Liebe Leserinnen und Leser, liebe Eltern und Großeltern,

noch zwei Tage Kita oder Schule, dann beginnen die Sommerferien! Ein Grund zur Freude, vor allem wenn ein schöner Urlaub bevorsteht. Für viele Eltern aber auch eine Belastung, denn: Nicht alle können sich freinehmen, schon gar nicht sechseinhalb Wochen lang. Und auch eine Reise in der Hochsaison kann sich nicht jede:r leisten.

Wir haben Glück und können, da unser Kind noch nicht zur Schule geht, mit Urlaubsplänen auf die Nebensaison ausweichen. Und wir haben Glück, dass wir beide flexibel arbeiten und uns die Betreuung in den Kitaferien aufteilen können.

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Bleibt nur die Frage, was wir in der Zeit hier vor Ort unternehmen. Inspirationen gibt es in diesem Newsletter: mit dem Ferienprogramm in der Stadt und Ausflugstipps ins Bergische.

Auch im Familienrat und in der Sprechstunde dreht sich heute alles um die Ferien.

Darüber hinaus bekommt ihr einen Buchtipp und einen Rückblick auf den überaus erfolgreichen Eltern-Workshop zum Thema „Selbstfürsorge im Alltag zwischen Kind und Beruf“. Merkt euch schon einmal den 30. August vor, dann gibt es voraussichtlich eine zweite Auflage!

Mehr dazu lest ihr in der nächsten Ausgabe von GL Familie am 21.8., ich verabschiede mich hiermit in die Ferien!


Schwerpunkt: Sommerferien

Spektakulär bodenständig: Sommerferien im Q1

Das Ferienangebot am Jugendzentrum Q1 verspricht nicht nur zwei Wochen professionelle, kostenlose Betreuung, sondern auch wertvolle Erfahrungen für Acht- bis Zwölfjährige. Die Kinder dürfen das Programm mitbestimmen, begegnen anderen Kindern aus unterschiedlichen Kontexten und entwickeln so nicht nur soziale Kompetenzen, sondern sogar ein frühes Demokratieverständnis. Spaß haben sie natürlich auch!

Das volle Programm

Nicht nur das Q1 bietet in den Sommerferien etwas für Kinder und Jugendliche, sondern auch die anderen Jugendzentren, die Museen, Vereine, Bäder, die Stadtbücherei, das Theas Theater und der Rheinisch-Bergische Kreis. Da ist bestimmt für jede:n etwas dabei. Alle Infos findet ihr hier.

Holger Hage / Das Bergische

Alle raus: Ausflugstipps im Bergischen

Eine Führung auf der Straußenfarm in Wermelskirchen, wandern mit der ganzen Familie und der Maus oder Fossilien suchen in Lindlar: Das Umland von Bergisch Gladbach hat viel zu bieten, damit in den Ferien auch ohne Urlaub (oder davor bzw. danach) keine Langeweile aufkommt. Eine Menge Ideen extra für Familien findet ihr auf der Webseite von „Das Bergische“. Viel Spaß!


Familienrat: Entspannt(er) in den Urlaub starten

Urlaubszeit – „die schönste Zeit des Jahres“, oder nicht?! Häufig kracht es gerade in den Ferien, weil die einzelnen Familienmitglieder unterschiedliche Erwartungen an die besondere Zeit haben. Wie man damit schon im Vorfeld umgehen kann, um einen entspannteren Urlaub zu erleben, erklärt Nina Tackenberg von der Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatung.

Die Kolumne von Nina Tackenberg findet Ihr hier. Sie beantwortet im Wechsel mit anderen Expert:innen aus der Praxis eure Fragen rund ums Familienleben. Was möchtet ihr wissen? Schreibt der redaktion@in-gl.de.


Sprechstunde: Sicher reisen mit Kindern

Die Sommerferien stehen vor der Tür, und bei vielen Familien wächst die Freude auf den bevorstehenden Urlaub. Damit die Reise für Groß und Klein möglichst unbeschwert und sicher verläuft, gibt Kinderärztin Uta Römer in dieser Ausgabe der „Sprechstunde“ einige nützliche Tipps – von der Reiseapotheke über Impfungen und den richtigen Sonnenschutz bis hin zu Verhaltensregeln im Urlaub.

Die ganze Kolumne von Uta Römer (und auch die früheren Folgen) findet ihr hier.


Mehr Infos für Eltern

Welche Themen liegen euch am Herzen? Worüber würdet ihr hier gerne etwas lesen? Schreibt uns an redaktion@in-gl.de


Lese-Tipp: „Selbstfürsorge ist eine Entscheidung“

Der erste Eltern-Workshop mit Empowerment-Coachin Baljit Sunda war ein voller Erfolg – buchstäblich: Alle 15 Plätze waren ausgebucht. Weit über die geplanten eineinhalb Stunden hinaus ging es in verschiedenen Übungen und Austauschrunden um das Thema „Selbstfürsorge im Alltag“. Die Teilnehmerinnen teilten ein wohltuendes Gemeinschaftsgefühl, ähnliche Probleme und ganz unterschiedliche, inspirierende Lösungsansätze.

Was noch passiert ist und wie es mit den Eltern-Workshops weitergeht, lest ihr hier.


Aufruf: Wie steht’s um eure Spielplätze?

Beim Eltern-Workshop sagten mir mehrere Teilnehmerinnen, dass das Thema „Spielplätze“ sie bewegt. Dass ihre Stamm-Spielplätze vermüllt sind, oder dass die dortigen Mülleimer überquellen.

Um am Zustand der Spielplätze etwas ändern zu können, müssen wir erst einmal wissen, wie es um sie steht. Dafür brauche ich eure Hilfe – ich mache diesen Newsletter nämlich weitestgehend alleine, und ich kann leider nicht alle Spielplätze in der Stadt abklappern;) Wenn ihr in den Ferien auf eurem Stamm-Spielplatz seid, schaut euch doch mal um und schickt mir ein paar Fotos mit einem kurzen Kommentar an lgeyer@in-gl.de.

So wie diese Mutter aus Herkenrath, die mich unter anderem beim Workshop auf das Thema gebracht hat. Sie schreibt:

„Der ,große’ Spielplatz in Herkenrath am Kierdorfer Feld ist eigentlich ganz nett und mit einem großen Klettergerüst und einer außergewöhnlichen ,Seilbahn’ bei den Kindern auch beliebt. Der Gesamtzustand ist mittel (oft hohes Gras, Bänke siehst du auf den Bildern), aber die Spielgeräte sind in Ordnung.

Das, finde ich, Schlimme ist der Müll. Der Mülleimer müsste mehr benutzt und öfter geleert werden. Ich bin eben dort gewesen und habe wieder einiges gefunden. Am schlimmsten: ein abgebrochener Hals einer Glasflasche – wenn damit ein kleines Kind spielt, kann das lebensgefährlich werden…

Hat sicher auch etwas damit zu tun, dass es in Herkenrath kaum Aufenthaltsorte für Jugendliche und auch Erwachsene gibt. Die sieht man tatsächlich viel auf dem Spielplatz. Hinterlassen wird entsprechender Müll (Zigaretten, Pizzakartons, Flaschen). Ein Teenie macht sich wahrscheinlich einfach nicht bewusst, dass Scherben, Kippen und Co gefährlich für jüngere Kinder sind!“

Die Mutter hat die Idee, die Schulen im Umfeld des Spielplatzes (Gymnasium und Realschule Herkenrath) anzusprechen, ob sie sich nicht einbringen wollen, vor allem präventiv. Tolle Idee, finde ich.

Lasst uns gemeinsam weiter sammeln, Ideen und Infos zum Status Quo! Schreibt mir bitte: lgeyer@in-gl.de


Empfehlung: Familienbildung im Verbund

Dass Familienbildung besonders gut gelingt, wenn viele mitwirken, zeigt das neue Programm der Katholischen Familienbildungsstätte für die zweite Jahreshälfte. Da gibt es zum Beispiel eine Onlineveranstaltung „Babysignale und Bedürfnisse für werdende und frisch gebackene Eltern“ in Kooperation mit dem Familien-Info-Team des Kreises und den Frühen Hilfen der Stadt Bergisch Gladbach. Oder gleich mehrere Onlineveranstaltungen zu den Themen Pubertät, lebhafte Kinder (mit Imke Hummel) und der Autonomiephase (mit Eliane Retz) im Verbund mit anderen Familienbildungsstätten.

Hier gibt es noch mehr Infos. Alle 150 Angebote kann man auf der Website der Bildungsstätte oder im frisch gedruckten Programmheft nachlesen, das gerade im Stadtgebiet und im Kreis verteilt wird.


Buch-Tipp für Eltern: Ein Perspektivwechsel

Das Kind macht mal wieder nicht so mit, wie wir Eltern uns das vorstellen. Wir werden ungeduldig und schließlich laut oder sogar grob – und haben anschließend ein schlechtes Gewissen. Wer kennt diese Situationen?

„Ich fühle was, was du nicht siehst“ lädt dazu sein, sich damit zu beschäftigen, was hinter scheinbar unkooperativen Verhaltensweisen unser Kinder steht – aber auch hinter unseren eigenen Reaktionen darauf. „Gerade durch die Erlebnisse mit unseren Kindern haben wir die Möglichkeit, eigene alte Wunden zu entdecken und nachträglich zu versorgen”, schreibt die Pädagogin und Familientherapeutin Carina Thiemann. Und so in einen liebevollen Umgang mit uns selbst und unseren Kindern zu finden.

Das Buch geht tief, bis hin zu transgenerational weitergegebenen Mustern und Traumata, wie man diese aufbrechen und so dazu beitragen kann, dass die nächste Generation ihre Bedürfnisse wahrnehmen und mit ihren Gefühlen umgehen kann.

Mit überschaubaren Sinnabschnitten, vielen Beispielen und ein paar Aufgaben bleibt es dennoch übersichtlich und gut lesbar.

Carina Thiemann: Ich fühle was, was du nicht siehst. Wie dein Kind die Welt erlebt und warum sich ein Perspektivwechsel für die ganze Familie lohnt; Kösel 2023, 18 Euro


Gruppe für Menschen in Trennungssituationen

Die Katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle Bergisch Gladbach startet am Samstag, 17.08.2024, mit einer neuen Gruppe für Menschen, die sich in einer Trennungssituation befinden. Die Gruppe „Ende und Anfang“ gibt an fünf Samstagen, jeweils von 15.30 bis 17.30 Uhr, Teilnehmenden die Möglichkeit und den Raum zum intensiven Austausch über die Gefühle und Erfahrungen in dieser schwierigen Zeit. Sie bietet Entlastung und hilft, Strategien zu entwickeln, um Veränderung und Neuorientierung konstruktiv zu bewältigen. Das Angebot ist kostenfrei. Es sind noch Plätze frei.

Infos und Anmeldung (bis 11.7.):  Tel.: 02202/34918, E-Mail: info@efl-bergisch-gladbach.de, Webseite: www.efl-bergisch-gladbach.de


Alle Termine für Familien

4.7. 16:00 Sommerkonzert und Sommerfest, Gymnasium Herkenrath 
4.7. 17:00 Sommerfest am Albertus-Magnus-Gymnasium 
7.7. 11:00 Sonntagsatelier, Villa Zanders 
7.7. 14:00 Familiensonntag, Schulmuseum
7.7. 14:00 Kinderführung: Kindheit in der Alten Dombach um 1850, Papiermuseum:
7.7. 14:00 Bienen-Sonntag, Bergisches Museum
7.7. 14:00 Handwerker-Vorführung: Die Stellmacherei, Bergisches Museum
9.7. 10:30 Mit Baby ins Museum, Villa Zanders
10.7. 18:00 Lesung: Fantasy- und Science-Fiction, Stadtteilbücherei Bensberg
13.7. 14:00 Kunstlabor, Villa Zanders

Fehlt noch etwas? Vorschläge bitte an termine@in-gl.de. Alle Veranstaltungstermine in GL (für Erwachsene) gibt es hier.


Das war’s für diese Woche. Wenn ihr auch die nächste Ausgabe bekommen wollt, meldet euch hier an!

Wenn ihr Lob, Kritik oder Hinweise habt, schreibt gerne der redaktion@in-gl.de.

Wenn ihr unsere Arbeit mit einem Beitrag unterstützen wollt, dann schaut euch bitte unseren Freundeskreis und seine Angebote an.

Danke, dass ihr GL Familie lest. Eure Laura Geyer und das Team des Bürgerportals


Wissen, was läuft: Ihr könnt euch das Wichtigste in Bergisch Gladbach jeden Tag frei Haus schicken lassen, als Newsletter: morgens um kurz nach 7 kommt „Der Tag in GL“ mit dem kompakten lokalen Überblick, am Donnerstag um 17 Uhr „GL MAX“ mit den Empfehlungen für das Wochenende. Hier findet ihr alle Newsletter in der Übersicht.

ist freie Reporterin des Bürgerportals. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg. Nach einem Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro glücklich zurück in Schildgen.