Foto: Wikimedia CC 2.0

Um immerhin 66.242 Personen ist das Land Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahren gewachsen. Das waren 0,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor – und damit das höchste Bevölkerungswachstum seit 20 Jahren.  Das statistische Landesamt veröffentlichte am Montag die Zahlen zum Stichtag 31.12.2014, die auf Basis des Zensus von 2011 hochgerechnet worden waren.

Der Rheinisch-Bergische Kreis ist mit einem Plus von 0,38 Prozent fast genau so stark wie das gesamte Land gewachsen, doch bei den einzelnen Städten zeigen deutliche Unterschiede.

Im Südkreis wachsen Overath (plus 0,62 Prozent) und Kürten (0,49 Prozent) überdurchschnittlich stark. Rösrath (0,32 Prozent) und Odenthal (0,29 Prozent) fallen bereits hinter dem Landesschnitt zurück.

Bergisch Gladbach wuchs sogar nur um 0,23 Prozent auf 109.697 Personen. Damit bleibt die Stadt natürlich das Schwergewicht im Kreis, ab das relative Gewicht in NRW und in RheinBerg schrumpft ein wenig.

Das hat Auswirkungen – denn die Bevölkerungszahl ist nicht nur bei der Verteilung der Flüchtlinge ein wichtiger Indikator, sondern auch bei der Aufteilung der Steuereinnahmen. Bergisch Gladbach kann daher durchaus den dauerhafte Zuzug von Menschen – auch aus dem Ausland – gebrauchen.

Denn aus eigener Kraft wächst auch NRW schon lange nicht mehr. Der Zuwachs in 2014 geht allein darauf zurück, dass mehr Menschen ins Land als heraus zogen. Das natürliche Bevölkerungswachstum war negativ: 2014 starben 37.757 mehr Menschen als Kinder geboren wurden.

Problematisch sieht es es für Wermelskirchen aus: die zweitgrößte Stadt im Kreis schwumpfte. Zwar nur um elf Personen oder 0,03 Prozent – aber das das Wachstum war bereits zum zweiten Mal in Folge negativ.

Datix

Zahlen, Tabelle, Grafiken sind mein Metier. Weil mich interessiert, was sich hinter dem ganzen Datensalat verbirgt.

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