Heinz D. Haun macht ordentlich Wind und tanzt gerne auf vielen Hochzeiten – solange es dort um Kultur geht und etwas Gutes dabei herauskommt. Der 63-Jährige ist Begründer und Leiter der „Wirkstatt für neuen Wind“, der „Galerie für neuen Wind“ und des „Instituts für neuen Wind“. Er singt im Jazz-Chor, engagiert sich kultur- und gesellschaftspolitisch, unter anderem als Mitglied bei Wort & Kunst und im Stadtverband Kultur.

Gerade erst hat Haun ein neues, schräges Ensemble mit auf die Beine gestellt: die „Geschmacksverstärker“, eine fünfköpfige Gruppe, die „Das grunze Mampfen“ auf die Bühne bringt, das nächste Mal am 1. Mai, als Benefizvorstellung für das Theas.

Seit 17 Jahren wohnt Haun mit Frau und Söhnen (16 und 20 Jahre) in Gronau. Studiert hatte er Diplom- und Sonderpädagogik, wurde Sonderschullehrer. Gleichzeitig absolvierte er immer wieder Zusatzausbildungen (als Spielleiter, Theaterpädagoge, in der klientenzentrierter Gesprächsführung,  aktivierendes Kompetenz-Training) – und konnte dann seine Hobbies zum Beruf machen: Seit mehr als 30 Jahren in er in den Bereichen Theater, Literatur und Musik freibruflich tätig.

Genug der Vorrede. Los geht’s.

Wie starten Sie in den Tag?
Meistens werde ich wach, wenn ich genug geschlafen habe – das ist in der Regel zwischen 7 und 8 Uhr (zweimal in der Woche bin ich allerdings mit Frühstückmachen für die Familie dran und muss früher aufstehen). In Ruhe frühstücken und Zeitunglesen sind mir wichtig.

Was wollten Sie als Kind werden?
Schauspieler, aber auch eine Zeitlang Soldat (Letzteres noch bis ein halbes Jahr vor meinem KDV-Antrag).

Und was sind Sie geworden?

u.a. Theatermacher, Theaterpädagoge.

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?

Zum Essen und/ oder Feiern zu mir/ uns nach Hause.

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden?

Mit meiner Frau und unseren Jungs zum Essen „zum Italiener“ und touristisch auf Städtetour. Ansonsten mit Frau und Freunden gern in Ausstellungen, Konzerte, zu Tanz und Theater, aber auch in die Natur, Wandern.

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?

In mein Arbeitszimmer, gelegentlich in den Garten oder in den Wald.

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?

Ich habe fast immer die Freiheit tun zu können, was ich will. Und wenn ich dann das Gefühl habe, etwas geschafft/ geschaffen zu haben, bin ich voll zufrieden.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein?

Viel Tee, hin und wieder ein Mokka oder Cappuccino; eher Wein, im Sommer frisch gezapftes Kölsch..

Was ist für Sie das größte Unglück?

Ein schlimmes Ereignis, das eigentlich vermeidbar gewesen wäre.

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist …
… ideal gelegen zwischen der großen Stadt am Rhein und dem schönen Bergischen Land.

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?

Überschaubar, kurze Wege, hier gibt’s alles, was ich im Alltag brauche. Für den Rest ist Köln nicht weit weg ….

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?
Es mag größere Probleme geben, aber eine Stadt mit so vielen reichen Einwohnern müsste mehr für die lokale Kultur tun (z.B. das THEAS retten).

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie …
… das THEAS retten, die abends tote Innenstadt mit Leben füllen wollen, einen Bouleplatz im Zentrum anlegen.

Die Geschmacksverstärker. Foto: E. Mammen

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
… liebend gerne einen erschwinglichen Proben- und Aufführungsort für meine Theateraktivitäten haben wollen.

Was war Ihre größte Leistung?
Über die Jahrzehnte so zu werden wie ich bin: optimistisch, überzeugt davon, dass es nie keinen Weg gibt und immer eine Alternative, für mein Glücklichsein selbst verantwortlich, über mich selbst lachen können … – und dass man alles auch ganz anders sehen kann.

Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?

In einigen Situationen die wirklichen Bedingungen zu spät erkannt zu haben.

Mein großes Ziel ist es, …
Gesundheitlich noch lange in der Lage sein, das zu tun, was ich gerne tue – weiter wie bisher, aber auch weiter als bisher.

Was ist Ihre Stärke?

Ich mag mich. Ich vergleiche mich nicht mit anderen und lasse mich nicht auf Konkurrenz ein.

Was ist Ihre Schwäche?
Manchmal verzettele ich mich.

Lesen Sie mehr:
Das „Grunze Mampfen“ mit den Geschmacksverstärkern
Websites: Wirkstatt für neuen Wind, Galerie für neuen Wind, Institut für neuen Wind
Alle Fragebögen: 26 Fragen an ... 

Wie sind Sie als Chef?
Wolf unter Wölfen, wenn auch mit einer jeweils eigenen Aufgabenstellung.

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen?

Wolf unter Wölfen, „wenn er auch ein wenig mehr loben könnte…“

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Ungerechtigkeit, Ignoranz, Rücksichtslosigkeit.

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf?

Ich habe kein Vorbild – ich bin ich mit meinen eigenen Talenten, Potenzialen, Möglichkeiten.

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben?
Kein Vorbild, aber ich bewundere meine Frau, einige Freunde und Freundinnen für das, was sie tun.

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
Eine Weisheit meiner Mutter: Jlöcklich wääde muss de selvs dunn!

Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem Nachfolger/Ihren Kindern erteilen?
Sei Du selbst, misstraue denen, die Dir sagen wollen, wie Du sein sollst.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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