht alleine bearbeiten, sie wäre aber für die Koordination und den Fortschritt verantwortlich. So habe ich es gelernt und praktiziert und es funktioniert.

    1. Vielen Dank für die schnelle Antwort.
      Hat die immense Verzögerung denn Konsequenzen für die RheinNetz AG ?
      Gibt es Vertragsstrafen für solche Verzögerungen, oder gibt es Anreizsysteme Baustellen wie geplant – oder mal ganz wild gedacht – sogar früher fertig zu stellen ?
      Ich befürchte der Leidensdruck bei der RheinNetz AG ist äußerst überschaubar und genau dort liegt das Problem. Der volkswirtschaftliche Schaden durch die schleppende Arbeit auf hunderten oder tausenden von Baustellen in Deutschland ist enorm, weil es die falschen Anreizsysteme gibt. Die Firma die eine Baustelle einrichtet, wird für die Dauer der Baustelleneinrichtung bezahlt. Das bedeutet, eine längere Bauzeit ist besser als eine kurze, also verkehrte Welt, völlig falsche Anreizsysteme. Auf kritischen Baustellen sollte 24/7 mit Schicht- und Überstundenzuschlägen und Prämien für zeitgerechte Fertigstellung gearbeitet werden. Stattdessen hat man den Eindruck, dass viele Baustellen gemütlich verwaltet werden und wenn es mal etwas länger dauert, hat das für niemanden Konsequenzen. Das scheint in anderen Ländern deutlich besser zu funktionieren.

  2. Danke fürs Update. Eine Info an die Anwohner gab es immer noch nicht – und offenbar auch nicht an den Abfallwirtschaftsbetrieb, der gefühlt nach dem Zufallsprinzip abholt.

    Allerdings liegt es vielleicht nicht nur an Mehraufwand, sondern auch daran dass auf dieser Baustelle oft nicht wirklich mit viel Eifer gearbeitet wird…