Vor allem der Autoverkehr verursacht in Bergisch Gladbach Lärm

Stau in Bergisch Gladbach. Und kein Lastwagen zu sehen. 

Der Kölner Umweltdezernent Harald Rau hat Recht, in Köln eine City- Maut einzuführen und mit ihr Radwege auszubauen. Der Leidensdruck der Kölner ist nun groß genug geworden und macht den Weg frei für diesen vernünftigen Schritt. Meine Gratulation.

Bergisch Gladbach dagegen hängt unerfüllbaren Träumen nach (noch so verschrobene und blödsinnige Bahndammlösungen, eng vernetztes unterirdisches Güterfrachtsystem für Metropolen CargoCap des Vize- SPD- Bürgermeisters Michael Zalfen usw.).

Ich bin Alltagsradfahrer und kann dadurch in aller Ruhe mir den alltäglichen Wahnsinn ansehen, den sich die PKW-Fahrer so gegenseitig antun. Nicht so die Lokalpolitiker: die gehen von einer Überlastung des Straßenverkehrs durch den „just in time“-  Gütertransports aus.

Im Alltag sehe ich da aber etwas ganz anderes: die überwiegende Mehrheit der Fahrzeuge auf den Straßen sind PKWs. LKWs, Kleintransporter und Kurierfahrzeuge sind verschwindend wenig.

Ganz besonders demonstrieren Staus, an denen ich als Radfahren oft staunend und beobachtend vorbeifahren kann, dass Gütertransportfahrzeuge auf den Strassen eine absolute Minderheit sind. Nicht die Gütertransportfahrzeuge (die heutigen modernen Kranftprotze sind ganz bestimmt nicht untermotorisiert) sind die Stauursachen, sondern der individuelle PKW-Verkehr (in jedem Auto sehe ich immer nur eine einzige Person: den Fahrer ohne Mitfahrer).

Ich denke, eine Lösung wie die des Umweltdezernenten Rau für Köln wäre für Bergisch Gladbach ganz bestimmt ausgesprochen gut. Aber der Leidensruck der Bergisch Gladbacher ist noch nicht groß genug und die Köpfe noch nicht aufnahmebereit für solch eine Lösung. Einfach sind solche Lösungen bestimmt nicht, aber gegenüber den bisherigen „Wolkenschlossplanungen“ realistisch.

Möglichkeiten für Mitfahrgelegenheiten, Fahrgemeinschaften usw. müssen errichtet und gefördert werden. Der Öffentliche Nahverkehr muss deutlich verbessert werden. Mehr Radstationen, die öffentlich und für Jedermann absolut frei zugänglich sein müssen, deren bessere Ausstattung, besserer Service, in Öffentlicher Trägerschaft (es sind Öffentliche Aufgaben, genauso wie der Straßenbau).

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Ganz tolle Idee *Ironie aus*!

    Mal abgesehen davon, dass Bergisch Gladbach nicht DIE City, also Innenstadt hat, sollen jetzt nur noch die Nobelklassen der Reichen in die Innenstädte fahren dürfen??? Manche davon fahren ja jetzt schon so als wenn ihnen die Stadt gehört!

    Die Staus entstehen aufgrund des nicht vorhandenen Verkehrskonzeptes zwischen den Stadtteilen! Die Gladbacher bzw. Bensberger Straße aber auch die Kempener Straße ist im Berufsverkehr regelmäßig zu.

    Schön ist dann auch noch wenn die Müllabfuhr oder Straßenreinigung morgens um 8.00 Uhr die Hauptverbindungsstraße blockiert. Viele der Problem sind hausgemacht.

    Da hilft auch keine City-Maut, oder soll diese 83km² groß sein?

    Wo sollen denn die ganzen Autos außerhalb der City-Maut-Zone parken? Sind Sie schon mal im Berufsverkehr mit dem Bus gefahren? Ölsardinen haben mehr Platz. Bei der schlechten ÖPNV-Anbindung kann man mancherorts froh sein, wenn der Bus stündlich kommt.

    Es fehlt an einem durchdachten, realisierbarem Verkehrskonzept! Was nützt mir ein E-Bike oder Elektroauto wenn ich es auf der Arbeit bzw. zuhause nicht aufladen kann.

    Das könnte man jetzt noch seitenweise fortführen……………………………