Im Mai hatten Flüchtlinge auf dem Konrad-Adenauer-Platz für einen Zugang zum Asylverfahren demonstriert.

Nach wie vor ist ein großer Teil der Flüchtlinge in Bergisch Gladbach noch nicht im Asylverfahren des Bundeamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) registriert. Ende Mai hatten Flüchtlinge aus Katterbach mit einem Hungerstreik auf diesen Missstand aufmerksam gemacht, Innenminister Jäger hatte kurz darauf angekündigt, dass bis Ende September alle Flüchtlinge in NRW registriert sein sollen.

Dabei wurden zwar Fortschritte gemacht, aktuell sieht es aber nicht so aus, also ob die Zusage von Jäger ganz erfüllt wird.

Aktuell warten in Bergisch Gladbach nach Angaben der Ausländerbehörde beim Kreis immer noch 750 Flüchtlinge auf ihren ersten Termin beim BAMF, Ende März waren es knapp 1000.  Im ganzen Rheinisch-Bergischen Kreis ist die Zahl von 2100 auf 1400 gesunken.

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Nach Einschätzung der Kreisverwaltung wird es aber bis in den Oktober hinein dauern, bis diese sogenannten „Easy-Gap”-Fälle komplett abgearbeitet sind.

Termine für die Flüchtlinge in Paffrath und Innenstadt

Nach Angaben des BAMF ist das in vielen Bundesländern längst geschehen. Die Bundesbehörde habe in NRW ausreichend Kapazitäten für eine Bewältigung bis Ende September bereit gestellt, die müssten von Landes- und Bezirksregierungen aber auch genutzt werden.

Derzeit werden immer wieder Gruppen zur Registrierung zu den BAMF-Außenstellen in Bergheim-Niederaußem oder Mönchengladbach gebracht. Für Ende August und Anfang September haben rund 170 Personen aus den Unterkünften in Paffrath und in der Innenstadt Einladungen zur Außenstelle in Mönchengladbach erhalten, berichtet die Ausländerbehörde.

Aber auch damit warten immer noch rund 500 Flüchtlinge auf den Einstieg in das Asylverfahren und einen direkten Zugang zu Integrationsmaßnahmen. Zum Teil halten sie sich schon seit mehr als einem Jahr in Deutschland auf.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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