Zum ersten Mal galt bei den drei großen Karnevalszügen ein Glasverbot – und es zeigte sofort Wirkung. Plastik statt Glas prägte das Bild, auf den Straßen lagen deutlich weniger Scherben.

Ganz überrascht waren die Kolleginnen und Kollegen von der Ordnungsbehörde, wie stark das erst vor kurzem ausgesprochene Glasverbot bei den drei großen Karnevalszügen bereits ins Bewusstsein der Bevölkerung gedrungen war. Das Glasaufkommen war auf Anhieb deutlich sichtbar reduziert.

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„Ich habe mich selbst vor Beginn des Zuges in der Gladbacher City umgeschaut: Rechts und links des Weges habe ich ganz viele Plastikbecher in den Händen der Zuschauer gesehen!“ freut sich Ordnungsamtschefin Ute Unrau.

Natürlich gab es auch Jecken, die trotz Verbot noch Glasflaschen mitgebracht hatten. Die mussten an der Umfüllstation ihr kostbares Nass in Pappbecher gießen; der dort aufgestellte Glascontainer war gut gefüllt, die Straßen im Verhältnis zu den Vorjahren entsprechend weniger stark mit Scherben übersät.

„Früher mussten wir oft noch einmal die Kehrmaschine anfordern, bevor der Zug losging. Das war diesmal nirgendwo nötig“, so Unrau. Ebenso selten habe es Diskussionen mit uneinsichtigen Besucherinnen und Besuchern gegeben: „Die Menschen kennen halt das Glasverbot auch schon von vielen Veranstaltungen im Umland.“

Das Glasverbot ist somit auf Anhieb zu einem sichtbaren Erfolgsmodell geworden und wird sich aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren immer weiter zum Normalfall entwickeln.

Perfektes Wetter für die Straßenreinigung

Auch die Müllmengen sind deutlich gesunken gegenüber dem letzten Jahr. „Wir haben zwar die Tonnagen noch nicht schwarz auf weiß vorliegen, aber um zu erkennen, dass weniger Abfall entstanden ist, brauchten wir keinen Taschenrechner“, sagt AWB-Leiter Willy Carl. Dadurch hatten die Kollegen von der Straßenreinigung Gelegenheit, bereits direkt anschließend an die Züge gründlich sauberzumachen.

Städtische Heinzelmännchen arbeiten wie jeck

Das Wetter, für die Jecken eher suboptimal, kam den Reinigungsteams sehr entgegen, weil die Abfälle meist dort liegen blieben, wo sie hingefallen waren. Das feuchte Wetter hielt sie am Boden fest, und kein Wind verteilte sie weiträumig in der Nachbarschaft.

„Außerdem hat das Glasverbot spürbar für Erleichterung gesorgt“, bestätigt auch Carl die positive Wirkung der neuen Verordnung.

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