Modell der neuen Marktgalerie mit städtischer Freitreppe. Foto: Screenshot/Beschlussvorlage

Auch dieser Entwurf der Marktgalerie ist veraltet; der Aufzugturm rechts unten soll filigraner ausfallen, auf dem Parkdeck soll es Platz für Flaneure geben.

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Die Stadtverwaltung, der Gestaltungsbeirat und auch die CDU sind sich ziemlich sicher, dass der so oft verschobene Baubeginn der Marktgalerie Bensberg im nächsten Jahr kommen werde. Der Investor Centerscape habe die allerletzten Unterlagen eingereicht, sagte Fachbereichsleiterin Elisabeth Sprenger am Dienstag im Stadtplanungsausschuss. Daher könne die Baugenehmigung wahrscheinlich noch vor Silvester erteilt werden.

Genau darauf dränge der Bauherr jetzt sehr, sagte Sprenger. Dieses Signal habe die CDU ebenfalls erhalten, sagte CDU-Fraktionschef Michael Metten. Und auch Regina Stottrop, die als Stadtplanerin mit dem Gestaltungsbeirat sechs Mal mit Centerscape-Architekt  Friedhelm Groefke über Verbesserungen des Entwurfs beraten hat, ist von den ernsten Absichten des Investors überzeugt. 

Centerscape hatte den Beginn der Abrissarbeiten von Teilen des alten Löwencenters mehrfach verschoben, zum Schluss aber weder Termine genannt noch auf Presseanfragen reagiert. Zuletzt hatte das Unternehmen Mitte Oktober den November (2017) als frühestens Termin genannt; daher könne das Projekt nicht mehr im November 2018 fertig werden, sondern im Frühjahr 2019. Eine Nachricht, die von vielen Bensbergern nur noch mit Hohn aufgenommen worden war.

Die Neugeburt des Einkaufszentrums mitten in der Bensberger Schlossstraße bleibt dennoch Dreh- und Angelpunkt aller Pläne einer Neubelebung und Neugestaltung der Einkaufsmeile. 

Stottrop berichtete im Ausschuss von ganz konkreten Verbesserungen, die der Gestaltungsbeirat in den sechs Gesprächsrunden mit Groefke erreicht habe. Dabei sei die ebenso konstante wie konstruktive Kritik der Beiräte bei dem Architekten auf offene Ohren gestoßen.

Dabei sei von Entwurf zu Entwurf unter anderem die Gestaltung der Aufzuganlage auf der rechten Gebäudeecke verbessert worden, die jetzt ein Stück weit zurücktritt und weniger massiv ausfalle. Auch die Rückseite zum Alten Markt sei sehr viel besser gestaltet worden. Die Werbeflächen wurden reduziert, ein Lichtkonzept erarbeitet, das Material  am Untergeschoss zur Schlossstraße hin verändert und ein Zugang von der künftigen Freitreppe auf der linken Seite des Gebäudes zum mittleren Parkdeck wurde eingeplant.

Eine ungewöhnliche Änderung schlug der Gestaltungsbeirat für das Parkdeck oben auf dem Gebäude vor: Damit dieser exponierte Platz mit grandioser Aussicht nicht nur allein den Autos zugute komme soll entlang der Gebäudekante ein breiter Fußweg mit Bänken angelegt werden. Damit auch die Menschen die Aussicht über die Kölner Bucht genießen können.

Alle Beiträge zur unendlichen Geschichte der Marktgalerie finden Sie hier. 

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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