UDDATE 18.3.2011: Bauausschuss

Die Debatte im Ausschuss, die mit einem Eklat endete, belegte deutlich, dass der Streit noch lange nicht beigelegt ist. Nun muss sich der Rat selbst mit dem Pflaster und der Fußgängerzone befassen.
Mehr Infos dazu in der Presseschau

UPDATE 16.3.2011: Das offizielle Ergebnis liegt vor

Fotos und mehr Hinweise zu den jeweiligen Steinen – siehe unten

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Stimmen insgesamt (2.038 Stimmen):

Muster 01 – Dolomitzuschlag: 193 Stimmen (9 %)
Muster 02 – Granitnachbildung: 193 Stimmen (9 %)
Muster 03 – Basaltoptik: 877 Stimmen (44 %)
Muster 04 – Grauwackezuschlag: 775 Stimmen (38 %)

Stimmen aus Bergisch Gladbach (1.780 Stimmen):

Muster 01 – Dolomitzuschlag: 167 Stimmen (9 %)
Muster 02 – Granitnachbildung: 182 Stimmen (10 %)
Muster 03 – Basaltoptik: 721 Stimmen (41 %)
Muster 04 – Grauwackezuschlag: 710 Stimmen (40 %)

Dazu heißt es in der Pressemitteilung der Stadtverwaltung:

Die Würfel sind gefallen, zumindest was die Empfehlung der Bürgerschaft für die Fußgängerzonen-Pflasterung angeht: An der Umfrage per Stimmkarte und online, die am Montag zu Ende ging, haben sich insgesamt 2.038 Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Mit 44 % der Stimmen sprach sich eine knappe Mehrheit für den „Stein Nr.3“, einen Betonstein in Basalt-Optik der Firma Metten, Overath, aus. Das Votum wird in die Beratungen des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Verkehr am 17. März einfließen, wo über das weitere Vorgehen im Regionale 2010-Projekt stadt :gestalten entschieden wird.

Knapp drei Wochen lang konnten sich die Bürgerinnen und Bürger von Bergisch Gladbach, aber auch auswärtige Interessierte und „Exil-Gladbacher“ unter vier Mustern für einen Belag entscheiden. Die Vorauswahl war von den Fachleuten der Stadtverwaltung und des beteiligten Planungsbüros nach Attraktivität und Alltagstauglichkeit getroffen und als Musterflächen auf dem Bahnhofsvorplatz ausgelegt worden. Bürgermeister Lutz Urbach ist mit der Beteiligung hoch zufrieden: „Das Konzept der Regionale 2010 misst der Bürgerbeteiligung eine hohe Bedeutung bei. Zweitausend Stimmen, die sich zu Wort gemeldet haben, spiegeln ein hohes Interesse in der Bürgerschaft wider. Auch die Politik hat damit eine ernst zu nehmende Empfehlung an der Hand. Herzlichen Dank an alle, die ihre Stimme abgegeben und sich damit aktiv an der Gestaltung unserer Stadtmitte beteiligt haben.

Wer sich an der Abstimmung beteiligen wollte, musste Namen und Adresse angeben, um Mehrfachabstimmungen so weit wie möglich zu verhindern. So war es auch möglich, die Pflaster-Vorliebe der Bergisch Gladbacher festzustellen. Unter den 1.780 Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Adresse mit Bergisch Gladbach angegeben hatten, hat ebenfalls eine knappe Mehrheit für Stein Nr. 3 votiert, nämlich 41 %. Aussortiert wurden bei der Auswertung unvollständige Adressangaben und Mehrfachnennungen. Der Fachausschuss erhält über beide Auswertungen eine detaillierte Aufstellung. Das Bürgervotum ist nur eine von mehreren Entscheidungsgrundlagen, auf die sich der Ausschuss stützen kann: Außer der Stellungnahme der Verwaltung und des beauftragten Planers kann auch auf die Empfehlung des Regionale-Beirats aus unabhängigen Experten zurückgegriffen werden.”

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Zurück zum ursprünglichen Beitrag

Die Ergebnisse sind zwar nur vorläufig, aber immerhin.

Die Bürger konnten im Internet und am S-Bahnhof vier Vorschläge für die geplante Neu-Pflasterung der Fußgängerzone im Rahmen der Regionale 2010 begutachten – und ihre Stimme für einen Favoriten abgeben. Nach der Besichtigung der Musterflächen gab es zahlreiche neue Fragen und auch sehr viel Kritik an der Vorauswahl, doch die Stadtverwaltung bleibt dabei: Der Pflasterstein, der in der Bürgergunst vorne liegt, wird ab Frühherbst auch verlegt. Allerdings: zunächst ist noch eine Ausschreibung nötig.

Doch wie ist die Abstimmung nun gelaufen? Das ist noch nicht völlig klar.

Ausgeschieden sind auf jeden Fall die Muster 1 und 2, sie erhielten nur jeweils rund ein Zehntel der Stimmen.

Muster 1: Dolomit-Zuschlag, Beton-Poetsch

Dolomit-Optik

Muster 1

Muster 2: Granit-Nachbildung, Beton-Poetsch

Granit-Optik

Muster 2

Dagegen liefern sich Muster 3 und 4 ein Kopf an Kopf-Rennen mit jeweils rund 40 Prozent der Stimmen. Nach einem vorläufigen (noch nicht amtlichen) Endergebnis lag Muster 4 ganz knapp vorne. Allerdings waren dabei mögliche Doppelstimmen (Internet plus Papier) noch nicht herausgerechnet. Und sollte die Stadtverwaltung auch diejenigen Stimmen werten, die von Nicht-Gladbachern abgegeben wurden, dann würde der Metten-Stein (No. 3) sogar deutlich vorne liegen.

Muster 3: Basaltnachbildung, Metten Stein+Design

:
Basalt-Optik

Muster 3

Muster 4: Grauwackezuschlag, Heinrich Klostermann GmbH

hell, mit Grauwacke-Beimischung

Muster 4

Alle Fotos: Wirrkopf

Also,  es bleibt spannend. Das endgültige Ergebnis soll bei öffentlich Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag, 17 Uhr, im Bensberger Rathaus vorgestellt werden. Hier finden Sie schon mal die Tagesordnung und alle Dokumente.

Im nächsten Schritt wird dann die Steinlieferung ausgeschrieben. Und dann wird man weitersehen.

Weitere Informationen:

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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