Eingang zur Belkaw-Zentrale

Nach dem Einstieg der Stadt Bergisch Gladbach ist jeder Bürger ein Anteilseigner der Belkaw. Und Stadtkämmerer Jürgen Mumdey benötigt jedes Jahr 3,6 Millionen Euro, um den Kredit für den Anteilskaufs abzahlen zu können. Daher sind die Geschäftszahlen von besonderem Interesse.

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Die Stadt hatte bereits eine Abschlagszahlung von 3,5 Millionen auf den erwarteten Gewinn erhalten, nach einer Vorab-Meldung von KSTA/BLZ sollte der Gewinn 14 Millionen Euro erreichen. Tatsächlich wurden es aber noch mehr. Wir dokumentieren die Pressemitteilung der Belkaw und eine Stellungnahme des Aufsichtsratsvorsitzenden:

BELKAW legt Jahresabschluss 2014 vor – Gewinn von 15 Millionen Euro erwirtschaftet 

Im Rahmen der Gesellschafterversammlung legte die BELKAW gestern ihre Geschäftszahlen für 2014 vor. Der Umsatz ohne Energiesteuer der BELKAW liegt bei 192,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr mit 208,6 Millionen Euro.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 24,3 Millionen Euro gegenüber 21,3 Millionen Euro im Vorjahr.

Nach Abzug der Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss von 15,1 Millionen Euro (Vorjahr: 13,1 Millionen Euro). Damit liegt das Ergebnis um rund 2 Millionen Euro über dem des Jahres 2013. Ursache sind insbesondere Sonderbelastungen in 2013, die in 2014 nicht angefallen sind. Vom Gewinn gehen 49,9 % an die Bädergesellschaft der Stadt Bergisch Gladbach mbH.

Die Investitionen der der BELKAW sind mit 9,7 Millionen Euro auf einem ähnlich hohen Niveau wie 2013 (9,5 Millionen Euro).

Operatives Geschäft der BELKAW 

Der Stromabsatz der BELKAW sank von 689 Millionen Kilowattstunden im Jahr 2013 auf rund 626 Millionen Kilowattstunden. Der Rückgang liegt neben dem starken Wettbewerb wesentlich auch im geringeren Stromverbrauch der Kunden – infolge bewussterem Verbrauchsverhalten und der Nutzung von energieeffizienteren Geräten – begründet. Mit neuen Produkten und erfolgreichen Kundenaktionen konnte die BELKAW Kundenverluste auf moderatem Niveau halten.

Der Erdgasabsatz entwickelte sich vor allem wegen der milden Witterung nach unten, von rd. 1 Milliarde Kilowattstunden auf 883 Millionen Kilowattstunden. Beim Nahwärmeverkauf zeigte sich der Witterungseinfluss am deutlichsten: 54,2 Millionen Kilowattstunden beim Absatz gegenüber 64,9 Millionen Kilowattstunden im Jahr 2013.

Der Wasserabsatz war mit 6,1 Millionen Kubikmetern nahezu konstant zum Vorjahr.

Dazu nimmt Klaus Ort, Aufsichtsratsvorsitzender Belkaw und SPD-Ratsmitglied, wie folgt Stellung:

„Das Jahresergebnis 2014 der BELKAW ist hoch erfreulich und besser als erwartet. Ungeachtet der aktuellen Ergebnisentwicklung ist die BELKAW im Vergleich zu vielen anderen Versorgern besser aufgestellt, da sie von den strukturellen Belastungen aus der Energieproduktion völlig frei gestellt ist.

Dieser Umstand prägt natürlich auch das Risikoprofil der städtischen Investition. Auf absehbare Zeit haben wir uns jedenfalls nicht mit den aus der Energiewende resultierenden Riesenproblemen anderer Versorger auseinanderzusetzen.”

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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