Foto: Manfred Andes

„Feueralarm in der Schule ‘Im Kleefeld’. Menschenleben in Gefahr“ lautete die Alarmierung für die Einsatzübung der Feuerwehr und des DRK. Trotz Übung ein echter Ernstfall. 

Während einer kleinen Schulveranstaltung im Foyer hatte sich eine Gruppe von acht Schülerinnen und Schülern entfernt und im Treppenhaus gezündelt. Das Feuer geriet außer Kontrolle und das Treppenhaus stand schnell unter Rauch, so dass als Fluchtmöglichkeit nur der Rückzug in den Fahrradkeller möglich war.

Als der Feueralarm im Treppenhaus auslöste und Rauch von dort sichtbar wurde, führten die Lehrer alle Veranstaltungsteilnehmer aus dem Foyer nach draußen informierten die eintreffenden Helfer von der vermissten Gruppe.

Brandoberinspektor und Einsatzleiter Ralf Martini teilte die Einsatzkräfte der Feuerwehr zur Menschenrettung und Brandbekämpfung ein.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK wurden mit der Einrichtung und dem Betrieb einer Verletztenablage beauftragt, um die medizinische Versorgung der Verletzten sicher zu stellen.

Unter Atemschutz gelang es den Einsatzkräften der Feuerwehr durch das verrauchte Treppenhaus in den Fahrradkeller vorzudringen. Die Schüler wurden von ihnen unter Einsatz von Fluchthauben gerettet und zur weiteren Versorgung an die Kräfte des DRK übergeben.

Unter der Leitung von Notarzt Dr. Benjamin Anders wurden die Rotkreuzler hier mit den unterschiedlichsten Verletzungsmustern konfrontiert: Verbrennungen, Rauchgasvergiftungen, Knochenbrüche und Platzwunden, Bewusstlosigkeit, Herzinfarkt sowie emotionaler Schock. Darüber hinaus wurden unverletzte, aber verängstigte Schüler, betreut.

Hand in Hand arbeiteten die Einsatzkräfte die Einsatzstelle professionell ab und nach rund einer Stunde konnte Einsatzleiter Martini vermelden, dass das gesamte Gebäude durchsucht und alle verletzten Schüler durch die Einsatzeinheit des DRK gesichtet und behandelt worden sind.

Die Organisatoren der Übung, Karin Martin (Gruppenführerin der Schnelleinsatzgruppe Sanitätsdienst des Rheinisch-Bergischen Kreises) sowie Martin Bolte (Gruppenführer im Löschzug Paffrath/Hand) waren nach Abschluss der Übung sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

Die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte, die im Vorfeld nichts von den Inhalten der Übung wussten, hat einwandfrei funktioniert.

„Damit jeder Handgriff im Ernstfall sitzt, benötigen wir diese Übungen“ so Karin Martini. „Ein solches Szenario ist nicht unrealistisch aber glücklicherweise selten. Die gewonnene Erfahrung hilft allen im späteren Realeinsatz und sichert die hohe Qualität der Gefahrenabwehr und Rettung in unserer Stadt“, so Martini weiter.

Insgesamt waren an diesem Abend 52 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer von Feuerwehr und DRK im Einsatz. Ein besonderer Dank gilt der Jugendfeuerwehr Paffrath/Hand und dem Jugendrotkreuz des DRK-Ortsvereins Bergisch Gladbach. Sie haben die Verletztendarsteller für die Übung gestellt.

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