Thomas Krüger

Thomas Krüger ist einen weiten Weg gegangen. Geografisch von Löhne in Ostwestfalen nach Schildgen, beruflich vom freien Journalisten zum Buchautor, Kinderbuch- und Hörbuchverleger. Dabei kann der 51-Jährige gar nicht sagen, woran er am liebsten arbeitet: „Kinderbücher schreibe ich am liebsten. Nein: Lyrik. Nein: Krimis. Ich kann mich nicht entscheiden.“

Gerade im Buchhandel angekommen ist sein Krimi „Erwin, Mord und Ente“. Zu seinen bekanntesten Kinderbüchern gehört  „Rufus und das Geheimnis der weißen Elefanten“.  Das Werk „Wie Kaiser Franz das Fußballspiel erfandhat laut der Wochenzeitung „Die Zeit” das Zeug zu einem „Standardwerk der jüngeren Beckenbauer-Forschung“. Das ist zwar „nur“ ein Pixi-Buch, aber gerade denen gilt Krügers besondere Liebe.

Und dann ist da noch sein zweiter Beruf, das Verlegen von Hörbüchern, die er in seinem Verlag „Schall & Wahn“gerne mit so berühmten Stimmen wie Rufus Beck, Christoph Maria Herbst oder Dietmar Bär produziert.

Thomas Krüger und Anton Riedel – cool.

Denen eifert er gerne bei eigenen Lesungen nach. Wobei ihm neben der Stimme offenbar auch der optische Eindruck wichtig ist. Auf dem Bild hier sieht man Thomas Krüger (l.) mit seinem Freund Anton Riedel bei einer Lesung in der GGS Paffrath aus einem neuen, noch nicht veröffentlichten Kinderbuch. Dabei tragen die beiden Brillen. „Sogenannte Coolator-Brillen“, erläutert Krüger, „de machen – ähem – cool … .“

Weil man als Autor so viel schreibt nennt Krüger als Hobby  „Den-Hintern-nicht-vom-Computerstuhl-Bekommen“. Doch dagegen kämpft er an, und joggt durch die Dünnwalder Urwäldern. Im Winter, wenn es draußen zu kalt ist, läuft er das Treppenhaus rauf und runter. 100 Mal. Thomas Krüger ist verheiratet mit Simone Krüger, die zwei Kinder sind acht und elf Jahre als. Wie cool die ihren Vater finden, das fragen wir jetzt besser nicht.

Genug der Vorrede. Los geht’s.

Wie starten Sie in den Tag?
Nicht zu früh. Und langsam. Mit Kaffee und ohne Ideen.

Was wollten Sie als Kind werden?
Lyriker. Ja, tatsächlich. Das hat sich auch nicht geändert.

Und was sind Sie geworden?
Tatsächlich auch ein Lyriker. Und Autor, Verleger … Buchmensch.

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?
In ein Café – oder nach Haus. Da versiegt der Kaffeestrom nie.

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden?
Zu „Shepler’s“ in Paffrath – ich genieße mein Grundrecht auf ungesunde Ernährung und mag die netten Leute dort.

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
In den Keller, auf der Snare-Drum trommeln.

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Eine gute Idee kann den Tag retten. Manchmal ein Gedicht. Manchmal ein Kapitel in einem neuen Buch. Und abends den Kindern was vorlesen. Zur Zeit „Mr. Gum“, übersetzt von Harry Rowohlt. Dann wird sehr gelacht. Und es wird viel zu spät.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein?
Mal Tee, mal Kaffee. Die Kaffeephase dauert nun schon etwas länger. Wird wieder Zeit für Tee.

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Alle Fragebögen: 26 Fragen an ... 

Was ist für Sie das größte Unglück?
Hoffnungslosigkeit. Geschlossene Türen. Wenns nicht weitergeht. Das ist lähmend.

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist …
… ein feiner Ort zum Leben. Und zum Radfahren. Zum Luft holen. Zum Familie-haben. Zum …

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?
… dass es viele kleine Pluspunkte hat.

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?
Keine Ahnung. Der Bürgermeister wird’s wissen. In diesen Zeiten vermutlich das Geld …

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie …
… fünf Jahre lang überlegen, um nix falsch zu machen. Nee, besser die Wünsche weitergeben an die Gladbacher.

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
… bei aufkommenden Sorgen würde ich mir gern einen Ausschaltknopf am Kopf wünschen. Cool bleiben. Hilft ja oft.

Was war Ihre größte Leistung?
Ach, große Leistung. Ich weiß nicht …

Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?
Mit einem guten Freund und Mentor in Streit zu geraten und diesen viel zu lange nicht beigelegt zu haben.

Mein großes Ziel ist es, …
Ach, dieses Wörtchen „groß“ … Über die Runden kommen, den Kindern helfen, ihnen die Startblöcke einrichten ohne ihnen die Eigeninitiative zu nehmen. Jeden Tag das Feinjustieren … Schwierige Frage. Also eine einfache Antwort: 200 Jahre alt werden! ;-)

Was ist Ihre Stärke? Ausdauer trotz Ungeduld.
 
Was ist Ihre Schwäche? Ungeduld.

Wie sind Sie als Chef?
Ich kann kein Chef sein. Niemals. Ich habe das einmal versucht. Reinfall. Nein, ich bin als mein eigener Chef schon kein guter Chef.

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Dummköpfe, die als Besserwisser auftreten.

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben?
Meine Frau. Die ist cooler als ich und geht Sachen ruhiger an. Sehr klug!

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
Wirtschaftlich gesehen vermutlich der, mir doch mal die Romane von Stieg Larsson anzuschauen.

Welchen Ratschlag würden Sie Ihren Kindern erteilen?
Gebt nicht auf bei Gegenwind. Der dreht sich irgendwann. Und dann spannt die Segel auf.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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