Um Flüchtlingen einen kostenfreien Zugang ins Internet via WLAN zu ermöglichen haben Freifunker des gemeinnützigen Vereins Freifunk Rheinland e.V. in Bergisch Gladbach das Projekt „Freifunk für Flüchtlinge in Bergisch Gladbach“ ins Leben gerufen. Eine Initiative, die der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. ausdrücklich begrüßt und unterstützt.

Für den Anfang sind Freifunknetze für die Bergisch Gladbacher Flüchtlingsunterbringungen in Katterbach und Sand geplant, in denen das DRK tätig ist.

DRK-IT-Spezialist Hans-Wilhelm Trepper: „Zurzeit kümmern wir uns um über 600 Menschen in Flüchtlingsunterkünften des Kreises. Für sie ist der Mobilfunk oft der einzige Weg, um mit Familienangehörigen Kontakt aufzunehmen. Darüber hinaus ermöglicht ihnen ein WLAN-Zugang über Freifunk die kostenfreie Nutzung digitaler Sprachlern und Integrationsangebote mit dem Smartphone.”

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Schon jetzt wird Freifunk in verschiedenen Projekten bundesweit in der Flüchtlingshilfe umgesetzt. Das Prinzip ist einfach: Anwohner mit einem regulären Internetanschluss „spenden“ ihre nicht genutzten Internet-Kapazitäten an das nichtkommerzielle Bürgernetz. Dabei werden vom bestehenden Internetanschluss ausschließlich überschüssige Kapazitäten abgezogen.

Für den Geber ist dies risikolos: Sein WLAN-Bedarf hat Vorrang; weder haftet er für die Nutzer seiner freien Internet-Kapazitäten, noch haben diese Zugriff auf seine Daten.

Jetzt wird die Hilfe der direkten Anwohner benötigt

„Damit das Projekt Wirklichkeit werden kann, brauchen wir nun dringend die Unterstützung der Bevölkerung“, erklärt Frank Dietz von Freifunk Rheinland e.V. „Anwohner im Umkreis von etwa 200 bis 300 Meter rund um die Flüchtlingsunterbringungen, können über einen Freifunk-Router bei sich im Haus Internetkapazität spenden. Schon ein Anschluss kann Hunderte Telefongespräche ermöglichen, ohne dass dem Geber zusätzliche Kosten entstehen.“

Freifunk Rheinland hat zugesichert, sich einerseits um die Bereitstellung und Installierung der Geräte zu kümmern, andererseits ist geplant, dass sich die Mitglieder des Vereins für eine sinnvolle und effiziente Nutzung der Freifunkkapazitäten in den Flüchtlingsunterkünften einsetzen

Wer Fragen hat und/oder das Projekt unterstützen möchte (z.B. auch durch zweckgebundene Sachspenden wie Router, Antennen etc.), kann sich direkt an Freifunk Rheinland e.V. wenden: Frank Dietz, freifunk-gl@wolke7.net.

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