Seit 47 Jahren stehen die Otto-Hahn-Schulen bereits, jetzt wurde der Grundstein gelegt. Allerdings zum zweiten Mal – denn das Schulzentrum an der Saaler Mühle wird im Grund neu errichtet. Das rechtfertigt auch eine zweite Grundsteinlegung.

Ende 2016 waren die Schüler der Realschule und des Gymnasiums aus dem alten, maroden Gebäude aus- und in ein benachbartes Containerdorf gezogen; seither wird der alte Baukörper bis auf den nackten Beton entkernt. Anfang 2019, so der Plan, sollen den beiden Schulen ein modernes, zukunftsfähiges Gebäude zur Verfügung stehen; dafür stehen 27,4 Millionen Euro zur Verfügung. 

Inzwischen lassen sich erste Baufortschritte erkennen; der linke Gebäudetrakt präsentiert bereits die neue Fassade, der rechte sieht aus wie ein leeres Parkdeck. Hier wurde bei den Bauarbeiten der alte Grundstein von 1971 mit einer handgeschriebenen Urkunde und einem Text zur Zukunft des damaligen Neubaus.

Genau dort wurde am Mittwoch eine zweite Grundsteinlegung gefeiert, unter großer Anteilnahme der Schüler, Eltern, Lehrer, des Stadtrates und der Stadtverwaltung. In einer Metallröhre wurden die alte Urkunde sowie eine neue Urkunde, komplettiert durch aktuelle Ausgaben der Tageszeitung und neuer Münzen vergraben. Pfarrer Sven Thomsen segnete die Kapsel – und die Bauarbeiten. 

Felix Bertenrath, Schulleiter der Otto-Hahn-Realschule, und Karl-Josef Sulski, Direktor des Otto-Hahn-Gymnasiums, berichteten von nicht einfachen, aber erfolgreichen Verhandlungen zwischen Architekten, Bauträger, dem Schulträger und den Schulen, wie ein Schulgebäude der Zukunft auszusehen habe. Sie freuten sich auf angemessene Temperaturen, eine gute Akustik, eine zeitgemäße Digitalisierung, mehr Platz und mehr Licht für einen modernen Unterricht.

Die Schule bekommt vor allem mehr Differenzierungsflächen, eine abgeschlossene Aula, eine Mensa und eine Mediathek – sowie moderne, sachgerichte Unterrichtsräume mit barrierefreien Zugängen.

Dafür werde es auch „langsam Zeit”, sagte Bürgermeister Lutz Urbach. Schon viel zu lange hätten die Schüler unter „ungünstigen Verhältnissen” lernen müssen. Anfang 2019 soll es damit vorbei sein. 

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Redaktion

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