Das Projekt „Gewaltschutz“ in den Bergisch Gladbacher Flüchtlingsunterkünften wird um ein weiteres Jahr verlängert, die Gewaltschutz-Koordinatorin des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. wird ein weiteres Jahr – bis Ende 2018 – ihre Arbeit im Bereich der Flüchtlingshilfe fortführen.
 
Durch die Förderung des Bundesministeriums für  Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird dies ermöglicht. Die Gewaltschutzkoordinatorin entwickelt und implementiert ein speziell auf die Flüchtlingsunterkunft zugeschnittenes Schutzkonzept und evaluiert dessen Umsetzung.
 
„Ich freue mich sehr über die Chance das Projekt weiterzuführen“, sagt Marianne Repschläger, die bereits seit Juli 2017 als Gewaltschutzkoordinatorin in der DRK Flüchtlingsunterkunft Paffrath-Hand arbeitet.  „Im vergangenen Jahr durfte ich viele engagierte Menschen kennenlernen, die das Projekt unterstützen (wollen) und vor der Auseinandersetzung mit dem Thema Gewaltschutz nicht zurückschrecken, sondern den Wert und die Chance darin erkennen ein achtsames und respektvolles Umfeld zu schaffen und Gewalt in allen Formen entschlossen entgegenzutreten. Vor allem freue ich mich über die gute Zusammenarbeit mit den städtischen Mitarbeitern, welche sich dem Thema angenommen haben und die Umsetzung von Schutzmaßnahmen ermöglichen und unterstützen.“
 
Im Mittelpunkt der Arbeit der Gewaltschutzkoordinatorin steht die Verbesserung der Situation der geflüchteten Menschen in den Unterkünften. Das heißt konkret, dass sie Bedarfe, Wünsche und Sorgen der Bewohnerinnen und Bewohner erfragt und mit ihnen gemeinsam Ideen zum Schutz vor Gewalt sammelt. In Zusammenarbeit mit der Einrichtungsleitung und städtischen Mitarbeiter/innen werden ausgehend von den Bedarfen der Bewohner Maßnahmen geplant und umgesetzt, um ein schützendes Umfeld für Kinder, Jugendliche, Frauen und andere schutzbedürftige Personen zu schaffen.
 
Hintergrundinformation: UNICEF und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) riefen 2016 die Bundesinitiative zum „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ ins Leben. Bundesweit werden bis zu 100 Personalstellen für Gewaltschutzkoordinator*innen gefördert, um die Umsetzung der von der Initiative entwickelten „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ sicher zu stellen.
 
Ziel der Initiative und der Festsetzung einheitlicher Schutzstandards ist es, die Sicherheit von Kindern, Jugendlichen und Frauen, sowie anderen besonders schutzbedürftigen Personen in Flüchtlingsunterkünften zu verbessern. Dazu zählen auch religiöse oder ethnische Minderheiten, Menschen mit Behinderungen, LSBTI oder Menschen mit psychischen Erkrankungen.
 
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Schulung zum Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften

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