Roswitha und Erich Bethe. Foto: Eric Mammen

In Bergisch Gladbach sind Roswitha und Erich Bethe für ihre Spendenverdopplungen und ihr Engagement für Kinderhospize bekannt. Doch schon seit Jahrzehnten unterstützt die Bethe-Stiftung bundesweit Projekte gegen Antisemitismus und Rassismus; dafür wurden sie jetzt ausgezeichnet.

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Am Dienstag erhielt das Ehepaar Bethe den Giesberts-Lewin-Preis der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Damit werde ihr außergewöhnliches soziales, kulturelles und gesellschaftliches Engagement gewürdigt, heißt es in der Begründung. Die Bethe-Stiftung ermögliche u.a. Projekte gegen aktuelle Formen von Antisemitismus sowie Rassismus.

Außerdem fördern die Ehrenbürger der Stadt Bergisch Gladbach seit 2010 die Fahrten von  Schulklassen in frühere NS-Vernichtungsstätten. Dazu hatten sie die Stiftung „Erinnern Ermöglichen” gegründet, die bereits mehr als 35.000 Schüler genutzt haben.

Die Kölnische Gesellschaft­ für Christlich-Jüdische Zusamenarbeit e.V. sti­ftet jährlich den Giesberts-Lewin-Preis für herausragendes ehrenamtliches Engagement zur Förderung des christlich-jüdischen Dialogs, des Jugendaustausches zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland sowie für ein entschiedenes Eintreten gegen rassistische und antisemitische Tendenzen und für Toleranz und Völkerverständigung in Politik, Gesellscha­ft und Kultur. Dabei sollen bisherige Leistungen gewürdigt und zukünftiges Handeln ermutigt werden.

Erich Bethe war Hotel-Unternehmer, mit seiner Frau Roswitha gründete er 1996 die Bethe-Stiftung, die sich schwerpunktmäßig in der Kinder-Hospizarbeit und gegen Kindermissbrauch engagiert. Sie fördert aber eben auch Fahrten von Schulklassen zu polnischen Gedenkstätten, um einen Beitrag zum Erinnerungskultur zu leisten. 

Sie unterstützt aber auch unzählige andere Projekte durch ihre Spenden-Verdopplungsaktionen: Für jeden Euro, den eine Initiative oder ein Verein für ein bestimmtes Projekt sammelt legt die Stiftung bis zu einer bestimmten Höchstgrenze einen Euro drauf.

Bekannt geworden ist die Bethe-Stiftung unter anderem durch die Umwandlung des Art & Fabrik Hotel in Wuppertal in eine Flüchtlingsunterkunft. Erich Bethe wurde in Wien geboren, versteht sich als Kölner, seine Großeltern stammen aus Wuppertal-Elberfeld, aber das Ehepaar wohnt schon lange in Alt-Refrath.

Mehr Informationen:

Website der Bethe-Stiftung

Website der Stiftung Erinnern Ermöglichen; dort kann man auch einen Förderantrag für Schülerfahrten stellen

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