Die Hauptstraße 192 wechselt in den Besitz der VR Bank Bergisch Gladbach; die Stadtverwaltung zieht als Mieter 2016 aus

Die VR Bank eG Bergisch Gladbach hat das Büro- und Geschäftshaus an der Ecke Hauptstraße / Konrad-Adenauer-Platz gekauft und wird damit zum neuen Vermieter der Stadt Bergisch Gladbach, die in dem 60er-Jahre-Bau einige Verwaltungseinheiten untergebracht hat.

Für die Stadt, die nach wie vor über das Projekt eines großen neuen Stadthauses am S-Bahnhof nachdenkt, ändert sich dadurch nach eigenen Angaben nichts. Bernd Martmann, Leiter des städtischen Immobilienbetriebs, bestätigte am Donnerstag, dass die VR Bank das Haus gekauft hat und neuer Vermieter ist. „Das ändert aber nichts daran, dass der Mietvertrag der Stadt Bergisch Gladbach bis zum 31. Juli 2016 läuft.”

Umzug nach Heidkamp ist bereits beschlossen – aber nicht endgültig

Im Juni hatten der Infrastrukturausschuss beschlossen, dass die Fachbereiche 1 (Allgemeine Verwaltung), 4  (Bildung, Kultur, Schule, Sport) und 8 (Immobilienbetrieb) aus der Stadtmitte in das Lübbe-Gebäude in Heidkamp ziehen; die Räume wurden beim stadteigenen Stadtentwicklungsbetrieb (SEB) angemietet. Sie befinden sich im linken Gebäudetrakt an der Scheidbachstraße und müssen noch für rund 1,6 Millionen Euro renoviert werden; im rechten Trakt ist eine große Flüchtlingsunterkunft angesiedelt worden.

Der Mietvertrag für das Lübbe-Haus ist befristet, daher bleibt vor allem für die Fachbereiche 1 und 4 die Option eines neu zu bauenden Stadthauses am S-Bahnhof offen, heißt es in der Verwaltung.

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Die VR Bank besitzt nun vier Häuser an der Hautstraße und will hier ihre Verwaltung konzentrieren

Die VR Bank hat mit dem Erwerb des vierstöckigen Gebäudes jetzt alle Häuser entlang der Hauptstraße vom Marktplatz bis zur eigenen Hauptstelle in ihrem Immobilienbesitz. „Mit dem Kauf der Hauptstraße 192 ist die VR Bank in der glücklichen Lage, Eigentümer der vier nebeneinander liegenden Immobilien mit den Hausnummern 186 bis 192 zu sein“, erklärt Vorstandsvorsitzender Lothar Uedelhoven.

Noch beginnen die konkreten Planungen erst, doch sieht die Genossenschaftsbank die Möglichkeit, alle vier Gebäude miteinander zu verbinden und für die eigene Verwaltung und für Mieter attraktive Räume zu schaffen.

Zehn Jahre nach der Fusion sind die räumlichen Grenzen erreicht

Seit der Fusion der Paffrather Raiffeisen Bank eG Bergisch Gladbach mit der Raiffeisenbank Overath-Rösrath eG zur heutigen VR Bank eG Bergisch Gladbach vor zehn Jahren ist die Genossenschaftsbank stark gewachsen. Mit 286 Mitarbeitern, so die Bank, stoße man an räumliche Grenze und will jetzt die noch verstreut liegenden Verwaltungsteile an der Hauptstraße konzentrieren. Das ermögliche es, die „Prozesse effizienter zu gestalten, Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu verbessern und die Zusammenarbeit der Fachabteilungen zu intensivieren”, heißt es in der Pressemitteilung.

In den ersten Jahren nach der Fusion habe man sich zunächst darauf konzentriert, die Arbeitsprozesse zu harmonisieren und die Unternehmenskulturen zu verschmelzen. Jetzt gehe es darum, den Standort Bergisch Gladbach zukunftsfähig zu machen.

Mit mehr als 63.000 Kunden und einer Bilanzsumme von 1,2 Milliarden Euro zählt die VR Bank nach eigenen Angaben zu den 150 größten Genossenschaftsbanken in Deutschland. Dieses Wachstum habe dazu geführt, dass die Bank räumlich an Kapazitätsgrenzen stößt.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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