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Schwarze Schieferfassaden, weiße Fensterlaibungen, grüne Schlagläden: Immer mehr Menschen möchten in historischen bergischen Fachwerkhäusern wohnen. Der Trend geht in Richtung Leben in einem traditionellen Umfeld.

Umgebaut bieten Fachwerkhäuser die perfekte Mischung aus modernem Wohnen und rustikalem Charme. Bei der Sanierung und Modernisierung ist jedoch einiges zu beachten.

Fachwerkhäuser haben eine lange Tradition im Bergischen Land. Sie sind in der Region als Bergische Häuser bekannt und vor allem in den historischen Ortskernen zu finden. Wer in einem solchen Haus wohnt, lebt meist mit mehreren Jahrhunderten Geschichte unter einem Dach.

Hinweis der Redaktion: Die ganze Ausgabe der „Bergischen Zeitung – BauenWohnenLeben” können Sie weiter unten lesen. 

Viele Menschen schätzen das klassische rustikale Äußere und den individuellen Charme der Gebäude. Technisch aktualisiert und zeitgenössisch eingerichtet, erlauben Fachwerkhäuser ein modernes Wohnen in traditionellem Gewand.

Aufwendige Sanierung

Die Anpassung eines alten Fachwerkhauses an heutige baurechtliche und energetische Anforderungen ist häufig mit großem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Die Sanierung bedeutet einen erheblichen Eingriff in die grundlege Konstruktion der Häuser, da das Fachwerk zunächst freigelegt werden muss, damit mögliche Schäden an der Substanz begutachtet und behoben werden können.

Bei der Begutachtung müssen zahlreiche Aspekte kontrolliert werden, zum Beispiel die Standfestigkeit der Wände, offene Fugen und Risse, Schäden durch Feuchte sowie Befall durch Schädlinge und Pilze. Gerade bei lange vernachlässigten Fachwerkhäusern kann der Sanierungsaufwand sehr hoch sein. Versteckte Schäden, die erst später entdeckt werden, können die Kosten deutlich in die Höhe treiben.

Wichtig für eine nachhaltige Sanierung ist der vorsichtige Umgang mit der Bausubstanz der Fachwerkhäuser. Um diese so weit wie möglich zu erhalten, gilt es, neue Baustoffe mit Bedacht und Zurückhaltung in die Konstruktion zu integrieren.

Energetischer Umbau

Einer der heikelsten Punkte bei der Sanierung ist die Wärmeisolierung. Hier sind die Möglichkeiten häufig begrenzt. Denn eine Außendämmung von denkmalgeschützten Häusern ist in der Regel nicht möglich, da sie das Aus­sehen der Gebäude nachhaltig ver­ändern würde. Oft bleibt daher nur die Innendämmung.

Besonders gut eignen sich natürliche Dämmstoffe, die sich nahtlos in die Konstruktion der Fachwerkhäuser eingliedern lassen, zum Beispiel in Lehm eingebettete Holz­faserplatten. Die Lehmbettung nimmt Feuchtigkeit auf und hält sie vom Holz ab, sodass die Dämmwirkung des Materials nicht verloren geht.

Weniger empfehlenswert sind hingegen Stoffe wie Mineralwolle oder Styropor, da diese diffusionsdicht sind und daher sehr viel schlechter austrocknen, was wiederum zu Schäden durch Feuchtigkeit und Schimmelbildung führen kann.

Denkmalschutz – Beschränkung und Chance

Der Denkmalschutz ist beim Kauf und Umbau eines Fachwerkhauses Fluch und Segen zugleich. Eigentümer von geschützten Häusern sind zum Erhalt ihres Denkmals verpflichtet. Dies bedeutet, dass jegliche Umbau- und Sanierungsarbeiten durch rechtliche Vorgaben begrenzt werden und daher mit den Behörden abgesprochen werden müssen. Dies betrifft dies vor allem die zu erhaltende Außenfassade eines Fachwerkhauses. Die Anforderungen können unter Umständen erhebliche Kosten mit sich bringen.

Gleichzeitig wird Denkmalschutz wiederum behördlich gefördert. Sowohl der Kauf als auch die Sanierung eines Fachwerkhauses können steuerlich abgeschrieben werden. Es ist lohnenswert, sich im Vorfeld bei der Denk­malschutzbehörde zu informieren und beraten zu lassen, da für viele Baumaßnahmen, die dem Erhalt des Gebäudes dienen, Zuschüsse beantragt werden können. Es bietet sich an, die Hilfe eines auf Denkmalschutz spezialisierten Architekten in Anspruch zu nehmen, um alle Fallstricke zu vermeiden und Förderungen zu nutzen.

Warum es sich lohnt

Der Besitz eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses ist in der Regel mit erheblichem Aufwand verbunden. Es ist aber ein Aufwand, der sich in mehrfacher Hinsicht lohnt: Zum einen bringen die Modernisierung und Sanierung einer Immobilie immer eine Wert­steigerung des Objektes mit sich. Es handelt sich also um eine Investition in die Zukunft.

Zum anderen bieten Fachwerkhäuser die Möglichkeit zu einem Wohnen mit individuellem Charme. Sie sind in ihren architektonischen und historischen Besonderheiten einzigartig und daher idealfür Menschen mit Hang zum Außer­gewöhnlichen. Wer ein Fachwerkhaus pflegt und instand hält, bewahrt ein einzigartiges Stück Geschichte vor dem Verfall. (BK)

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