Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales und Bau, hat die Redaktion besucht und sich über das Bürgerportal informiert. Dafür gibt es einen Grund: Das Ministerium hatte einen der ersten „Heimat-Schecks“ für das Vereinslokal des Bürgerportals ausgestellt.

Projekte dieser Art seien für die Städte wichtig, weil sie die Menschen vor Ort verbinden und die Gemeinschaft stärken, sagte die Ministerin. Das Engagement des Bürgerportals verdiene Unterstützung; daher wird es mit einem „Möglichkeitsmacher“ in Form eines Schecks über 2000 Euro gefördert.

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Das Bürgerportal investiert das Geld in die Ausstattung seines neuen „Vereinslokals”: ein Teil der neuen Redaktionsräume in der Gladbacher Innenstadt steht auch den Initiativen, Vereinen und Verbänden der Stadt zur Verfügung. Im Rahmen eines „Partnerprogramms Community” bekommen die Vereine hier einen Raum für Sitzungen, Sprechstunden und Veranstaltungen.

Damit bildet das Bürgerportal auch im echten Leben eine Plattform für die aktive Bürgerschaft; neben der digitalen Plattform im Internet.

„Wir wollen zeigen, was Bergisch Gladbach in seiner ganzen Breite zu bieten hat und die Bürger miteinander ins Gespräch bringen”, sagt Bürgerportal-Inhaber Georg Watzlawek. Die Vereine können hier ihre Nachrichten veröffentlichen, zu ihren Veranstaltungen einladen, finden sich im Vereinsportal und im umfassenden Terminkalender wieder.

Im kommenden Jahr finden im „Vereinslokal” regelmäßig Vereins-Stammtische statt. Sie dienen dem Erfahrungsaustausch, der Vernetzung und Information über die üblichen Grenzen hinweg. Themen sind zum Beispiel Öffentlichkeitsarbeit, Datenschutz, Projektfinanzierung oder Fördermöglichkeiten.

Das Bürgerportal ist ein privates Unternehmen, es finanziert sich über Werbung und über freiwillige Beiträge der Leser, die für einen selbst gewählte Beitrag Mitglied des Freundeskreises werden können. Das sind inzwischen mehr als 300 Personen. Alle Informationen zum Freundeskreis finden Sie hier. 

Die Redaktion mit dem „Vereinslokal” liegt an der Hauptstraße 241, direkt gegenüber der Stadtbücherei am Forum.

Der Heimat-Scheck des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung ist Teil des breit angelegten Programms „Heimat.Zukunft.Nordrhein-Westfalen“, über das bis 2020 rund 150 Millionen Euro in Projekte fließen, die „der Gestaltung von Heimat” dienen. Ziel sei es, Gemeinschaft und Identität vor Ort zu stärken sowie die Menschen für lokale und regionale Besonderheiten zu begeistern und die positiv gelebte Vielfalt im Bundesland deutlich sichtbar werden zu lassen.

Die Details zu den fünf Förderbausteine finden Sie unten. Wenn Sie für Ihren Verein oder für Ihren Verein eine Idee für ein Projekt im Rahmen des Programms haben können Sie sich vom Bürgerportal beraten lassen. Kontakt

Heimat Scheck
Zur unbürokratischen Förderung von Projekten lokaler Vereine und Initiativen, die sich mit Heimat beschäftigen, werden jährlich 1.000 Heimat-Schecks à 2.000 Euro bereitgestellt.

Der „Heimat-Scheck“ ist der Möglichmacher für alle guten Ideen und kleinen Projekte, die eigentlich gar nicht viel Geld kosten, aber einen großen Mehrwert in der Sache versprechen. Damit wird die Wertschätzung für kleinere Initiativen und Projekte ausgedrückt, die unsere Heimat durch ihr Engagement und ihre Kreativität in vielerlei Hinsicht bereichern.

Dies können zum Beispiel die Organisation einer Sonderausstellung, die Renovierung eines Bürgertreffs, Schulprojekte zur Aufarbeitung der Vita einer lokal bedeutsamen Persönlichkeit oder aber ein Materialkauf zur Herrichtung einer temporären Ausstellungsfläche in einem leer stehenden Gebäude sein.

Heimat-Zeugnis
Das Heimat-Zeugnis richtet sich an größere Projekt-Initiativen, bei denen Bauwerke, Gebäude oder entsprechende Orte in der freien Natur im Fokus stehen, die die lokale und regionale Geschichte besonders prägen.

Mögliche Beispiele sind die Neuausrichtung und Umgestaltung eines Heimat-Museums, die Errichtung eines Denkmal-Pfades, die Herrichtung und Präsentation einer historisch bedeutsamen Fundstelle oder die handwerklich angeleitete Restaurierung eines historischen, ortsbildprägenden Gebäudes durch eine Jugendinitiative.

Unterstützt werden durch das Heimat-Zeugnis Projekte mit einem Volumen ab 100.000 Euro. Private und gemeinnützige Organisationen können mit maximal 90 Prozent, Gemeinden oder Gemeindeverbände mit 80 Prozent unterstützt werden.

Heimat-Werkstatt
In sogenannten Werkstätten sollen sich Initiativen, Organisationen sowie Bürgerinnen und Bürger mit den prägenden Besonderheiten ihrer Region – egal ob eines Stadtviertels oder einer Gemeinde im ländlichen Raum – auseinandersetzen. Dabei geht es darum, Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten und das lokale Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Zum Beispiel kann in einer Kreativwerkstatt ein ortstypisches Kunstwerk entwickelt und verwirklicht werden, etwa als Gestaltung eines Kreisverkehrs. Dadurch wird zudem der öffentliche Raum aufgewertet.

Die „Heimat-Werkstatt“ lässt Kommunikationskultur und Kommunikationsstrukturen entstehen und fördert den Austausch über die Heimat vor Ort. Der aufwändige Prozess wird je Projekt mit mindestens 40.000 Euro gefördert. Empfänger können Kommunen sein, die Dritte beteiligen dürfen.

Heimat-Fonds
Initiativen, die ein Heimat-Projekt verwirklichen wollen, sollen durch den Heimat-Fonds unterstützt werden: Für jeden eingeworbenen Euro soll es je einen Euro dazugeben (bis maximal 40.000 Euro), sodass sich Gutes verdoppelt – auf ein Projektbudget von bis zu 80.000 Euro.

So wird die örtliche Bevölkerung motiviert, sich einzubringen, was sich wiederum identitätsstiftend auswirkt.

Die Verwaltung des „Heimat-Fonds“ soll vor Ort über die Gemeinden und Gemeindeverbände erfolgen. Diese tragen einen Mindestanteil von zehn Prozent und arbeiten Hand in Hand mit den Initiativen. Damit wird ein Vernetzungspotential geschaffen sowie der interkommunale Austausch und die Regionalität gestärkt.

Weitere Informationen und alle Unterlagen gibt es auf der Website des Ministeriums.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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