Sabine Kuckelberg ist Herausgeberin des Stadtmagazins „GL KOMPAKT“, aber in dieser Sache tritt sie ausdrücklich als Privatperson auf. Und die findet, der Unternehmer Willibert Krüger und seine gleichnamige Unternehmensgruppe habe sich eine ausdrückliche Anerkennung durch die Stadt Bergisch Gladbach mehr als verdient.

Sabine Kuckelberg

„Ich empfinde es als eine Ehre, dass Krüger seinen Firmensitz in Bergisch Gladbach hat”, sagt Kuckelberg.

Daher hat sie einen formalen Antrag beim Ausschuss für Anregungen und Beschwerden eingereicht, eine Straße oder ein Platz in Innenstadtnähe nach dem Unternehmen Krüger zu benennen. Eine Person darf erst fünf Jahre nach ihrem Tod als Namensgeber fungieren, aber diese strikte Regel gelte nicht für Unternehmen.

Krüger, so schreibt Kuckelberg in der Begründung, habe seit der Gründung 1971 den Ruf Bergisch Gladbachs maßgeblich geprägt, sich vielfältig sozial und kulturell vor Ort engagiert und trotz eines Milliardenumsatzes seine Wurzeln nie verloren.

Kuckelbergs Argumente für Unternehmen und Unternehmerfamilie:
Krüger ist ein Aushängeschild Bergisch Gladbachs, ein „Leuchtturm im Markenmeer“
Krüger zählt zu den größten Arbeitgebern der Stadt Bergisch Gladbach
Krüger ist und bleibt bis auf Weiteres ein Familienunternehmen
Krüger investiert in Bergisch Gladbach, trotz mittelmäßiger logistischer Anbindung
Krüger ist erfolgreich – auch das ist eine gute Nachricht für Bergisch Gladbach
Krüger betreibt Social-Sponsoring wie z.B. die Unterstützung der Arche-Häuser
Krüger betreibt lokales Sport Sponsoring und war jahrelang Hauptsponsor der SV 09
Krüger betreibt kulturelles Sponsoring wie jährliche Inbetriebnahme des Waffeleisens 
Krüger ist Repräsentant der regionalen Wirtschaft: IHK, Industrieoffensive etc.

Firmengründer Willibert Krüger

Bürgermeister Lutz Urbach nimmt in seiner schriftlichen Stellungnahme für den Ausschuss den Ball auf: Eine Krügerstraße sei grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Auch in Köln gebe es ja zum Beispiel eine Toyota-Allee oder eine Porta-Straße. Und die Berzeliusstraße in unmittelbarer Nähe zu Krüger verweise ja auch auf ein Unternehmen: die Zinkhütte Berzelius, die 1931 ihren Betrieb eingestellt hatte.

Ein konkreter Vorschlag – mit einem Nachteil

Der Bürgermeister weist draufhin, dass es derzeit keine Liste für anstehende Benennungen gebe. Aber es sei geplant, eine solche mit maximal 20 Namen auf Vorschlag der Fraktionen anzulegen – und dann könnte man Krüger mit aufnehmen:

Aus Sicht der Verwaltung würde die Benennung einer neuen Straße nach der Krüger-Unternehmensgruppe die stadtgeschichtliche Bedeutung dieses Wirtschaftsunternehmens unterstreichen und vor anderen Firmen hervorheben.“

Urbach hat auch einen konkreten Vorschlag. Der ist allerdings nicht ganz unproblematisch:  „Sinnvoll erscheint eine solche Benennung jedoch nur in räumlicher Nähe des Unternehmensstandortes im Gewerbegebiet Zinkhütte, wo sie einen lokalen Bezug hätte und räumliche Orientierungs- und Hinweisfunktionen bieten könnte. Denkbar wären solche Funktionen beispielsweise für die geplante Querspange von Gronau nach Heidkamp, wenn diese realisiert werden sollte.“

Diese sogenannte Querspange ist Bestandteil der Planungen für einen Autobahnzubringer über die alte Bahndammtrasse. Dieses Projekt liegt jedoch in der Hand der Landesregierung und ist heftig umstritten. Daher, das hatte Urbach im Wahlkampf mehrfach betont, solle man auf die Realisierung besser nicht warten und nach anderen Lösungen suchen.

Am Mittwoch, 17 Uhr, hat der Ausschuss im Rathaus Bensberg das Wort.

Weitere Informationen:

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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1 Kommentar

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  1. Nun ja, ist ja oft so bei der CDU,
    der Bürgermeister, hierbei ist es diesmal Lutz Urbach,
    der uns die ganze Wahrheit jahrelang-wissentlich verscheigt.
    Einzig wichtig ist, das man Milliardär sein muss.
    Dann werden Empfehlungen ignoriert,
    das man wie in Köln 2 Jahrte oder in Berg. Gladbach 5 Jahre tot sein muss,
    um mit einem Straßennamen geehrt zu werden.
    Verständlich, ansonsten gebe es jetzt viele Uli Hoeneß Plätze
    oder Alice Schwarzer Allen, die jetzt unbenannt werden müssten.
    Letztere Dame wurde bzgl. ihrer Meinung zur Krimkrise,
    von Burda und Springer wieder gesellschaftfähig promotet.

    Nun, bzgl. Todesjahresfrist musste ich das selber erfahren bei meinem Bütgerantrag,
    die Straße vor dem Bundesamt für Verfassung, BfV,
    in Edward Snowden Straße umzubenennen.
    CDU, SPD, FDP und die Grünen stimmten in der Bezirksrathaus dagegen.
    Diese Parteien sind für mich nicht mehr wählbar,
    da sie das Gemeinwohl nicht mehr im Fokus haben.
    Einzig die Linke stimmte dafür.

    Aber ich will zum Thema zurück, dennoch…
    Klartext,
    der Kompromis für den Hindenburg-Platz in Bensberg ist eine CDU-Mogelpackung.
    Wie lange soll denn die Diskussion noch laufen.
    Das kleine Täfelschen ist doch keine Lösung, was da er Rat angebracht hat.
    Hab doch da mal einen klärenden Artikel geschrieben:
    “Ohne Hindenburg – Kein Hitler”

    Aber warum muss man Milliardär sein?
    ZB. gibt es da eine Michael-Schumacher-Straße in Kerpen
    oder einer der Millionäre,
    zu Lasten der Bevölkerung zu Millardären gemacht hat.
    Daher gibt es eine Dr. Hemut Kohl Straße in Loddin.

    Ich habe vor ca. 35 Jahren bei Krüger in der Produktion gearbeitet.
    Das war in der Zeit vor meinem Studium und war,
    Gott sei Dank, nur ca. 3 Wochen. lang
    Mir teilte man hinter vorgehltener Hand mit,
    das zuerst nur weibliche Türken, dann nur männliche Türken
    und dann nur weiblich Angestellte des Friseur-Handwerks eingestellt wurden.
    Ich kam von einer kölner Verleihfirma.
    Grund, man versuchte einen möglichen Betriebsrat
    und Jungendvertretung zu verhindern.
    Nun, da waren Sprachschwierigkeiten für die Firma Krüger von Vorteil,
    um dies zu verhindern.

    Anderseits habe ich ja schon Kontakt zu Familienangehörigen der Familie Krüger.
    Bei unseren Telefonaten teilten sie mir mit,
    sie fänden es förderlich von Lutz Urbach und für die Region,
    wenn die komplette Strecke nach der Familie Krüger benannt würde.