Die Delegation aus Ganey Tikva im Rathaus bei Lutz Urbach

Die Delegation aus Ganey Tikva im Rathaus bei Lutz Urbach

Vom 23. bis 29. Februar 2016 besuchten 20 Schülerinnen und Schüler der Haris-honim Junior High School die Bergisch Gladbacher Partnerschule: Im Otto-Hahn-Gymnasium bestritt die Austauschgruppe auch den ersten Tag mit verschiedenen Projekten, insbesondere zum gegenseitigen „Beschnuppern“.

Die israelische Schülergruppe wurde begleitet von Bürgermeisterin Lizy Delaricha, der Austausch-Organisatorin Ruthy Vortrefflich, dem Schulleiter Yoav Pridan und der Englischlehrerin Roni Aloni. Schon zum dritten Mal konnten die Gastgeber, angeführt von Schulleiter Wolfgang Knoch und dem Lehrerteam Katharina Drees und Boris Couchoud, Gäste aus Israel empfangen.

Alle waren sich einig, dass die diesjährige Gruppe außerordentlich gut harmoniert. „Wir sind sehr stolz auf die Gruppe“, erklärte der überaus zufriedene israelische Schulleiter Yoav Pridan. Immerhin: Von mehr als 60 Interessenten wurden 20 Schülerinnen und Schüler in einem Auswahlverfahren für den Austausch mit dem Otto-Hahn-Gymnasium ausgewählt. Die verantwortliche Lehrerin Roni Aloni erzählte, dass bei den Absagen reichlich Tränen geflossen seien.

Auf dem Programm der Gruppe stand ein Besuch in Aachen, der Besuch eines Bundesligaspiels im Rhein-Energie-Stadion Köln, eine Kletterpartie und mit dem Besuch des Museums „Alte Dombach“ auch etwas Bergische Kultur. Auch die gemeinsame Freizeit der Austauschschülerinnen und -schüler war großzügig bemessen.

Feierlich empfangen und herzlich begrüßt wurde die deutsch-israelische Gruppe im Rathaus von Bürgermeister Lutz Urbach. Er stellte fest, dass sich unsere Welt verändert, Kriege Leben und Umwelt zerstören, Terrorismus zunimmt – wie auch die Ängste der Menschen:

„Das Einzige, was sicher ist und Kraft gibt, das ist Freundschaft. Freundschaft ist der Boden für Vertrauen zwischen unterschiedlichen Menschen, die in unterschiedlichen Ländern leben, manchmal in unterschiedlichen Kulturen und Religionen.“

Modell der Skulptur „Jahad“ (Hebr. für „zusammen“)

Urbach stellte heraus, dass die Städtefreundschaft und der Schüleraustausch solches Vertrauen schaffen können und sollen, Vertrauen zwischen Israelis und Deutschen, Vertrauen zwischen Juden, Christen und Muslimen.

Für Überraschung beim Rathaus-Empfang sorgte Petra Hemming, die Vorsitzende des Ganey-Tikva-Vereins, als sie die israelischen Gäste auf Hebräisch begrüßte. Sie ermutigte die jungen Leute, den Austausch als Chance für die Zukunft zu nutzen, indem sie über ihre eigene Erfahrung als 16-jähriger Austauschschülerin in Haifa berichtete: Das erste zögerliche Kennenlernen auf israelischem Boden führte zu einer bis heute andauernden tiefen Freundschaft zur ehemaligen Gastfamilie.

„Eine Erfahrung, die immer noch mein Leben stark beeinflusst“, erklärte Hemming und gab den Gästen mit auf den Weg, dass „die Türen in Bergisch Gladbach für unsere Freunde aus Ganey Tikva stets offen sind“.

Bürgermeisterin Lizy Delaricha begleitete den Schüleraustausch, um sich vom Erfolg dieses Aspektes der Städtepartnerschaft persönlich zu überzeugen. Im Gespräch mit Bürgermeister Lutz Urbach wurden weitere Projekte zur Pflege der Städtefreundschaft geplant.

Petra Hemming, Helmut Brands, Lizy Delaricha, Susanne Schlösser mit Jahad

Lizy Delaricha besuchte auch den Bergisch Gladbacher Künstler Helmut Brands in seiner Werkstatt: Helmut Brands wird die Figur „Jahad“ (Hebr. für „zusammen“) für den Skulpturenaustausch zwischen Bergisch Gladbach und Ganey Tikva anfertigen. „Jachad“ soll noch in diesem Jahr in der israelischen Partnergemeinde aufgestellt werden.

Ganey-Tikva-Verein

Der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e.V. ist zu erreichen über die Vorsitzende Petra Hemming, per Mail: petra.hemming@gmail.com

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