Das stillgelegt Gleis auf dem alten Bahndamm. Hier könnte ein Autobahnzubringer entstehen.

Anlässlich der Eröffnung der Rad-Station am Bahnhof Bergisch Gladbach-Stadtmitte hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) am Samstag auch einen Flyer mit Forderung zu den Leitzielen des Mobilitätskonzeptes unserer Stadt ausgelegt.

Mit den darin geäußerten Zielen ist der Autobahnzubringer e.V. bis auf das Letzte einverstanden. Bereit sind wir sogar, die Forderung nach  dem zweigleisigen Ausbau der S 11 von Köln-Dellbrück zu unterstützen. Hier haben wir bereits Gespräche mit dem VRS aufgenommen, die diesen Wunsch thematisiert.

Nicht einverstanden sind wir aber mit der letzten Forderung, die eine Absage an den Bau der Bahndamm-Trasse ist.

Anmerkung der Redaktion – die entsprechende Passage im VCD-Flyer lautet: „Die Bahndamm-Trasse darf nicht kommen! Die Umweltverträglichkeitsstudie dazu hat eindeutig festgestellt, dass die neue Straße „zu sehr umfangreichen Beeinträchtigungen des Wohnumfeldes, der Erholungsnutzung und des Stadt- und Landschaftsbildes“ führen würde.”

Hier hat der VCD wohl falsch recherchiert, wird doch der Radfahrer durch den Bau dieser Entlastungsstraße nur positiv tangiert.

Hier müssen Radfahrer, die parallel zum Bahndamm unterwegs sind, die Linie 1 der KVB queren

Die Querung des Radweges über die Straßenbahnlinie 1 wird hierdurch eine wesentliche Verbesserung erfahren. Dieser Gefahrenpunkt würde nämlich beseitigt. Im Übrigen bleibt der Radweg entlang dieser Straße vollkommen erhalten, wird sogar in einen besseren Zustand gebracht.

Wir fragen uns, wer diese Forderung dem VCD wohl in die Feder diktiert hat. Unsere Bitte ist daher, solche Äußerungen nicht weiter zu verbreiten.

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2 Kommentare

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  1. Dass der Autobahnzubringer e.V. mit der VCD-Forderung nach einer Absage an den Bau der Bahndammtrasse nicht einverstanden ist, kann der VCD verstehen.

    Der VCD fordert den Autobahnzubringer e.V. aber unmißverständlich auf, Aussagen wie “hier hat der VCD wohl falsch recherchiert” oder “wir fragen uns, wer diese Forderung dem VCD wohl in die Feder diktiert hat” zu unterlassen.

    Richtig ist:
    1. Der VCD recherchiert sauber: Der Unterzeichner war für den VCD bei der Vorstellung der Umweltverträglichkeitsstudie am 4. Februar 2014 im Bergisch Gladbacher Stadtentwicklungsausschuss persönlich anwesend, hat den Ergebnisbericht der Studie persönlich intensiv studiert und dazu einen Artikel “Geplante L 286 in Bergisch Gladbach: Massive Umweltfolgen drohen” in der “Rhein-Schiene”, der Zeitschrift des VCD-Regionalverbandes Köln, Heft 53 vom Sommer 2014 veröffentlicht.

    In der Studie heißt es u.a.:
    Der hohe Erholungswert des Rad- und Fußwegs, der von Gehölzen gesäumt wird und durch derzeit relativ ruhige, naturgeprägte Bereiche verläuft, gehe “unwiderruflich verloren”.

    2. Im VCD-Regionalverband Köln sind u.a. zahlreiche Verkehrsexperten aktiv (z.B. Verkehrsingenieure oder Verkehrswirtschaftler), die sehr wohl in der Lage sind, selber fachlich fundiert zu Verkehrsfragen Stellung zu nehmen.

    Deshalb bleibt die VCD-Forderung weiter: Die Bahndamm-Trasse darf nicht kommen!

    Die Umweltverträglichkeitsstudie dazu hat eindeutig festgestellt, dass die neue Straße “zu sehr umfangreichen Beeinträchtigungen des Wohnumfeldes, der Erholungsnutzung und des Stadt- und Landschaftsbildes” führen würde.

    Mehr Informationen dazu hier.

    Für den VCD Bergisch Gladbach
    Friedhelm Bihn