Screenshot Express: Hier soll der Verdächtige gewohnt haben

Neun Personen waren am Mittwoch festgenommen worden, weil sie mit Diebstählen unter anderem in Kirchen den Krieg radikalislamischer Dschihadisten in Syrien unterstützt haben sollen. Sieben junge Männer mit deutschem Pass waren wohl eher kleine Fische. Doch gegen zwei Verdächtige lag ein Haftbefehl des Generalstaatsanwaltes vor.

+ Anzeige +

Einer von den beiden ist der 58-jährige Mirza Tamoor B. – und der soll nach Recherchen der Kölner Boulevardzeitung Express 35 Jahre lang in Refrath gewohnt haben.

Die Kölner Polizei gibt keine Auskunft in der Sache und verweist nach Karlsruhe, aber beim Generalbundesanwalt war am Freitagnachmittag keine Auskunft mehr zu erhalten.

Mirza Tamoor B., der wie alle Verdächtigen die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, ist laut Expresse Chef des angeblichen Spendenvereins „Amatullah-Verein“ mit Sitz im Kölner Norden. Dieser Verein soll große Summen Geld gesammelt und in den „Heiligen Krieg“ gesteckt haben. Im Haftbefehl ist allerdings nur von 3.200 Euro die Rede.

Aktualisierung 21.11.: Die Generalbundesanwaltschaft hatte zunächst berichtet, B. habe die pakistanische Staatsbürgerschaft; nach einem Protest der pakistanischen Botschaft wurde diese Angabe korrigiert, es habe sich um einen Übermittlungsfehler gehandelt.

Der Generalbundesanwalt wirft dem Mann offiziell vor, seit 2013 die terroristischen Vereinigungen „Islamischer Staat im Irak und Großsyrien“ (ISIG) und „Ahrar al-Sham“ unterstützt zu haben. Zudem soll er daran mitgewirkt haben, zwei Kämpfer aus Deutschland zu den Terrororganisationen nach Syrien zu schleusen. Im Haftbefehl wird ihm außerdem vorgeworfen, dem ISIG und „Ahrar al-Sham“ insgesamt 3.200 Euro und ein Transportfahrzeug zur Verfügung gestellt zu haben.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.