Für Alpenwanderwege und Skipisten gibt es einen Farbcode: blau heißt einfach, rot bedeutet mittelschwierig und schwarze Routen sind schon anspruchsvoll und schwer. Beim hier vorgestellten Weg gibt es keine Absturzgefahr. Doch festes Schuhwerk ist schon angezeigt. Etwa auf halber Länge ist der Weg so schmal, dass man nur hintereinander gehen kann. Insofern ist es kein blauer Spazierweg, sondern eher schon eine rote Route.

Statt mit Wanderschuhen kann man den Rundweg auch gut laufend oder – vorsichtig – auf Stollenreifen bewältigen. Wem für die 8,5 km lange Strecke (Wanderzeit ca. 1 ¾ Stunden) die Kartenskizze nicht reicht, dem sei ein Abruf des gpx-Tracks empfohlen. Beschrieben wird dort die Richtung gegen den Uhrzeigersinn.

Bergan in stillen, lichten Wald

Los geht’s am Lyrikpfad in der Nähe der Pulvermühle (Kürtener Straße zwischen Bergisch Gladbach Zentrum und Herrenstrunden), die vor 250 Jahren hier stand. Als Relikte des “Staubmühlchens” ist noch der Obergraben zu erkennen. Ein großes Regionale-Schild erläutert die Details.

Quer durch den Graben steigt der Pfad ziemlich steil an und knickt dann rechts ab in Richtung Gut Schiff. Nach ungefähr einhundert Meter ist schräg links eine weitere steile Geländestufe zu überwinden. Der Weg schlängelt sich zwischen großen Fichten nach oben und erreicht wenig später eine Stelle, die einen wunderbaren Blick auf Gut Schiff und Herrenstrunden erlaubt. Auf der Wiese runter zur Strunde ist oft das Gänsevolk unterwegs. Der Weg wird breiter und geht Richtung Norden.

Aussichtsreiche Höhenroute

Wenige Minuten später mündet der unscheinbare Pfad auf den oberen Schotterweg, der zum Igeler Hof (mit Eier- und Milchverkauf) führt. Die Tour geht ein kleines Stück rechts, dann links auf den Asphaltweg Richtung Westen. Der Blick reicht von der Kirche in Herkenrath bis zum Kölner Dom.

Vorbei am Rommerscheider Pferdehof (mit der Bäckerei Friedhelm Müller in der Nähe) und der Siedlung “Großer Busch” kommt man zum Irlenfelder Hof. Wieder ein prächtiger Blick nach Köln, den offenbar auch die Ziegen genießen.

Es geht steil bergab, hinter Hausnummer 44 rechts und dann – am Ende der Weide – über einen unscheinbaren Pfad links ab hinunter zur Fuchskaule. Ein kleiner Weg führt zum Steinberg, die weiteren Stationen lauten Rommerscheider Straße, Bergstraße, In der Kümp, Margarethenhöhe.

Kreuz und quer durch den Wald oberhalb des Industriemuseums

Kurz nach der 19-Prozent-Steigung knickt der Weg zwischen Wohnhäusern in den Wald ab. Hier, zwischen Rommerscheid, Aldi-Markt, Industriemuseum Alte Dombach (mit Café und Bushaltestelle) und Igeler Mühle liegt für Freunde schmaler Pfade ein wahres Paradies. Häufig führt der schmale Weg am Hang entlang und ein wenig Trittsicherheit ist schon gefragt.

Wenn man den unteren, asphaltierten Weg zum Igeler Hof gequert hat, geht es einen schmalen Pfad nach rechts hoch. Zwischen jungen Birken verläuft der Weg Richtung Osten und vorbei am Meditationszentrum Igeler Mühle. Wenig später ist der Lyrikpfad wieder erreicht.

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