Heike Weber, Blick in die Ausstellung „23“: Sonic 2016, Pigmentmarker auf Acryl, Kunstmuseum Villa Zanders. Foto: Michael Wittassek © VG BILD-KUNST Bonn, 2016

Die Ausstellung „Heike Weber – 23“ in der Villa Zanders: Sonic 2016, Pigmentmarker auf Acryl. Foto: Michael Wittassek © VG Bild-Kunst

Mit spürbar großem Bedauern nimmt das Team des Kunstmuseums Villa Zanders Abschied von der spektakulären Ausstellung „Heike Weber – 23″. Doch in die Wehmut mischt sich auch Freude:

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„Ganz besonders freuen wir uns, am letzten Ausstellungstag eine Arbeit von Heike Weber vorstellen zu können, die Dank des großzügigen Engagements von Sylvia und Hans-Wolfgang Zanders für die Sammlung Kunst aus Papier des Kunstmuseum Villa Zanders erworben werden konnte”, schreibt das Museumsteam unter Leitung von Petra Oelschlägel, die auch die Ausstellung kuratiert hat.

Heike Weber: Scrub, 2016. Scherenschnitt. Acryl auf Fotokarton, doppellagig. Installation Kunstmuseum Villa Zanders / Sammlung Kunst aus Papier. Foto: Michael Wittassek. © VG Bild Kunst. Schenkung Sylvia und Hans-Wolfgang Zanders

Scrub, 2016. Scherenschnitt. Acryl auf Fotokarton, doppellagig. Installation Kunstmuseum Villa Zanders. Foto: M. Wittassek. © VG Bild Kunst. Schenkung Sylvia und Hans-Wolfgang Zanders

Mit der Schenkung des zweiteiligen Scherenschnitts von Heike Weber (Foto oben) werde die Bergisch Gladbacher Sammlung um eine weitere bedeutende Position bereichert. Das Werk wird zur Finissage im Treppenhaus gegenüber der Arbeit von Monika Grzymala installiert und dort für längere Zeit zu sehen sein.

Hinweis der Redaktion: Sie können jedes Bild durch einen Klick vergrößern und durch die Ausstellung wandern.

Alle anderen Werke sind nur noch bis Sonntag im Kunstmuseum zu sehen, die von Heike Weber gestalteten Böden werden nie wieder zu sehen sein. Denn wie bei allen anderen Installationen handelt es sich um raumbezogene Arbeiten, die so nur für die speziellen Räume der Villa Zanders konzipiert wurden und auch nur hier funktionieren, sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Kunstmuseums, Sabine Elsa Müller.

Das heißt, dass der Boden nach Ausstellungsende vernichtet wird. Nur die mobilen Elemente, wie beispielsweise die Haarnetze, ließen sich in anderen Raumarbeiten wiederverwenden.

Blick in die Ausstellung „23“: Sonic (Ausschnitt) 2016, Pigmentmarker auf Acryl .Kunstmuseum Villa Zanders. Foto: Heike Weber © VG Bild-Kunst

Sonic (Ausschnitt) 2016, Pigmentmarker auf Acryl. Foto: Heike Weber © VG Bild-Kunst

Der Sinn der Bodenzeichnung als begehbares Kunstwerk, das auf die Architektur bezogen ist (und ihre Details wie die Säulen, die Bögen des Geländers, die antiken Skulpturen etc.) würde als Fragment, das man sich an die Wand hängt, völlig ad absurdum geführt werden, erläutert Müller. Ebenso wenig lasse er sich in einen anderen Raum übertragen.

Cubes 2016: Blaue Plastikkordel auf Nadeln, Rauminstallation. Courtesy Galerie Martina Detterer © VG Bild-Kunst

Cubes 2016: Blaue Plastikkordel auf Nadeln, Rauminstallation. Galerie Martina Detterer © VG Bild-Kunst

Während diese Ausstellungsinstallationen alle temporär begrenzt sind und damit eine sehr kurze Lebensdauer haben gebe es aber auch viele permantente Boden-, Wand- und Rauminstallationen von Heike Weber, z.B. in öffentlichen Gebäuden oder in Sammlungen und Firmen.

Eine ausführliche Bewertung der Ausstellung von Andreas Richartz findet sich im Artblog Cologne. Beim WDR gibt es ein Gespräch mit Heike Weber über ihre Rauminstallationen in Bergisch Gladbach.

Die Finissage findet statt am Sonntag, 29. Mai 2016. Ab 16 Uhr gibt es die letzte Gelegenheit, die Ausstellung zu sehen, bei freiem Eintritt.

Finissage: Sonntag, 29.5., ab 16 Uhr

Zum Abschluss gegen 17 Uhr wird die Kunsthistorikerin Doris Krystof von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen mit Heike Weber über ihre Arbeit und die Ausstellung sprechen.

Scrub 2013, Acryl auf Fotokarton, doppellagig, Scherenschnitt 405 x 220 cm (Ausschnitt) Foto: Heike Weber © VG BILD-KUNST

Scrub 2013, Acryl auf Fotokarton, doppellagig, Scherenschnitt (Ausschnitt). Foto: Heike Weber © VG Bild-Kunst

Die Dokumentation der Ausstellung mit zahlreichen Installationsfotos und einem Text von Museumschefin Dr. Petra Oelschlägel erscheint ebenfalls zur Finissage: Heike Weber – 23, Katalog, Verlag Kettler, Dortmund, 48 Seiten, 18 Euro

Weitere Infos auf der Website des Kunstmuseums Villa Zanders

Wir dokumentieren weitere Fotos aus der Ausstellung:

Kilims (Detail) 2007. Acryl auf Papier. Besitz der Künstlerin Foto: Helmut Dahmen © VG Bild Kunst

Kilims (Detail) 2007. Acryl auf Papier. Foto: Helmut Dahmen © VG Bild Kunst

Heike Weber: Kilims 2007. Acryl auf Papier. Foto: Michael Wittassek © VG Bild-Kunst

Kilims 2007. Acryl auf Papier. Foto: Michael Wittassek © VG Bild-Kunst

Heike Weber, Network 1996/2016, Haarnetze auf Nadeln. Rauminstallation. Foto: Michael Wittassek © VG Bild-Kunst

Network 1996/2016, Haarnetze auf Nadeln. Rauminstallation. Foto: Michael Wittassek © VG Bild-Kunst

Netz 1996, weißer Buntstift auf Fotokarton (Ausschnitt). Galerie Otto Schweins, Köln. Foto: Heike Weber © VG Bild-Kunst

Netz 1996, weißer Buntstift auf Fotokarton (Ausschnitt). Galerie Otto Schweins, Köln. Foto: Heike Weber © VG Bild-Kunst

Heike WeberSalonstck1998 Permanentmarker auf PVC65 qmKunstmuseum Villa ZandersFoto David Janecek Kln

Salonstück 1998, Permanentmarker auf PVC. 65 qm. Foto: David Janecek © VG Bild-Kunst

Kilim 2012, Silikon, 620 x 480 cm. Salonstücke RELOADED. Foto: Heike Weber © VG Bild-Kunst

Kilim 2012, Silikon, 620 x 480 cm. Salonstücke RELOADED. Foto: Heike Weber © VG Bild-Kunst

kilim 2008, Acryl auf Papier. Foto: Heike Weber © VG Bild-Kunst

kilim 2008, Acryl auf Papier. Foto: Heike Weber © VG Bild-Kunst

kilim 2007, Acryl auf Papier. Foto: Heike Weber © VG Bild-Kunst

kilim 2007, Acryl auf Papier. Foto: Heike Weber © VG Bild-Kunst

Heike WeberBlick in die Ausstellung 23Scrub20132015Scherenschnitt Acryl auf Fotokarton doppellagig3

Scrub 2013/2015. Scherenschnitt, Acryl auf Fotokarton, doppellagig, 3 Stück. Courtesy Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz Foto: Michael Wittassek © VG Bild Kunst

Kästen 1993, Styropor, geschliffen und verklebt, 6 Stück, jeweils 139 x 50 x 50 cm. Foto: Michael Wittassek © VG Bild-Kunst

Kästen 1993, Styropor, geschliffen und verklebt, 6 Stück, jeweils 139 x 50 x 50 cm. Foto: Michael Wittassek © VG Bild-Kunst

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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