Seit 15 Jahren kämpft die in Bensberg ansässige Stiftung „BONO-Direkthilfe” gegen den Menschenhandel und vor allem gegen die Zwangsprostitution junger Mädchen. Bei ihren Besuchen vor Ort stoßen die Vorstände Michael Müller-Offermann und Gereon Wagener immer wieder auf die akuten Folgen von Katastrophen, an denen sie nicht vorbei schauen können. 

So war es auch bei einem Projektbesuch bei der neuen Partnerorganisation Rights Jessore in Bangladesch Mitte Januar. Die Partner berichteten Wagener von fürchterlichen Zuständen in den Flüchtlingslagern der Rohingya im Grenzgebiet zu Myanmar. Davon waren und sind vor allem Kinder und junge Frauen besonders betroffen und gefährdet.

Die Rohingya sind eine muslimische Minderheit, die bereits seit Jahrzehnten in Myanmar verfolgt wird. Seit den systematischen Angriffen auf Dörfer und der gezielten Ermordung von über 6.700 Rohingya im August 2017, sind rund 900.000 Männer, Frauen und Kinder ins benachbarte Bangladesch geflohen – in eines der ärmsten Länder der Welt.

Daher hat BONO jetzt die „Hilfsaktion Rohingya“ ins Leben gerufen, um „den notleidenden und in den internationalen Medien bereits in Vergessenheit geratenen Menschen direkt und unmittelbar zu helfen”. Dafür ist sie auf Hilfe angewiesen.

Wir dokumentieren den Spendenaufruf der BONO-Direkthilfe im Wortlaut:

Geflohen, traumatisiert und nicht geschützt

Seit über 15 Jahren unterstützt die BONO-Direkthilfe Projekte gegen Menschenhandel und Gewalt an Frauen und Kindern in Nepal, Indien und Bangladesch. Auf seiner letzten Projektreise nach Bangladesch im Januar 2018 wird Gereon Wagener, Vorsitzender des Vereins, mit den katastrophalen Bedingungen in den Flüchtlings-lagern der Rohingya konfrontiert.

Rund 70 Prozent der Kinder und Frauen sind von Missbrauch betroffen und selbst in den Flüchtlingslagern nicht ausreichend geschützt. Die BONO-Direkthilfe wird aktiv und bittet um Mithilfe.

Die Rohingya sind eine muslimische Minderheit, die bereits seit Jahrzehnten in Myanmar verfolgt wird. Seit den systematischen Angriffen auf Dörfer und der gezielten Ermordung von über 6.700 Rohingya im August 2017, sind rund 900.000 Männer, Frauen und Kinder ins benachbarte Bangladesch geflohen – in eines der ärmsten Länder der Welt. Hinter ihnen liegen Zerstörung, Gewalt, Mord. Vor ihnen liegt ein Leben in Lagern der Ver-zweiflung.

Traurige Realität

  • 80% der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder.
  • 90% der Kinder sind traumatisiert. Viele von ihnen haben ihre Eltern verloren und kommen ohne Begleitung in den Camps an.
  • 70% der Jugendlichen wurden auf der Flucht physisch, psychisch und sexuell missbraucht
    und sind auch in den Lagern nicht ausreichend geschützt.
  • Mädchen und junge Frauen werden vergewaltigt und von Menschenhändlern verschleppt.

Die BONO-Direkthilfe handelt

Gemeinsam mit Rights Jessore, eine der größten und anerkanntesten Menschenrechtsorganisationen in Bang-ladesch und BONO-Partnerorganisation, sollen in den Flüchtlingslagern in Bangladesch Menschenhandel ver-hindert und missbrauchte Frauen und Kinder geschützt werden.

Die BONO-Direkthilfe unterstützt den Aufbau und den Betrieb eines sogenannten „Child Friendly Space“, in dem Kinder und Jugendliche betreut werden. Neben psychosozialer Betreuung, Schulunterricht und verschiedene Freizeitaktivitäten werden die Kinder und ihre Eltern über Gesundheit, Hygiene und die Gefahr der Verschleppung aufgeklärt. Darüber hinaus sollen 5.000 Kinder mit Kleidung versorgt werden.

Die BONO-Direkthilfe hat die „Hilfsaktion Rohingya“ ins Leben gerufen, um den notleidenden und in den internationalen Medien bereits in Vergessenheit geratenen Menschen direkt und unmittelbar zu helfen und bittet um Unterstützung.

„Vater zweier gesunder und glücklicher Kinder zu sein, ist ein großes Geschenk. Daher bin ich einfach nur dankbar, dass wir helfen können – jeder von uns.“ sagt Wagener.

Und sein Vorstandskollege Michael Müller-Offermann ergänzt: „Wie bei jedem anderen Projekt von uns auch, garantiert die BONO-Direkthilfe auch bei der Hilfsaktion für die Rohingya, dass 100% Ihrer Spenden den notleidenden Menschen in den Flüchtlingslagern zugutekommen.“

Jede Spende zählt!

BONO-Direkthilfe e.V.
Kreissparkasse Köln
IBAN: DE71 3705 0299 0373 0023 53
Verwendungszweck: Hilfsaktion Rohingya

Kontakt: BONO-Direkthilfe e.V.
Overather Straße 29, 51429 Bergisch Gladbach
info@bono-direkthilfe.org
www.bono-direkthilfe.org

Michael Müller-Offermann, 1. Vorsitzender, michael.mueller-offermann@bono-direkthilfe.org
Gereon Wagener, 2. Vorsitzender, michael.mueller-offermann@bono-direkthilfe.org

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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