Mechthild Münzer beim Unterricht in Kleingruppen

Als Organisation bleibt der Begriff „Netzwerk” abstrakt, aber an Personen und Projekten wird er konkret. So am Beispiel von Mechtild Münzer, die beim „DRK-Netzwerk Bensberg und Moitzfeld” als Motivatorin und Arbeitstier die Fäden zusammen hält und die Fragen des Bürgerportals beantwortet.

Name der Einrichtung
DRK-Soziales Netzwerk Wohnpark Bensberg und Moitzfeld

Wer sind die Ansprechpartner, wie sind Sie zu erreichen?
Träger ist das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Rhein-Berg. Ansprechpartner sind

Worin sehen Sie Ihre Hauptaufgabe?
Das Netzwerk Wohnpark Bensberg und Moitzfeld ist auf Initiative des Sozial- und Jugendamtes entstanden, wird aber auch von der katholischen und evangelischen Kirche in Bensberg/Moitzfeld unterstützt. Unsere Hauptaufgabe liegt im Aufbau von Helfersystemen, um Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien zu unterstützen, darunter fällt auch die Durchführung von Angeboten und Maßnahmen der Flüchtlingshilfe. Für diese Projekte bin ich Ansprechpartnerin vor Ort.

Was motiviert Sie zu dieser Arbeit?
Mein beruflicher Hintergrund in der Familienbildungsarbeit. Vor über 20 Jahren habe ich bereits in Bergisch Gladbach intensiv in der Flüchtlingshilfe gearbeitet. Meine damaligen Erfahrungen helfen mir heute, mit Sachverstand und meinem christlichen Verständnis von „Nächstenliebe“, diese Arbeit zu leisten.

Was machen Sie konkret? Was können Sie besonders gut?
Organisation von Bildungsangeboten, wie zur Zeit drei Deutschkurse für Erwachsene in Moitzfeld, Nachhilfe für Kinder auf weiterführenden Schulen, Ferien-und Freizeitangebote. Ich kann gut auf Menschen zugehen, sie motivieren, gelte als Arbeitstier“ und arbeite sehr zielorientiert.

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Wie viele Menschen sind bei Ihnen engagiert? Wieviele betreuen Sie?
Im Netzwerk Moitzfeld arbeiten z.Zt. 8 Deutschlehrer, 3 Betreuer in den Deutschkursen, 4 Nachhilfelehrer/innen für Nachhilfe bei den Kindern zu Hause, viele Moitzfelder Bürger/innen, die, wann immer ich Ihre Hilfe benötige, bei Ferienprogrammen, Festen, u. ä. einspringen, Kitas, die für Flüchtlingsfamilien Schulmaterial, Babyausstattung u.v.m. sammeln. In Moitzfeld leben ca. 90 Flüchtlinge.

Mit wem kooperieren Sie?
Mit dem DRK-Familienbildungswerk, dem Jugend-und Sozialamt der Stadt Bergisch Gladbach, dem Kath. Bildungswerk, der Caritas vor Ort und der Kreiscaritas, der Ev. und Kath. Kirche, Adra, der Moitzfelder Dorfgemeinschaft, der Kontaktstelle KiWo im Wohnpark Bensberg, den Pfadfindern,TuS Moitzfeld und jedem, der unbürokratisch und ehrlich seine Hilfe anbietet.

Wo sehen Sie Probleme bei der Flüchtlingshilfe konkret in BGL?
Bei der Vielzahl von Flüchtlingen in BGL fehlt es an Wohnungen für Familien mit mehreren Kindern, die nach einem erfolgreichen Asylverfahren Anspruch auf privaten Wohnraum haben. Sie müssen in städtischen Unterkünften bleiben und blockieren so Wohnraum für neuankommende Flüchtlinge.

Worüber ärgern Sie sich im Rahmen Ihrer Arbeit?
Ich ärgere mich maßlos, wenn Leute Bücherkisten, Altkleider oder Schuhe, die kein Mensch mehr anzieht, einfach vor Flüchtlingsunterkünften abladen. So entsteht der Eindruck von unordentlichen Unterkünften und die städtischen Hausmeister müssen anrücken, um den umherfliegenden Müll zu entsorgen.

Wie kann man Ihnen helfen?
Ich wünsche mir jemanden an meiner Seite, der mich in der Organisation unterstützt.

Was wurde nicht gefragt, sollte aber dennoch gesagt werden?
Ich freue mich über die Zusammenarbeit mit so vielen großartigen Menschen, die haupt- oder ehrenamtlich unterstützen und immer für jedes Anliegen ansprechbar sind.

Die finanzielle Unterstützung durch die Stadt BGL und die der Bevölkerung ist sehr groß. Viele Vereine, Bürgerinitiativen, Privatpersonen, Kirchen u.v.m.- spenden Gelder für die Flüchtlingshilfe, bieten ihre Unterstützung an oder initiieren Feste/Veranstaltungen für den guten Zweck.

Das finde ich großartig.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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