Die Sporthalle des Berufkollegs an der Feldstraße in Bergisch Gladbach soll bis zu 250 Flüchtlinge aufnehmen

Die Stadtverwaltung verhandelt noch mit der Bezirksregierung über die Konditionen einen großen Kontingents von Flüchtlingen in der Erstaufnahme, aber der Standort ist bereits klar: In der Sporthalle des Berufkollegs Kaufmännische Schulen in der Feldstraße in Heidkamp sollen bis zum 26. Oktober 250 Menschen unterkommen können.

Die Halle ist seit Montag für den Sportbetrieb geschlossen, die Vereine verschicken bereits Ausweichpläne.

Großes Angebot – um für mehr Ordnung in die Unterbringung zu sorgen

Bürgermeister Lutz Urbach hatte am Freitag im Bürgerportal Pläne angekündigt, die Forderung der Bezirksregierung nach weiteren 70 Plätzen mit einem Angebot über 250 Betten zu kontern. Im Gegenzug hofft die Stadt, bei den täglichen Regelzuweisungen etwas Luft zu bekommen und die Flüchtlingshilfe in der Stadt besser strukturieren zu können. Auch die anderen Städte im Kreis sind dabei, ihre Kapazitäten deutlich auszuweiten.

Verhandlungen mit der Bezirksregierung laufen

Derzeit bringt die Stadt 90 Flüchtlinge im Rahmen der Erstaufnahme (Amtshilfe für die Landesregierung) in der Turnhalle in Sand unter. Angebote an die Bezirksregierung, diese EA-Unterkunft in die Zelt-/Leichtbauanlage in Katterbach zu verlegen und auf 150 Betten zu vergrößern, waren in Köln abgelehnt worden. Urbach hatte gefordert, für einige Zeit von den Regelzuweisungen ausgenommen zu werden, um Luft bis zur Fertigstellung der großen Container-Unterkunft in Paffrath zu bekommen.

Die neuen Verhandlungen mit der Bezirksregierung laufen noch, sagt eine Sprecherin der Stadt am Montag. Parallel dazu wurden aber die Betroffenen über das Wochenende von den konkreten Standortplänen informiert.

Weiterer Standort in Heidkamp

Die große Halle des Berufkollegs liegt zwischen dem Schulhof, dem Ausbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft und der Feldstraße. Dort gibt es große Parkplätze, die sich für weitere Sanitärcontainer oder Untersuchungszelte eignen würden.

Nur hundert Meter entfernt liegt die alte „rote” Heidkamper Schule, in der derzeit noch 40 Flüchtlinge wohnen; ebenfalls in Heidkamp befindet sich das ehemalige Lübbe-Gebäude, das zunächst für 100 Personen eingerichtet worden war, derzeit aber deutlich mehr Menschen beherbergt.

Die Halle vom Parkplatz an der Feldstraße her gesehen

Bürgerversammlung am Mittwoch in Refrath

Zu der Standortwahl nahm die Stadt am Montagabend zunächst nicht Stellung. Am Mittwoch steht jedoch die nächste Bürgerversammlung mit Bürgermeister Urbach zum Thema an, in der Kirche St. Elisabeth in Refrath. Dort war zuletzt die Turnhalle der Grundschule In der Auen an der Schwerfelstraße mit Flüchtlingen belegt worden. Mehr Infos zur Bürgerversammlung.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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1 Kommentar

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  1. Während der wohl noch eine Weile andauernden Leerstandsphase könnte das Bensberger Einkaufszentrum gut für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden. Dann könnte man zumindest eine requirierte Turnhalle wieder frei räumen.