Beim Feuer in der Containeranlage an der IGP ist ein Gebäudemodul nur zum Teil zerstört worden, der Schaden wird dennoch auf eine sechsstellige Summe geschätzt. 

Nach dem Brand im Flüchtlingscamp hat inzwischen ein Ortstermin mit einem Schadensgutachter stattgefunden, teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Genau könne der Schaden noch nicht beziffert werde, es sei von einer sechsstelligen Summe auszugehen – also mehr als 100.000 Euro, weniger als eine Million.

Die Kosten für die gesamte Anlage mit drei Modulen und einer Kapazität von 200 Betten hatte die Stadt nach der Fertigstellung mit 2,5 Millionen Euro beziffert. Die Verwaltung geht jetzt davon aus, dass der Schaden von der Versicherung in voller Höhe erstattet wird.

Der Brand vor einer Woche hatte eine Reihe von Containern in einem Modul völlig zerstört, allerdings nicht die komplette L-förmige Anlage. Der nicht ausgebrannte Schenkel könne gereinigt und wieder bezogen werden, sagt die Verwaltung.

Der ausgebrannte Schenkel werde abgeräumt und entsorgt. Eine Entscheidung, ob dieser Teil wieder aufgebaut wird, sei noch nicht gefallen.

Die genaue Brandursache ist nach wie vor nicht bekannt. Wie berichtet geht die Polizei von einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Brandstiftung durch einen der Bewohner aus. Die werden derzeit vernommen, daraus hätten sich bislang keine Erkenntnisse ergeben, teilte die Polizei jetzt auf Anfrage mit.

Der Brand war in einem Reserve-Aufenthaltsraum ausgebrochen und hatte sich schnell ausgebreitet. Die Feuerwehr hatte bei der Löschung die Container mit schwerem Gerät auseinander gezogen, um besser löschen zu können. Daher sei die Suche nach der Brandursache sehr schwierig; sie werde sich „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit” nicht ermitteln lassen, so die Polizei.

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3 Kommentare

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  1. Liebe Autoreply-Bots, wie schon im Kommentarbereich des anderen Beitrags erwähnt:
    Wir wissen genau gar nichts und sollten erstmal die Ermittlungen abwarten.

    Dass es in einer Massenunterkunft, in der sicher einige Bewohner*innen aufgrund des Erlebten traumatisiert sind, zu Konflikten und Zwischenfällen kommt, sollte niemanden überraschen. Je schneller Geflüchtete eine ‚richtige‘ Unterkunft finden und eine klare Perspektive statt nur temporärer Duldung, desto besser.